IHK fordert objektive Diskussion um den Autobahn-Südring A99
München, 11.03.2003 (IHK) Die IHK für München und Oberbayern begrüßt die Initiative des bayerischen Wirtschaftsministers Otto Wiesheu, die Landeshauptstadt vor dem drohenden Verkehrsinfarkt bewahren zu wollen. Ohne einen verstärkten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur werde das wachsende Verkehrsaufkommen künftig nicht zu bewältigen sein, warnt auch IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Dörfler. Die IHK München setze sich deshalb seit Jahren für eine Verbesserung der Infrastruktur sowohl auf der Schiene als auch auf der Straße ein. Darüber hinaus sei der Bau der Transrapid-Verbindung zum Flughafen zur optimalen Verkehrsanbindung unbedingt notwendig.Als einer der ersten Schritte zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur rund um die Landeshauptstadt hat die IHK München bereits im vergangenen Jahr die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zum Südring der A 99 und des-sen Aufnahme in die Bundesverkehrswegeplanung gefordert. Dabei handele es sich beim Südring um ein langfristiges Vorhaben, das Kontroversen auslösen werde. Die IHK appelliere deshalb an alle Verantwortlichen, sich dieser Diskussion objektiv und unvoreingenommen zu stellen.
Wir stehen heute vor einer gravierenden Änderung, wenn man an die wirtschaftliche Entwicklung der Europäischen Union und die Integration der mittel-ost-europäischen Staaten denkt, betont Dörfler. Um so notwendiger sei es, die seit Jahren stagnierende Diskussion um den Südring wieder zu aktivieren. Immerhin gelänge es Metropolen wie Paris, Rom, Berlin oder Köln, mit einem Autobahnring viel überregionalen Transitverkehr um ihre Städte herumzuleiten.