Knauf Technologie macht`s möglich

Knauf Technologie macht`s möglich

Vor den Toren von Lindau am Bodensee entstand unlängst der Neubau eines Einkaufszentrums mit Tiefgarage und Park­deck. Für dieses Objekt war ursprünglich ein Zementestrich ausgeschrieben. Um Zeit und Kosten zu sparen, wurde auf Knauf Fließestrich umgestellt. Mehr als 3500 m² Fläche soll­ten einen 5,5 cm dicken Fließestrichbelag erhalten. Schnell musste es gehen, in 1-A-Qualität selbstverständlich. Eine ganz alltägliche Situation also. Was dann geschah, war allerdings alles andere als alltäglich: Fachunternehmer Kusterer und der Knauf-Fachberater planten, die 444 Tonnen Fließestrich, die hier gebraucht wurden, an einem einzigen Tag (!) einzubringen. Zum Einsatz bei diesem ehrgeizigen Vorhaben kam der viel­seitige, weil für jeden Oberbelag geeignete Knauf FE 50 Largo. Es handelt sich dabei um einen fertig gemischten Werktrockenmörtel auf Calciumsulfat-Basis mit minerali­schen Zuschlagstoffen und Fließmitteln, der auf der Baustelle nur noch mit Wasser angemacht wird. Als Trennschicht wirkt eine Schrenzlage (folienbeschichtetes Natronkraftpapier nach DIN 18 560). Sie verhindert den kraftschlüssigen Verbund von Bodenplatte und Estrich.

Estrichbau ohne aufwendige Dehnungsfugen

Nachdem der Boden gründlich mechanisch gesäubert war, konnten entlang aller aufgehenden Bauteile die notwendigen Randdämmstreifen zur Verhinderung von Zwängungen ange­bracht werden. Auf der Abdichtung liegen die Bahnen der Schrenzlage rechtwinklig zur Vergussrichtung des Fließ­estrichs. Sie überdecken einander an den Rändern auf min­destens 8 cm Breite. Überall dort, wo Schrenzlage und Rand­dämmstreifen aneinander grenzen, liegt die Trennschicht eben auf dessen Folie auf, wird also nicht nach oben aufgebogen.

Die Verlegerichtung der Schrenzlage und die Vergussrichtung des Fließestrichs muss entgegengesetzt gewählt werden, so dass der fließende Estrich über die Bahnen der Schrenzlage gleitet, ohne deren Stöße zu unterlaufen.

Im Gegensatz zu Zementestrichen, die alle 4 m die Anord­nung von Dehnungsfugen erfordern, lässt sich Knauf FE 50 Largo auch auf großen Flächen fugenlos herstellen, denn er erhärtet schnell und verhält sich sowohl während des Erhärtens als auch während seiner Nutzung raumstabil. Dieser Fließestrich verläuft waagerecht und eben, muss weder ver­dichtet noch abgezogen, abgerieben oder geglättet werden. Durch diese Eigenschaften wurde die ehrgeizige Zielsetzung der Firma Kusterer beim Lindauer Bauvorhaben überhaupt erst realistisch. Dazu kam die leistungsfähige Logistik von Knauf.

Perfekte Abstimmung bis ins Detail

Der Erfolg der enormen Verlegeleistung von Lindau gründet sich einerseits auf den Einsatz solcher Estrichmaschinensysteme und andererseits auf umsichtigste Arbeitsvorbereitung. Da musste zunächst dafür gesorgt werden, dass die gesamte Bodenfläche völlig frei war und keine anderen Arbeiten im Einkaufszentrum anstanden. Das Team von Estrichbau Kusterer arbeitete in zwei Kolonnen mit jeweils drei Mann. Jede Gruppe sollte kontinuierlich Fließestrich aus einem Gießschlauch erhalten, der über ein Y-Stück von zwei Estrichmaschinensystemen FErro 100 gespeist wurde. Es galt, den günstigsten Stellplatz für die vier jeweils 32 Tonnen Material fas­senden Silo-Container zu finden. Diese waren über Zellenrad­schleusen mit den Estrichmaschinen verbunden, damit der Materialfluss gleichmäßig und ohne Druckschwankungen gewährleistet blieb; selbst während die Container befüllt wurden. Schließlich war neben dem Strom- auch ein entsprechender Wasseranschluss mit einem konstanten Druck von 4 bar für den „Rekordguss“ notwendig.

17 Silofahrzeuge im Einsatz

Um 6 Uhr morgens fiel im Rohbau des Einkaufszentrums Feneberg der Startschuss. 17 Einkammer-Silo-Fahrzeuge mit je 27 Tonnen Werktrockenmörtel näherten sich im festgelegten zeitlichen Rhythmus der Baustelle und übergaben ihre Fracht in die Silos. Bis zum Nachmittag floss kontinuierlich Estrich aus den Maschinensystemen in die Gießschläuche. Beide Kolonnen arbeiteten an zwei äußeren Ecken einer Seite der fast quadratischen Bodenfläche beginnend. Sie bewegten sich zunächst aufeinander zu bis zur Mitte des Raums und entfernten sich anschließend wieder voneinander zu den Außenwänden hin. Während je ein Estrichleger der Kolonne Nivellierböcke aufstellte und einrichtete, arbeitete der zweite Mann am Gießschlauch. Der Dritte im Bunde übernahm das Schwabbeln mit der Schwabbelstange. Nach rund zehn Stun­den war es geschafft: 444 Tonnen Fließestrich eingebracht!

Weitere Infos über die Knauf Fließestrich-Technologie erhalten Sie unter 01805/31-1000.


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