Der Wolkenturm
Radienverstellbare TRAPEZTRÄGER-Rundschalung für Wissenschaftsbau in Sichtbeton und Klettertechnik
Der Forschungsstandort Deutschland zeigt sich manchmal auch an der ausgeklügelten Architektur von Laborgebäuden.
Ein buchstäblich hervorragendes Beispiel ist das »Wolkenlabor« im Wissenschaftspark Leipzig-Paunsdorf. as weltweit erste Wolkenlabor wurde im Frühling 2006 in Leipzig offiziell
eröffnet. Kernstück war der 15 Meter hohe Turm mit einem Innendurchmesser
von 9,66 Metern. Aufgrund der wissenschaftlichen und technischen Vorgaben
galten allerhöchste Anforderungen an Maßhaltigkeit und Betonoberfläche. Von
Seiten des Bauausführers waren Wirtschaftlichkeit und problemlose Handhabung
gefordert. Die radienverstellbare TRAPEZTRÄGER-Rundschalung von PASCHAL
konnte all diese Bedingungen erfüllen.
Leipzig:
Wissenschaft bedeutet die jederzeitige Wiederholbarkeit von Versuchsbedingungen. Dies wiederum erfordert die Kenntnis jeglicher an einem Versuch beteiligter Kennwerte. Besonders kompliziert wird dies, wenn mit Gasen und Strömungen gearbeitet wird: Dann gilt es, die Randbedingungen so exakt wie möglich festzulegen. Zu diesen gehören beim »Wolkenlabor« in Leipzig aber auch die Baulichkeiten.
Das Leibnitz-Institut für Troposphärenforschung e.V. Leipzig unter der Führung von Professor Dr. Heintzenberg entschied, im Wissenschaftspark Leipzig-Paunsdorf ein Laboratorium zu erstellen, das schnell den inoffiziellen Titel »Wolkenlabor« erhalten hatte. Der Auftrag wurde an die Bau- und Haustechnik (Bad Düben) vergeben.
Das Herzstück
ist eine auf der Kellerdecke stehende 15,38 Meter hohe exakt kreisrunde Turmkonstruktion. Bei einem Innendurchmesser von 9,66 Metern und einer Wanddicke von 25 Zentimetern hat es einen Inhalt von 1.413 Kubikmetern. Diese sind auf insgesamt fünf Arbeitsebenen aus Stahlgittern verteilt.
Aufgrund der akademisch hohen Anforderung an die Maßhaltigkeit als auch an den raschen Baufortschritt errichtete die Bau- und Haustechnik den Rundbau mit der radienverstellbaren TRAPEZTRÄGER-Rundschalung von PASCHAL. Diese kam bereits vorgerundet und aufgestockt auf die Baustelle. Die Rundschalung kletterte am Innenrand der Rundung fünf Mal nach oben, wobei die Schalhöhe jeweils 3,75 Meter betrug.
Architekt Dipl.-Ing. Matthias Hönig: "Keine extravagante, doch eine durchaus anspruchsvolle Baustelle. Beim Gebäude wurde viel Wert auf Präzision gelegt. Luft ist ein lebendiges Element, und so sollte auch das verwendete Material (Stahl, Beton) wirken. Beispielsweise wurden keine Schweiß-, sondern nur Schraubverbindungen verwendet. Das Gebäude soll in seiner Architektur erfassbar bleiben und freundlich. Aus diesem Grunde wurden auch nur helle Materialien verwendet."
Bauüberwachung: Dipl.-Ing. Andreas Schorr vom Ingenieurbüro Schorr (Markkleeberg)