Fertigbaubranche fordert Aufnahme von Wohneigentum in das Altersvermögensaufbaugesetz
Zu den aktuellen Beratungen im Rahmen der Rentenreform erklärt der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, Hans Weber:
Der Bundesverband Deutscher Fertigbau verstärkt seine Forderung, dass Wohneigentum in den Katalog der Anlageformen aufgenommen werden muss, die im Zuge der privaten Altersvorsorge künftig gefördert werden sollen. Denn die Zahl der Bauwilligen, die über das nötige Einkommen verfügen, um vier Prozent des Bruttogehaltes als Altersvorsorge anzulegen und gleichzeitig noch den Wunsch von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen, ist nur gering. Ohne Zweifel werden sich die meisten Familien mit Kindern schweren Herzens gegen das eigene Haus entscheiden müssen. Die Gründe, die die Bundesregierung für das Ausklammern des Wohneigentums im Rentenkonzept aufführt, sind alles andere als stichhaltig. Gefördert werden sollen Anlageformen, die im Alter eine lebenslange Rente zahlen. Unverständlich ist, warum in diesem Zusammenhang das mietfreie Wohnen nicht als eine Form der lebenslangen Rente verstanden wird. Denn die monatliche Ersparnis durch Wohneigentum in Deutschland beträgt 740 DM. Dies entspricht bei einem Rentnerehepaar mit einem Einkommen zwischen 1.800 und 2.700 DM einer zusätzlichen Rente von über 30 Prozent. Weiter zu bedenken ist, dass Immobilienvermögen in den letzten Jahren stetig in seinem Wert gestiegen ist. Der Ring Deutscher Makler hat für die letzten 25 Jahre eine Steigerungsrate von mehr als 100 Prozent für Einfamilienhäuser verzeichnet. Immobilienbesitz als Geldanlage garantiert also einen sicheren und vor allem beständigen Wertzuwachs. Der weitaus größte Teil der Bundesbürger (immerhin 70 Prozent) schätzt das eigene Heim daher zu Recht als sicherste Form der Altersvorsorge.
Wenn sich das Arbeitsministerium mit seinen jetzigen Plänen durchsetzt, wird die gesamte Eigenheimbranche immerhin ein zutiefst mittelständisch geprägter Wirtschaftsbereich durch diese ungerechte Benachteiligung massive Einbrüche erleiden. Die Folgen im Bausektor werden einschneidend sein. Wir appellieren daher noch einmal dringend an alle politisch Verantwortlichen, das Altersvorsorgekonzept in diesen wichtigen Bereichen zu korrigieren und alle Anlageformen gerechterweise gleich zu behandeln