Liapor-Leichtbeton für Brandenburgs Justizia
Das neue Land- und Amtsgericht Frankfurt/Oder präsentiert sich als monolithisch konzipierter Entwurf, realisiert mit Liapor-Leichtbeton LB 15 in Sichtbetonqualität. Bereits seit September 2004 sind die Betonarbeiten abgeschlossen, jetzt nehmen die Justizmitarbeiter ihr neues Amtsgebäude in Besitz.
Das neu gebaute Land- und Amtsgericht Frankfurt/Oder ist Teil eines Bauprogramms des Landes Brandenburg für seine Gerichte und Staatsanwaltschaften. Die Berliner Architekten Bumiller & Junkers entschieden sich, sämtliche Fassadenbauteile mit Liapor-Leichtbeton zu verwirklichen.Leichtbeton aus gestalterischen Gründen
Der neue Gebäudekomplex ist im Karree gebaut, wodurch ein quadratischer Innenhof entsteht. Von der Rückseite ragt ein rechtwinkliger Anbau ins Atrium hinein. Den gesamten kompakten Entwurf unterstützt die monolithische Erscheinung des neuen Land- und Amtsgerichts. Dieser architektonische Anspruch an die Fassade ließ sich nur mit Leichtbeton realisieren. Und auch weitere funktionale Anforderungen seitens des Auftraggebers sprachen für diesen Baustoff. "Die skulpturale Gestaltung der Wände wurde erst mit einer einschaligen Konstruktion in Sichtbetonqualität möglich", erläutert Georg Bumiller das architektonische Konzept. "Mit einer mehrschichtigen Vorhangfassade hätten wir die kompakte, monolithische Ästhetik niemals erreichen können. Da die Gestalt der Oberfläche eine entscheidende Rolle spielt, durfte die Wand keine Einschlüsse und Unebenheiten aufweisen."
Das Bürogebäude mit seiner Fassadenkonstruktion aus Leichtbeton erfüllt gleichzeitig eine weitere Anforderung nach flexiblen Raumgrößen. "Die Fassade musste deshalb frequente Anschlusspunkte für die Trennwände bieten", so der Architekt weiter. "Neben einer ästhetisch wenig ansprechenden Rasterfassade schafft das nur eine Fassade aus Leichtbeton." Für die 60 bis 90 Zentimeter starke Fassade des Justizgebäudes wurden insgesamt rund 3.500 Kubikmeter gefügedichter Liapor-Leichtbeton LB 15 verwendet. Dieser Leichtbeton besteht aus Liapor-Blähtonkugeln in der Körnung 2 bis 8 Millimeter, Liapor K-Sand bis 2 Millimeter, Flugasche, Zusatzstoffen und Wasser. Diese Rezeptur bewirkt eine geringe Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,45 W/mK sowie eine Rohdichte von nur 1,2 kg/dm3. Durch seine Zusammensetzung erreicht Liapor-Leichtbeton die Festigkeitsklasse 15 und dies trotz seines geringen Gewichts. Damit verfügt er über die gleiche Festigkeit wie Normalbeton.
Sichtbetonqualität
Den Liapor-Leichtbeton lieferte die Lichtner Beton GmbH & Co. Betriebs KG Berlin aus ihrem Werk Frankfurt/Oder. "Für uns war es die erste Zusammenarbeit mit Liapor und wir sind sehr zufrieden mit dem Endergebnis", erklärt Thomas Crimmann von Lichter Beton. "Mit Liapor als Zuschlagstoff konnten wir die hohen Ansprüche an die Gleichmäßigkeit des Materials am besten realisieren." Stationäre Turmdrehkräne brachten den Baustoff mittels bewegbarer Schüttkübel und Schläuchen direkt in die Schalungen ein. Anschließend verdichteten Innenrüttler den Baustoff. Durch seine gute Fließfähigkeit und Schwindarmut verdichtet sich Liapor-Leichtbeton schnell und bildet eine ebenmäßige Oberflächenstruktur ohne Blasen oder Rauflächen. Deshalb empfahl sich der Baustoff für den Einsatz als Sichtbeton beim Land- und Amtsgericht Frankfurt/Oder. "Gleichzeitig überzeugt die Konstruktion aus Liapor-Leichtbeton durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis", so Georg Bumiller.
Der Neubau des Amts- und Landsgerichts Frankfurt/Oder verfügt über eine Nutzfläche von 6.600 Quadratmetern. Das fünfgeschossige Verwaltungsgebäude bietet damit ausreichend Platz für etwa 240 Beschäftigte. Bei diesem Projekt konnte Liapor-Leichtbeton seine Vielseitigkeit, sein ästhetisches Potenzial und seine flexiblen Möglichkeiten für das konstruktive Bauen unter Beweis stellen. Liapor-Leichtbeton ist in individuell anpassbaren Schütt- und Rohdichten sowie unterschiedlichen Korngrößen lieferbar. Für den Architekten ergeben sich damit viele gestalterische Freiheiten.
Abbildungen
Bild 1
Das neue Land- und Amtsgericht Frankfurt/Oder gestalteten die Berliner Architekten Bumiller & Junkers.
Foto: Liapor
Bild 2
Sämtliche Fassadenbauteile des monolithisch konzipierten Entwurfs bestehen aus Liapor-Leichtbeton.
Foto: Liapor
Bild 3
Wichtig für die skulpturale Gestaltung der Wände: Der Liapor-Leichtbeton LB 15 musste Sichtbetonqualität aufweisen.
Foto: Liapor