Von der Planung bis zum Betoneinbau : Pumpendienst bietet Komplett-Service

Von der Planung bis zum Betoneinbau : Pumpendienst bietet Komplett-Service

Mitten im Zentrum von Frankfurt/M. baut die HOCHTIEF Construction AG im Auftrag der Treuhandverwaltung IGEME GmbH das 80 m hohe MainForum. Der Betonpumpendienst SCHMITZ, Bruchköbel -sonst eher auf kurzfristige Einsätze und ständig wechselnde Baustellen mit seinen sieben Autobetonpumpen spezialisiert- stellt während der Rohbau-Phase am Hochhaus die komplette Infrastruktur für das Pumpen und Verteilen des Betons zur Verfügung, einschließlich des Personals.

Das zentral gelegene MainForum besteht aus drei Randgebäuden und einem Hochhaus mit ca. 27.000 m² Bürofläche und 66 Wohnungen. Der Neubaukomplex verfügt nach seiner Fertigstellung zusätzlich noch über großzügige Konferenzbereiche, Restaurants, Cafeterien sowie über Laden- und Lagerflächen. Im MainForum sieht der Bauherr ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Banken-Zentrum und dem neuen Westhafen-Viertel der Stadt.

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse zwischen Main-Ufer und Hauptbahnhof werden an die gesamte Baustellenlogistik erhebliche Anforderungen gestellt. So hält die Bauleitung beispielsweise für das Betonieren der einzelnen Abschnitte nicht ständig eine separate Aufstellfläche für eine Stationärpumpe vor. Stattdessen wird einer kompakten, 2-achsigen Autobetonpumpe vom Betonpumpendienst SCHMITZ immer dann ein Platz zugewiesen, wenn eine Betonage ansteht. Nach Ansicht der HOCHTIEF-Bauleitung kommt zum Stellplatz-Problem noch der Kostenaspekt hinzu: denn der Einsatz einer stationären Betonpumpe wäre bei diesen Rahmendingungen wegen der Maschinen-Vorhaltekosten die teurere Lösung.Bei zentraler Aufbauposition läßt sich der Arbeitsbereich des stationären Putzmeister-und Verteilermastes MXR 32 T optimal nutzen.

Pumpendienst projektiert Betonlogistik

Gerd Schmitz, Betreiber des gleichnamigen Betonpumpendienstes, hat sich inzwischen spezialisiert auf die Planung der Betonlogistik bei Hochbau-Projekten. In enger Abstimmung mit den anfragenden Bauunternehmen sowie den PM-Projektingenieuren und Technikern werden vom Betonpumpendienst SCHMITZ detaillierte Lösungen erstellt. Dazu gehört u.a.

° die Auswahl der am besten geeigneten Betonpumpe
(mobil oder stationär? Spezifikation hinsichtlich benötigtem Förderdruck und Pumpmenge?)

° die Wahl des wirtschaftlichsten Betonverteilungs-Verfahrens
(mit mechanischem Rundverteiler oder mit stationärem bzw. versetzbarem Verteilermast?)

° die Entscheidung bezüglich des Mast-Unterbaus und des optimalen Standortes
(Gitterturm, Rohrsäule oder auf Kletterrahmen? Mastführung im Gebäudekern, durch die
Geschoßdecken oder mit der Außenschalung?)

° das Verlegen und Verankern der Förderleitung sowie

° die Reinigung der kompletten Betonlinie einschließlich der Restbeton-Entsorgung.

Freie Fahrt für den übrigen Baustellenverkehr: Wird der Verteilermast nicht eingesetzt, benötigt der M 24 kaum mehr Platz als eine Stationärpumpe.
Sperrschieber wird vom Hydraulikkreis des M 24 gesteuert
Eingebaut werden Betone unterschiedlicher Festigkeitsklassen (B 35, B 45, B 55, B 65 und B 95).

