Lärmschutzwand "SUPER NOISE REDUCT" mit Reapor
Lärmschutz in Leimen
Anforderungen an Lärmschutzmaßnahmen steigen stetig. Der kontinuierliche Ausbau von Verkehrsnetzen sowie das zunehmende Verkehrsaufkommen erfordern innovative, ökonomisch und ökologisch stimmige Lösungen. An einer Umgehungsstraße entschied sich die Stadt Leimen für das Lärmschutzwandsystem "SUPER NOISE REDUCT" von Heberger System-Bau. Diese Lärmschutzwand besteht aus dem leistungsfähigen Schallabsorber Reapor der Firma Liapor und zeichnet sich durch einen besonders hohen Wirkungsgrad aus.
Die neue Ortsumgehung "Stralsunder Ring" im baden-württembergischen Leimen dient der Entlastung des innerörtlichen Verkehrs und somit einer optimierten Verkehrsführung. Da die Umgehungsstraße auch ein Wohngebiet passiert, war eine Lärmschutzmaßnahme erforderlich. Für die zu errichtende Lärmschutzwand wollte die Stadt Leimen ein absolut ökologisches Produkt. Die Schallabsorberplatte Reapor, die aus dem Blähglas Liaver und damit zu 100 Prozent aus Recyclingglas besteht, erfüllt die hohen Anforderungen der Stadt voll und ganz.
Werkstoff Reapor
Als Grundstoff für Reapor dient das Blähglasgranulat Liaver, das im thüringischen Ilmenau in einem patentierten Verfahren aus Recyclingglas gefertigt wird. In einer Tonne Altglas stecken allein rund 1.500 kWh Schmelzenergie, was dem Energiewert von circa 150 Kubikmetern Erdgas entspricht. Die im Altglas eingebrachte Energie führt Liaver, eine Tochtergesellschaft des Unternehmens Liapor, mit dem gleichnamigen Werkstoff nun wieder einer neuen Nutzung zu: Der Glasbruch wird zunächst fein gemahlen und vermischt. Spezialisierte Maschinen formen das Glasmehl anschließend zu Rohkugeln, die dann den Blähofen durchlaufen.
Das fertige Liaver-Granulat wird in Plattenform gebracht und in einem Ofen zu Reapor versintert. Während des thermischen Prozesses bilden sich Sinterhälse heraus, die für die Beständigkeit und die guten mechanischen Eigenschaften der Reapor-Platten sorgen. Den leistungsstarken Werkstoff Reapor entwickelte die Firma Liapor gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) in Stuttgart.
Da Reapor ausschließlich aus Blähglas besteht, ist es rein mineralisch und faserfrei. Die Rohdichte der Platten beträgt nur 270 kg/m3, die Druckfestigkeit aber 1,2 N/mm2. Feuchteunempfindlichkeit, Temperatur- und Säurebeständigkeit sowie Recycelbarkeit zeichnen diesen Schallabsorber aus. Diese Leistungsfähigkeit qualifiziert Reapor für viele Anwendungen im Schallschutz. Neben dem Einsatz als Schallabsorber und zur Schalldämmung dient das Material auch für den Brandschutz. Reapor wurde das Ökosiegel "Blauer Engel" verliehen.
Schallschutz weit über Norm
Für die "SUPER NOISE REDUCT"-Lärmschutzwand fungiert Reapor als hoch absorbierende, ebene Vorsatzschale. Heberger System-Bau konzipierte diese Lösung mit besonders hohem Wirkungsgrad in erster Linie für die Bahngesellschaften in Europa. Mit einem Absorptionswert von 13 dB übertrifft "SUPER NOISE REDUCT" bei weitem die höchste Stufe der Vorschrift ZTV-Lsw 88 (Mindestwert 8 dB) und erfüllt die hohen Anforderungen der Bahn. Auch die geforderte Luftschalldämmung liegt mit 44 dB über dem Mindestwert von 25 dB. Ein besonderer Vorteil: Reapor erzielt die überdurchschnittliche Schallabsorption bei gleichzeitig glatter Plattenoberfläche und relativ dünner Wandstärke. Profilierungen, die zum Beispiel Verwirbelungen erzeugen können und sich so negativ auf die Aerodynamik auswirken, sind nicht erforderlich.
Bei der Herstellung im Fertigteilwerk werden Betontragschale und Reapor-Paneele direkt zu einer untrennbaren Einheit verbunden. Die 55 Millimeter dicke Reaporplatte erlaubt wesentlich geringere Wandstärken als herkömmliche Betonlärmschutzwände. Das reduzierte Eigengewicht erleichtert den Einbau. Die Forderung der Stand- und Verkehrssicherheit ist durch die massiven Bauteile gewährleistet. Gestalterische Akzente setzt das Variieren von Paneelgröße und -ausrichtung.
Eine Besonderheit in Leimen: Die Wandrückseite erhielt eine Profilierung mit einer Baumrindenstruktur eine besondere technologische Anforderung, da die Lärmschutzwände stehend produziert werden mussten. Insgesamt rund 300 Meter Lärmschutzwand aus Reapor sorgen heute in Leimen für höchste Schallabsorption.
Abbildung
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Die Stadt Leimen stellt hohe Anforderungen an die zu errichtende Lärmschutzwand: "SUPER NOISE REDUCT" von Heberger System-Bau mit dem leistungsfähigen Schallabsorber Reapor erfüllte diese voll und ganz.
Foto: Liapor
Bild 2
Reapor dient als hoch absorbierende, ebene Vorsatzschale und erzielt die überdurchschnittliche Schallabsorption bei glatter Plattenoberfläche und relativ dünner Wandstärke.
Foto: Liapor