Crashtest-Dummies: Very british
Sicherheit in Zügen
Was passiert, wenn zwei Züge frontal aufeinander fahren? Dieser Frage gehen Kinder im Spiel mit Modelleisenbahnen gerne nach. Auf dem Testring des polnischen Eisenbahnforschungszentrums in Zmigrad nördlich von Breslau wird nicht mit Modellen gespielt, hier kracht es richtig! Gezielt und kontrolliert werden Eisenbahn-fahrzeuge zur Kollision gebracht. Die Crashtests sind Bestandteil des Projektes Safetrain der deutschen, französischen und polnischen Bahn. Dabei geht es darum, dass Zugführer und Fahrgäste bei Zusammenstößen nicht verletzt werden. Erheblich härter noch als diese Tests sind allerdings die Versuche und Standards auf der britischen Insel. Hier müssen die Sitze einem ganz speziellen, dynamischen Verfahren standhalten: In ihrer Originalanordnung werden sie auf einen Schlitten montiert, somit kann der frontale sowie der rückwärtige Crashfall simuliert werden. Außerdem werden Crashtest-Dummies der neuesten Generation eingesetzt. Ihre Instrumentierung erfasst die Belastung einzelner Körperteile sowie Art und Ausmaß von Verletzungen. Der Sitzhersteller Grammer, der vor allem im deutschen Markt als Exklusivlieferant für alle ICE-Generationen bekannt ist, liefert bereits seit 2002 Bahnsitze nach England. In Zusammenarbeit mit führenden Instituten hat Grammer optimale Lösungen erarbeitet, um die Vorgaben zu erfüllen und arbeitet bereits an weiter-führenden Konzepten für den Fernverkehr.