Für die Betonierarbeiten am Hochhaus des MainForum wurde der nachstehende Plan akzeptiert und umgesetzt: Wegen der relativ langen Taktzeiten beim Ausgießen der 22 Deckengeschosse wird in diesem Bereich der Baustelle eine Betonpumpe nur 2 bis 3 mal pro Woche benötigt. Dazu setzt der Pumpendienst SCHMITZ eine neue Putzmeister BSF 24.09 ein, die kurz vor Betonierbeginn vor dem Gebäude auf engstem Raum aufgestellt wird und über eine am Trichter angeschlossene ZX- Förderleitung (DN 125) die Pumpförderung übernimmt. Wenige Meter hinter der BSF hat der Betonpumpendienst einen Absperrschieber installiert, mit dem bei Bedarf -vor allem bei der späteren Reinigung- der Betonfluß in der Rohrleitung unterbrochen und zur Entsorgung die Betonreste und das Spülwassers umgeleitet werden kann. Der Sperrschieber wird hydraulisch betätigt und ist über Schnelltrenn-Kupplungen mit dem Rührwerks-Hydraulikkreis der Autobetonpumpe verbunden. Das An- und Abkoppeln erfolgt mit wenigen Handgriffen, praktisch ohne einen Tropfen Öl zu verlieren.

Die Leitung ist zunächst etwa 20 m horizontal verlegt, bevor sie als Steigleitung senkrecht durch einen Versorgungsschacht in das 3.OG, danach horizontal zu den Deckenöffnungen der Rohrsäule und dann senkrecht nach oben zum Mast geführt wird. Der Putzmeister Verteilermast MX 32 T sitzt auf einer 20 m hohen Säule, die sich mit Rahmen in drei übereinander liegenden Aussparungen (950 x 950 mm) auf den weit gespannten Decken abstützt. Dabei leiten die Konsolen zusammen mit massiven Holzstempeln (vier Stück pro Stockwerk) auf fünf übereinander liegenden Etagen das Kraftmoment von Rohrsäule, Stationärmast und Gegenballast -insgesamt etwa 26 t- in das Gebäude ein.

Der Anschluss der fest verlegten Förderleitung erfolgt am ersten Rohrbogen der Autobetonpumpe.

Der Sperrschieber wird über den Hydraulikkreis des Trichter-Rührwerks betätigt
(Option bei Neubestellung bzw. auch als Nachrüstung möglich).
Zentral Mastposition

Die Entscheidung, den Mast nicht in einem der vier Fahrstuhlschächte, sondern zentral durch

Öffnungen in den Geschoßdecken zu führen, hatte ihren Grund: Denn bei einer Grundfläche von 22,8 m x 61,2 m konnte nur so die Reichweite des stationären Betonverteilermastes optimal genutzt werden. Ein Alternative zum Einsatz eines Mastes großer Reichweite von einer zentralen Position aus hätte nur im Aufstellen von zwei kleineren Betonverteilermasten bestanden.

Mit einem Arbeitsbereich von 32 m horizontal erreicht der Verteilermast vom Typ MX 32 T bei dieser Anordnung jeden Winkel auf den Geschoßdecken. Während die Decken mit einem B 35 (0/32) betoniert werden, ist für die Stützen der ersten acht Geschossen an einer der Gebäude-Außenseiten sowie für den Übergangsbereich zwischen Decke und Stützen- ein hochfester B 95 (0/16) vorgeschrieben. Da für jede Stütze pro Stockwerke nur ca. 0,5 m³ Beton benötigt werden, erfolgt hier der Betoneinbau mit Krankübel. Denn beim Einbau eines

B 95 wäre die Schlempe zum Anpumpen geradezu kontraproduktiv.

