Einfamilienhaus in Dettingen mit vorgefertigten Wandelementen aus Liapor-Leichtbeton
Wohlfühlen zu jeder Jahreszeit
"Wir wollten ein Niedrigenergiehaus bauen mit Belüftungsanlage, großen Fensterflächen zum Süden und vor allem möglichst dichten Wänden", sagen Ingrid und Stephan Beck über ihr markantes Einfamilienhaus im schwäbischen Dettingen. Besonders schätzen die Bauherren das hervorragende Raumklima zu jeder Jahreszeit, denn sie entschieden sich für Fertigwände aus Liapor-Leichtbeton. Diese sind wärmedämmend, aber gleichzeitig auch gut wärmespeichernd und gleichen so Temperaturschwankungen aus. Im Winter bleiben die Räume damit behaglich warm und im Sommer angenehm kühl.Der Bauherr Stephan Beck hatte im Vorfeld bereits Entwürfe seines Einfamilienhauses am PC erstellt. Mit der Firma Fensterle Bauunternehmen GmbH aus Ertingen war schnell ein kompetenter Partner gefunden, der den Rohbau mit Fertigelementen aus Liapor-Leichtbeton realisierte. Die Firma Fensterle übernahm die Entwürfe des Bauherrn und plante mit modernster CAD-Technik die Fertigelemente für das Bauvorhaben. "Das zuerst als Niedrigenergiehaus konzipierte Gebäude erreicht nun sogar einen Standard zwischen Niedrigenergie- und Passivhaus", erläutert Peter Geng, bei Fensterle zuständig für die Abteilung Hochbau. Möglich wird dies durch die Liapor-Wände, die einen U-Wert von 0,33 W/(m2K) besitzen. Im Einfamilienhaus der Familie Beck befindet sich zudem eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die Fenster haben eine Drei-Scheiben-Verglasung und das Dach wurde mit einer Aufdachdämmung vollflächig gedämmt. Eine Solaranlage liefert neben der Gasheizung zusätzliche Energie.
Vorfertigung im Betonwerk
Auf den hochspezialisierten Maschinen der Firma Fensterle entstanden schließlich die Wandelemente für das Einfamilienhaus Beck. Die Liapor-Massiv-Wand kann in jeglicher Form produziert werden und erlaubt es dem Architekten individuell zu planen, ohne Rastermaße einhalten zu müssen. Kabelschächte, Leitungsrohre, Türöffnungen, Bögen sowie viele weitere Aussparungen können direkt im Werk eingebaut werden. Für die nachfolgenden Gewerke auf der Baustelle entfallen aufwändige Schlitz- und Brucharbeiten, was Arbeit, Zeit und damit Kosten spart. Beim Haus Beck wurden auch die Vorrichtungen für die Rollladenkästen in die Planungen miteinbezogen und die Leitungsaussparungen für die komplette Elektro- und Wasserinstallation vorgefertigt.
Haufwerksporiger Liapor-Leichtbeton
Sämtliche Außenwände des Gebäudes bestehen aus geschosshohen, massiven Leichtbetonelementen, die 36,5 Zentimeter stark sind. Die absolut homogene Liapor-Wand kennt keine Wärmebrücken durch Mörtelfugen mehr. Liapor-Leichtbeton zeichnet sich vor allem durch geringes Gewicht, beste Dämmwerte und garantierte Ökologie aus. Trotz hoher Festigkeit lassen sich die Liapor-Massivbauteile leicht und exakt bearbeiten: Bohren, Fräsen, Dübeln, Sägen und Nageln sind völlig problemlos.
Hauptbestandteil des verwendeten, haufwerksporigen Betons LB 2 gefertigt nach DIN 4232 ist Liapor der Sorte 3 mit einem Schüttgewicht von 325 kg/m3. Liapor-Kugeln bestehen aus naturreinem Ton und werden im Liapor-Werk nach sorgfältiger Aufbereitung bei ca. 1.200 °C im Drehrohrofen gebrannt. Dabei verbrennen die gleichmäßig und fein verteilten, organischen Bestandteile des Tons. Die Kugeln blähen sich auf und es entsteht luftporendurch-setzter, keramischer Liapor-Blähton. Die tragenden Innenwände ebenfalls Liapor-Leichtbeton-Elemente haben eine Stärke von 24 Zentimetern. Für sie wurde Leichtbeton LB 15, Rohdichteklasse 1,2 verwendet. Die nichttragenden, 11,5 Zentimeter dicken Innenwände bestehen aus dem Liapor Mauerblock HBL 2.
Optisches Schmuckstück
Baubeginn auf dem 877 Quadratmeter großen Grundstück war im April 2001. Mit Spezialfahrzeugen wurden die ausgetrockneten Wandelemente zur Baustelle transportiert, aufgestellt und exakt miteinander verbunden. Innerhalb von nur vier Wochen stand der komplette Rohbau. Innen und außen wurden die Wände anschließend mit einem mineralischen Putz versehen.
Im Kellergeschoss als Souterrain gestaltet befinden sich die Arztpraxis von Ingrid Beck, eine Küche, Gästezimmer, WC, Heizraum, Vorratsraum und eine Sauna. Das Erdgeschoss bietet auf 107 Quadratmetern genügend Platz für den großzügigen Wohn-Ess-Bereich, eine Küche mit Speisekammer sowie Diele, Gästezimmer, WC und Abstellraum. Schlafzimmer, zwei Kinderzimmer, Bad und Diele sind im Obergeschoss mit seinen 86 Quadratmetern untergebracht. Neben dem Haus befindet sich zudem eine unterkellerte Doppelgarage, auf deren Dach eine Terrasse eingerichtet wurde.
Seit seiner Fertigstellung im Februar 2002 präsentiert sich das Einfamilienhaus der Familie Beck als optisches Schmuckstück. Vor allem die Fassade zum Süden mit den großen Fensterflächen, dem halbrunden Balkon mit Edelstahlgeländer sowie der offenen Gaube mit Verglasung bildet einen interessanten Blickfang.
Abbildungen
Bild 1
Das Niedrigenergiehaus der Familie Beck im schwäbischen Dettingen: Wärmedämmende und wärmespeichernde Fertigwände aus Liapor-Leichtbeton gleichen Temperatur-schwankungen aus und sorgen so für ein Raumklima zum Wohlfühlen.
Foto: Liapor
Bild 2
Sämtliche Außenwände des Gebäudes bestehen aus geschosshohen, massiven Leichtbetonelementen. Hauptbestandteil des haufwerksporigen Betons LB 2 ist Liapor der Sorte 3.
Foto: Liapor
Bild 3
Die Südfassade mit ihren großen Fensterflächen, der halbrunde Balkon mit Edelstahlgeländer sowie die offene Gaube mit Verglasung bilden einen interessanten Blickfang.
Foto: Liapor