Wintergarten ganz aus Glas
Wintergärten erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie Wohnräume erweitern und gleichzeitig eine Verbindung zur Natur schaffen. Ein ungewöhnlicher
Wintergärten erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie Wohnräume erweitern und gleichzeitig eine Verbindung zur Natur schaffen. Ein ungewöhnlicher, experimenteller Wintergarten wurde jetzt in Weimar realisiert: Ganz aus Glas ohne trennende Stützen, mit einer begehbaren Glasdecke, die als Balkon dient.
Größtmögliche Transparenz wünschte sich der Bauherr für seinen neuen Wintergarten, der den massiven Anbau mit darüber liegendem Balkon an einem Wohnhaus aus dem Jahr 1911 ersetzen sollte. Dadurch sollte mehr Licht als bisher in die dahinter liegende, nach Nordosten gerichtete Küche geholt und der Essbereich mit dem angrenzenden Garten verbunden werden.
Das Ergebnis ist eine geometrische schlichte Glaskonstruktion, die die Funktionen Wohnen, Küche und Balkon in eleganter Weise verbindet. Die spezifischen Gegebenheiten des Werkstoffes Glas wurden in allen Bereichen konstruktiv umgesetzt, der Wintergarten hat keinerlei trennende Stützen. So sind neben den selbst tragenden Glaswänden auch die Stützen und die Deckenträger des Balkons aus geklebten Glaselementen gefertigt. Die Außenwände gehen über das Glasdach hinaus und bilden die Balkonbrüstungen. Auch die Tür an der Seitenwand, die in den Garten führt, ist eine rahmenlose Ganzglastür. Stahl wurde nur an zwei Stellen verwendet: Die begehbare Balkonfläche wurde zusätzlich mit Gitterrosten aus Edelstahl belegt, da auch die Deckenelemente aus durchsichtigem Glas sind. Ebenfalls aus Edelstahl ist der am Balkonbrüstungselement angeklebte Handlauf.
Die Glaskonstruktion erhält ihre Stabilität durch die selbst tragenden Wände, die Verklebung der Wände und Deckenelemente, die Kopplung von Trägern und Stützen über örtliche Kontaktpressung und die Anbindung an die vorhandene Konstruktion des Wohnhauses.