Ökopflaster im Dienst der Umwelt
Die Erschließung immer neuer Flächen für den Siedlungs-, Straßen- und Gewerbebau fordert einen Ausgleich für die Natur. So begrüßenswert die Bauaktivitäten auch sind - die Frage nach den Umweltbelastungen bleibt aktuell. Ökonomische und ökologische Interessen lassen sich sinnvoll verknüpfen. Für die Erschließung der Flächen bedeutet das: entsiegeln statt versiegeln mit versicke-rungsfähigem Ökopflaster. Im Vergleich zu den 50er Jahren hat sich der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen in den alten Bundesländern verdoppelt. Die Folgen sind vielerorts spürbar. Statt in den Boden zu versickern, läuft das Oberflächenwasser in unverminderter Menge und ohne zeitliche Verzögerung in die Kanalisation. Die überlasteten Systeme können die Wassermassen nicht aufnehmen - mit ein Grund für Überschwemmungen und Hochwasser. Sinkende Grundwasserspiegel begleiten den Prozess. Die geringe Verdunstung des Regenwassers und mangelhafte Bodenfeuchtigkeit beeinträchtigen die Vegetation, sorgen für ein insgesamt ungesundes Kleinklima in den Städten.
Ausgereifte Systeme
Das Wasser muss wieder zurück in den Boden. In diesem Sinne haben die Hersteller von Betonpflastersteinen bereits vor rund dreißig Jahren wasserdurchlässige Betonpflastersteine entwickelt. Heute sind die ökologischen Pflasterbauweisen so ausgereift, dass große Mengen an Regenwasser unmittelbar vor Ort versickern können. Der Abfluss erfolgt entweder durch Kammern oder breite Fugen im Belag oder über die offenporige Struktur der Steine. Ökopflaster mit Rasenfugen kommen ebenfalls zum Einsatz. Diese "grüne" Variante gilt zwar nicht als wasserdurchlässig, verfügt aber über hohe Spei-cherkapazität und sorgt für eine deutliche Reduzierung des Oberflächenabflusses.
Großer Aktionsradius
Das breite Spektrum an Erzeugnissen bietet für viele Bereiche die geeignete Befestigung. Neben allen Argumenten für die Umwelt sprechen auch wirtschaftliche Gründe für diese Befestigungsart: Entwässerungs- und Entlastungseinrichtungen können kleiner dimensioniert werden. Kanalisationssysteme können ggf. sogar ganz entfallen. Und viele Kommunen belohnen die Versickerung des Regenwassers auf den Grundstücken mit Zuschüssen.
Ob Neubau oder Umbau von zum Beispiel Wohn-straßen, Siedlungen oder Gewerbeparks - wo immer sich die Chance bietet, sollten Flächen entsiegelt werden.