Übergang der horizontal verlegten Förderleitung in eine Steigleitung,
die an der Rohrsäule des PM-Verteilermastes befestigt ist.
Mast klettert in 30 min. ein Stockwerk höher

Sobald die Decke eines Stockwerks fertig betoniert ist, kann der stationäre PM-Verteilermast mit Hilfe einer Klettervorrichtung in der Höhe versetzt werden. Der eigentliche Klettervorgang erfolgt mit zwei Hubzylindern, die vom Hydraulik-Aggregat des Mastes beaufschlagt werden. In mehreren Schritten von je 50 cm ziehen die Maschinisten vom Betonpumpendienst SCHMITZ durch mehrmaliges Umstecken von Sicherungsbolzen die Rohrsäule mit 32-Meter-Mast in die Höhe. Mit dabei ist Pumpenfahrer Matteo Placido: „Zum Versetzen um ein Stockwerk benötigt unser Mast sechs Teilschritte, d.h. wir müssen die beiden Bolzen sechs mal Umstecken und einmal den Kletterrahmen versetzen. Zu Dritt dauert das etwa ein ½ Stunde, - mit vier Mann geht’s natürlich leichter und schneller.“

Drei Kletterrahmen (jeweils mit zwei Rahmenhälften) stützen und führen den Stationärmast durch die Geschoßdecken.

Zum Ausgleichen des beim Klettern erreichten Höhengewinns wird die Mastförderleitung durch Zwischenrohre verlängert. Um die Rüstzeiten noch weiter zu reduzieren, klettern Rohrsäule und Verteilermast jedes Mal gleich um zwei Stockwerke. Die Verständigung zwischen Betonpumpen- und Verteilermast-Maschinist erfolgt über Sprechfunk.

Versetzen des Sicherungsbolzens.

Der Klettervorgang im Detail:

° Aufstecken der Kletterzylinder und des Bolzens „1“
° Ausfahren der Kletterzylinder (30 mm), Ausziehen von Bolzen „2“ und
vollständiges Ausfahren
° Durchstecken von Bolzen „2“ am Deckenrahmen, Entfernen des Bolzens „1“und
Einfahren der Kletterzylinder
° Wiederholen des Vorgangs.

Beim Reinigen kaum Restbeton

Bei einer Leitungslänge von z.Z. etwa 85 m (davon ca. 47 m als Steigleitung) befindet sich der Hydraulikdruck der BSF 24.09 mit 200 bar weiterhin im grünen Bereich. Beim Reinigen wird zunächst die Betonsäule in der Leitung durch Zufahren des Sperrschiebers von der Betonpumpe getrennt. Dann schwenkt der Pumpenfahrer den zweiten 90°-Bogen so zur Seite, dass er sich direkt über dem Krankübel befindet, der in einem 3 m tiefen Schacht aufgestellt ist. Nach Einsetzen von zwei Schwammkugeln in die Förderleitung an der Mastspitze und nach Öffnen des Sperrschiebers erfolgt dann -mit leichter Druckluftunterstützung- das Entleeren des Betons in den Krankübel; der Beton wird also weiter verwendet. Der Restbeton im Pumpentrichter wird anschließend in einem Betonwerk entsorgt.

Per Fernsteuerung schieben zwei Hydraulikzylinder die Mast-Rohrsäule in Schritten von ca. 50 cm nach oben.
Komplett-Service kommt an

Das Konzept des „Betonpumpen und -Verteilens aus einer Hand“ wird offensichtlich den Interessen aller Beteiligter gerecht. Für das ausführende Bauunternehmen ist der Betonpumpendienst SCHMITZ mit seinem Komplett-Service ein idealer Partner, der mit eigenem Personal und eigenem Maschinenpark eine gehörige Portion Verantwortung übernimmt. Der Pumpendienstleister SCHMITZ wiederum hat in der nicht gerade boomenden Baubranche eine Marktlücke entdeckt, in der sein know how und das Können seiner Mitarbeiter anerkannt und honoriert wird. Gerd Schmitz: „Im Zuge der Flotten-Verjüngung werde ich in den nächsten Monaten mehr und mehr auf vielseitig einsetzbare Betonpumpen und Verteilermaste setzen. Interessant sind vor allem die mobilen Putzmeister-Multimaste mit 32 und 36 Meter Reichweite. Die können nämlich sowohl vom Fahrzeug, als auch separat von Rohrsäulen aus betrieben werden, - so ähnlich wie hier beim Bau des MainForums in Frankfurt!“


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