„Normaler“ Schallschutz reicht in der Regel nicht aus:

„Normaler“ Schallschutz reicht in der Regel nicht aus:

Worauf Bauherren beim Schallschutz im Einfamili-enhaus achten sollten

Eine junge Familie hat sich in einem ruhigen Münchner Vorort einen Traum erfüllt: Die eigenen vier Wände. Vorangegangen waren zahl-reiche Besichtigungen verschiedenster Objekte, bevor ein moderner Neubau mit gehobenem Wohnkomfort geplant wurde. Nach einem Jahr Bauzeit mit vielen Baustellenbesichtungen und Entscheidun-gen die getroffen werden mussten bezog die Familie ihr neues Zuhause. Doch hier gab es im Laufe der Zeit ein böses Erwachen: Lagen die Kinder abends im Bett, konnten die Eltern nur noch auf leisen Sohlen durch das Haus gehen. Das Eigenheim stellte sich als extrem hellhörig heraus und selbst leise Gespräche konnten in den Nachbarräumen noch verstanden werden. Sachverständige wurden eingeschaltet, um die Ursache zu klären.
Der Schallschutz erwies sich anhand dieser Experten-Gutachten als extrem mangelhaft, und nicht einmal die Empfehlungen der DIN 4109 waren erfüllen worden. Denn was das junge Ehepaar nicht wusste: Ein besonderer Schallschutz im Einfamilienhaus muss aus-drücklich im Vorfeld zwischen den Vertragspartnern vereinbart wer-den.

Bestehen beim Neubau von Einfamilienhäusern beim Wärmeschutz gesetzlich geregelte Mindestanforderungen, die von Planern und ausführenden Baufirmen eingehalten werden müssen, gibt es beim Schallschutz keine solchen Vorschriften. Generell wird der Schall-schutz in der DIN 4109 geregelt, muss aber nur in Doppel- oder Mehrfamilienhäusern angewendet werden. Im Beiblatt 2 der DIN 4109 finden qualitätsbewusste Bauherren Anforderungen und Emp-fehlungen für erhöhten Schallschutz in privaten Wohn- und Arbeits-räumen. Hier sollten auf jeden Fall die besseren Werte angestrebt werden, da auch diese noch relativ gering sind. Ein Beispiel: Die empfohlenen Werte für einen erhöhten Schallschutz zwischen einem Kinder- und Wohnzimmer werden mit 47 dB angegeben. Im Alltag bedeutet das, dass man Gespräche im Nebenraum zwar nicht mehr verstehen, aber immerhin noch hören kann.

Auf Grund ihrer Erfahrungen raten Profis vom Bau mindestens zu erhöhtem Schallschutz. „Es besteht kein Grund, warum Bauherren in ihren Privaträumen einen schlechteren Schallschutz in Kauf neh-men sollten als zum Beispiel in einer Mietwohnung“ erläutert Di-plom-Ingenieur Olaf Schröder, Mitarbeiter bei der Unika GmbH, die Problematik rund um den Schallschutz in privaten Wohnräumen. Die Unika GmbH ist ein Zusammenschluss von zwölf Kalksandsteinher-stellern in Deutschland, die sich besonders beim Schallschutz gute Kundenberatung auf ihre Fahnen geschrieben haben. „Wir argu-mentieren niemals mit Mindestanforderungen, da diese nach DIN sehr gering sind und in der Praxis keinen ausreichenden Schutz vor Lärm bieten“, erklärt Schröder. „Ebenso kann bei der Bauausfüh-rung vieles falsch laufen, was zu sogenannten Schallbrücken führt und die ganzen Berechnungen im Vorfeld zunichte macht“. Qualifi-zierte Bauunternehmen achten deshalb gerade in diesem Punkt auf höchste Qualität, um die Kundenzufriedenheit langfristig zu sichern.

Ein guter Schallschutz kann von Anfang an mit einem Mauerwerk aus Kalksandstein ohne besondere Maßnahmen oder höhere Bau-kosten erreicht werden. Verantwortlich dafür ist die hohe Rohdichte der weißen Steine aus Kalk, Sand und Wasser. Denn je höher die Masse, d. h. je schwerer die Wände, umso besser ist ihre Luft-schalldämmung. So ist auch bei schlanken Innenwänden einen ho-her Schutz vor Lärm gewährleistet. Ein weiterer Vorteil: Durch die gute Standfestigkeit des massiven Mauerwerks lassen sich auch schwere Gegenstände sicher daran befestigen.

Schallschutz gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. Nimmt die Lärmkulisse bei der Arbeit oder in der Freizeit immer mehr zu, sollte der private Be-reich eine Rückzugsmöglichkeit bieten. Ebenso mindert ein mangel-hafter Schallschutz entscheidend den Wert einer Immobilie. Schon von Anfang an sollten Bauherren bedenken, dass eine nachträgliche Verbesserung der Schalldämmwerte gar nicht oder nur mit großem Aufwand möglich ist. Interessierte Bauherren erfahren mehr über Mauerwerk aus Unika-Kalksandstein und über „ihren“ mittelständi-schen Hersteller in der Region im Internet unter www.unika-kalksandstein.de.

Bildunterschrift :

Was das sogenannte „bewertete Schalldämm-Maß (dB)“ wirklich bedeutet, erfahren viele Bauherren erst nach dem Einzug in die ei-genen vier Wände. Die Grafik gibt einen ersten Überblick wie eine theoretische Schallpegelzahl einzustufen ist.

Grafik: UNIKA


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