leine Autopumpe löst Reinigungs- und Platzprobleme am City Tower

leine Autopumpe löst Reinigungs- und Platzprobleme am City Tower

Im Zentrum von Offenbach baut die HOCHTIEF Construction AG z.Z. das erste „richtige“ Hochhaus der Stadt. Eine ungewöhnliche Kombination aus Autopumpe und Stationärmast betoniert hier zügig den aussteifenden Gebäudekern und die insgesamt 35 Geschoßdecken. Die Bereitstellung des Betonverteilermastes auf der Baustelle übernahm die STREIF Baulogistik GmbH, Niederlassung Süd.

Der Offenbacher City Tower stützt sich auf 36 Bohrpfähle von je 1,5 m Durchmesser und auf eine 2 m bis 2,5 m mächtige Bodenplatte. Der Rohbau wird in einer Stahlbeton-Konstruktion um einen aussteifenden Kern für die Aufzugsgruppen errichtet. Insgesamt verfügt das Hochhaus über zwei Kellergeschosse inklusive Tiefgarage sowie über 33 Obergeschosse und eine Galerie.

Selbst auf engstem Raum findet die 2-Achser-Betonpumpen einen Stellplatz.

Stationärmast stützt sich mit Rahmen ab

Den Betoneinbau übernimmt ein stationärer Putzmeister-Verteilermast MXR 32, der auf einer 26 m hohen Rohrsäule aufgebaut ist. Um die 32 m horizontale Reichweite des Beton-Verteilermastes optimal nutzen zu können, wird der Mast nicht vom Gebäudekern, sondern von einer zentralen Geschoßdecken-Position aus betrieben. Dabei stützen sich Mast und Rohrsäule auf den jeweils drei obersten Etagen mit Hilfe von Rahmen im Gebäude ab. Sobald ein Stockwerk und eine weitere Etage des zukünftigen Fahrstuhlschachts betoniert sind, klettert der Verteilermast -von zwei Hydraulik-Zylindern angeschoben- um eine Etagenhöhe (hier ca. 3,5 m) weiter. Dabei dienen zwei der drei Rahmen als Führungshilfe. Die Betonversorgung erfolgt durch eine Putzmeister ZX-Förderleitung, die über eine Wandstärke von 7,1 mm verfügt und bis 130 bar Betondruck zugelassen ist.

Der PM-Stationärmast wurde zentral, d.h. außerhalb des Gebäudekerns aufgestellt.

Autobetonpumpe dockt an Steigleitung an

Im Gegensatz zu den sonst üblichen Hochbau-Projekten erhielt nicht eine Stationärpumpe, sondern eine kleine PM-Autopumpe den Zuschlag für die Betonförderung. Bei der Maschine handelt es sich um eine mobile Mastpumpe des Typs BSF 20.09 des Pumpendienstes BEKA auf preisgünstigem 2-Achs-Chassis. Sie wird durchschnittlich an drei Tagen die Woche an die fest verlegte Steigleitung der Hochhaus-Baustelle angeschlossen. Maschine und Fahrer Sascha Hüyer sind von der ersten Betonage an dabei und finden trotz der Enge der Baustelle stets ein Plätzchen zum Aufstellen der kompakten Autobetonpumpe.

Mit wenigen Handgriffen ist die Förderleitung an den Druckstutzen angeschlossen.

Ein Sperrschieber erleichtert die Reinigung von Pumpe und Rohrleitung.

Warum eine Autobetonpumpe und keine Stationärpumpe ?

Offensichtlich sind mehrere Gründe für den Einsatz der Autobetonpumpen am City Tower ausschlaggebend:

° Der Pumpenbetreiber kann die Einsätze seiner Autobetonpumpen aufgrund fixer Pump-Termine an der Hochhaus-Baustelle langfristiger auslasten.

° Sowohl die Förderleistung als auch der Pumpdruck der kleinen BSF 20.09 reichen bei Gebäuden dieser Bauhöhe völlig aus. Beispielsweise wurden bei einer Höhe von ca. 60 m nur 160 bar Hydraulikdruck im stangenseitigem Betrieb gemessen. Das entspricht einem Betondruck von lediglich 32 bar am Förderkolben. Sobald im Verlauf des Baufortschritts höhere Hydraulik-Drücke als 200 bar anstehen, wird die BSF 20.09 bodenseitig beaufschlagt.

° Kompakte Autobetonpumpen wie die hier eingesetzte BSF 20.09 benötigen kaum mehr Stellfläche als eine stationäre Betonpumpe.

° Der eh schon geringe Platzbedarf wird tatsächlich nur während der Pump-Phase in Anspruch genommen und steht während der übrigen Zeit für andere Maschinen, Geräte oder Materialien zur Verfügung.

° Die Reinigung der Hüyer Autobetonpumpe muß nicht zwangsläufig auf der Baustelle erfolgen. So fährt der Maschinist seine BSF 20.09 nach ihrem Pumpeinsatz am City Tower zum Säubern und Durchspülen beispielsweise zu einem nahegelegenen Betonwerk. Das erspart der Baustelle das Beseitigen des Restbetons und des Schmutzwassers .

Am Tage unseres Besuchs war das Putzmeister-Duo gerade dabei, im 17. Obergeschoß verschiedene Abschnitte wie Lochfassade, Gebäude-Kernwand und Aufzugsschacht zu betonieren. Insgesamt wurden dabei 83 m³ eingebaut. Zum Anpumpen benötigte Maschinist Sascha Huyer lediglich 0,5 m³ Schlempe: „Die Menge reicht selbst bei dieser Leitungslänge völlig aus!“

Sascha Hüyer, Maschinist beim BEKA-Betonpumpendienst.

Mit Investitionen von über 150 Mio.DM und einer Gebäudehöhe von 121 m gilt der City Tower als wichtigstes Bauvorhaben in Offenbach in den kommenden zwei Jahren. Nach 26 Monaten Bauzeit ist für das Frühjahr 2003 die Fertigstellung geplant. Danach wird das Bürogebäude über eine Mietfläche von ca. 24.000 m² verfügen und mit seiner schlanken Silhouette ein markantes Wahrzeichen von Offenbach werde


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