Mehr neue Azubis am Bau
Anzahl der neuen Auszubildenden in der Baubranche steigt 2006 um neun Prozent
Wiesbaden, 31.1.2007. Für das Jahr 2006 verzeichnet die Baubranche einen Zuwachs von neun Prozent neu abgeschlossener Ausbildungsverträge. Bis Ende 2006 lagen SOKA-BAU (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft) 11.816 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge vor (Ende 2005: 10.843). Die Gesamtzahl aller bei SOKA-BAU registrierten Auszubildenden von 37.532 hat sich gegenüber dem Vorjahr (37.128) durch den Anstieg bei den neuen Auszubildenden ebenfalls leicht erhöht.
Die häufigsten Ausbildungsberufe sind die klassischen Bau-Ausbildungsberufe Maurer, Zimmerer und Straßenbauer (20.184). Insgesamt bilden in Deutschland 16.310 Baubetriebe Auszubildende aus. Dies sind rund 24 Prozent aller Baubetriebe.
Die Tarifvertragsparteien der Bauwirtschaft haben bereits vor über 25 Jahren eine branchenweite Umlagefinanzierung der Berufsausbildung auf den Weg gebracht. Und so funktioniert die Ausbildung am Bau: Alle Baubetriebe auch diejenigen, die nicht ausbilden zahlen für die Berufsausbildung einen Beitrag von derzeit monatlich 2,5 Prozent der Bruttolohn-summe ihrer Arbeitnehmer an SOKA-BAU. Hiervon wird ein Großteil der Ausbildungskosten finanziert.
Ausbildungsbetriebe profitieren
Der Ausbildungsbetrieb selbst bekommt für gewerblich Auszubildende von SOKA-BAU die Ausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr für zehn Monate erstattet, im zweiten Ausbildungsjahr für sechs Monate und im dritten Ausbildungsjahr für einen Monat. Für technisch und kaufmännisch Auszubildende wird die monatliche Ausbildungs-vergütung zehnmal im ersten und viermal im zweiten Ausbildungsjahr erstattet. Zusätzlich erhalten die Betriebe eine 20prozentige Pauschale als Erstattung für den Sozialaufwand.
SOKA-BAU erstattet Baubetrieben für einen gewerblich Auszubildenden in den alten Bundesländern zurzeit für drei Lehrjahre bis zu 28.000 EUR (neue Bundesländer: bis zu 26.000 EUR). Davon gehen rund die Hälfte direkt an den Ausbildungsbetrieb und decken dort einen erheblichen Teil der Kosten für Ausbildungsvergütungen. Die andere Hälfte deckt Ausbildungskosten in überbetrieblichen Ausbildungszentren. Für technisch und kaufmännisch Auszubildende erhalten Baubetriebe in den alten Bundesländern bis zu rund 10.000 EUR (neue Bundesländer: rund 8.500 EUR).
400 neue Ausbildungsangebote bei SOKA-BAU
Die kostenfreie Ausbildungsplatzbörse für Bauberufe von SOKA-BAU enthält derzeit über 400 offene Ausbildungsangebote von rund 300 Baubetrieben. Dem stehen ca. 60 Gesuche von Schülern und Jugendlichen nach einem Ausbildungsplatz in der Baubranche gegenüber. In der Ende 2004 ins Leben gerufenen Ausbildungsplatzbörse (www.soka-bau.de/Jobbörse) finden Schüler und Jugendliche Lehrstellenangebote für Ausbildungsberufe in den Sparten Hochbau, Tiefbau und Ausbau bis hin zu kaufmännischen und technischen Berufen. Am häufigsten bieten Baubetriebe Ausbildungsplätze für die Berufe Maurer (126), Straßenbauer (68) sowie Beton- und Stahlbetonbauer (50) an. Gut 90 Prozent der Ausbildungsangebote entfallen auf die alten Bundesländer.
SOKA-BAU
SOKA-BAU ist der gemeinsame Name für die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft und die Zusatzver-sorgungskasse des Baugewerbes VVaG. Beide sind gemein-same Einrichtungen der Tarifvertragsparteien der Bauwirt-schaft: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V., Hauptver-band der Deutschen Bauindustrie e.V. und Industriege-werkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.