Starke Front gegen Pflasterschäden

Starke Front gegen Pflasterschäden
Neuer Verband setzt auf Qualität und Information

Zahlreiche Bauunternehmer, Planer und Kommunen wollen Pflasterschäden nicht länger hinnehmen - mit weiteren Unterstützern gründeten sie den Verband Qualitätssicherung Pflasterbauarbeiten.

Der Grundstein wurde mit den Vorstandswahlen im vergangenen Januar in Köln gelegt. Vorsitzender Ralph Schäfer, Geschäftsführer eines Straßenbaubetriebs im rheinland-pfälzischen Puderbach, bringt das Kernziel seines neuen Verbandes auf den Punkt: "Wir wollen, dass das Technische Regelwerk eingehalten wird." Was so selbstverständlich klingt, bezeichnet Schäfer als die "größte Herausforderung". Tatsächlich krankt der Pflasterbau zunehmend an der nicht fachgerechten Erstellung. Der 38-Jährige erkennt Schwachstellen in der Ausführung, bei der Bauleitung und Ausschreibung. Und auch die Ausbildung der Pflasterer klammert Schäfer nicht aus. "Vom Verband aus kann ich Informationsarbeit von der richtigen Stelle aus leisten", definiert der Vorsitzende seinen Aufgabenbereich.

Bereits seit November 2001 engagiert sich Schäfer in einem Arbeitskreis der Fachvereinigung Betonprodukte für Straßen-, Landschafts und Gartenbau e.V. (SLG). Die SLG hatte die Weichen zur Verbandsgründung gelegt und gehört dem neuen Vorstand an. Profilierte Fachleute aus allen Pflasterbaurelevanten Bereichen nahmen darin Platz. Schäfers Stellvertreter ist der Koblenzer Bauunternehmer Dipl.-Ing. Wolfgang Schulz, Obermeister der StraßenbauerInnung Koblenz und Präsidiumsmitglied des Baugewerbeverbandes Rheinland-Pfalz. Die Geschäftsführung wurde dem Sachverständigen Dr. Sönke Borgwardt aus Norderstedt bei Hamburg übertragen.

Die Stimme der Kommunen vertritt Dipl.-Ing. (FH) Karl Huck, Bauamtsleiter der hessischen Stadt Reinheim. Für die Planungsseite spricht Karl Lantelme vom Ingenieurbüro Reitzel aus Großzimmern. Die Fachvereinigung SLG ist durch deren Geschäftsführer Dipl.-Ing. Dietmar Ulonska vertreten.

Ein Thema der ersten Vorstandssitzung ist das Qualitätszeichen für Firmen und Bauleistungen. Unterdessen rechnet der Vorstand mit großer Resonanz. "Viele haben auf den Startschuss gewartet", so Vorsitzender Schäfer. Der Verband Qualitätssicherung Pflasterbauarbeiten steht allen interessierten Firmen, Kommunen und Verbänden offen. Weitere Informationen über die Geschäftsstelle Norderstedt:


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