Richtungweisendes Konzept für Lkw-Fahrerkabinen / Premiere auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover Zusätzliche Absatzpotenziale im Visier Impulse für den Lkw-Markt
Amberg, 20. September 2006 Zur diesjährigen Leitmesse IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (21.-28. September) präsentiert die Amberger Grammer AG im Konsortium ein völlig neuartiges Konzept für Lkw-Fahrerkabinen. Die Konzeptstudie mit dem Titel MoTIS (Modular Truck Interior System) erinnert an den Innenraum von Wohnmobilen und unterscheidet sich damit grundlegend von herkömmlichen Lkw-Fahrerhäusern. Besonderheit ist die erstmalige Integration eines Wohnbereichs mit vollwertigem Bad und Küche in das Fahrzeug.Grammer führend bei der Entwicklung
An der Realisierung des MoTIS-Projekts sind insgesamt neun Unternehmen beteiligt, darunter das Pforzheimer Innovations- und Designzentrum hymer idc als Design und Konzeptpartner. Die Grammer AG und hymer idc agieren als Konsortialführer, wobei sich Grammer auch auf die Fahrer- und Beifahrersitze konzentriert.
Hohes Marktinteresse vorhanden
Der Serienstart ist für 2007 vorgesehen. Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren bis zu 30 Prozent aller neu zugelassenen Fernverkehr-Lkw mit MoTIS auszustatten. Der neuartige Kabinentyp adressiert in erster Linie Lkw-Hersteller, Spediteure mit größeren Flotten sowie Logistikunternehmen. Zielgruppen-Befragungen vor der IAA-Nutzfahrzeugmesse bestätigten dem Konzept ein hohes Marktinteresse.
Lösung für drängende Herausforderungen des Fernverkehrs
Aus Sicht der Fahrer sind zeitgerechte Lebensbedingungen mit Komfort und ergonomische Arbeitsvoraussetzungen entscheidende Argumente für MoTIS. Für Transportunternehmen bieten sich Vorteile vor allem in den Feldern Wirtschaftlichkeit, Termintreue und Zuverlässigkeit. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die zunehmend schärfere Lenkzeitverordnung, die künftig für Fahrer eine Mindestruhezeit von neun Stunden täglich vorsieht.
Die Ausstattung von MoTIS ermöglicht Ruhepausen, die sich effektiv zur Regeneration nutzen lassen. Dies ist besonders dort von Vorteil, wo nur wenige, teure oder schlecht ausgestattete Rasthöfe vorhanden sind. Parallel werden Schwierigkeiten aufgrund des knappen Parkflächen-Angebots der Raststätten gelöst. In der Bundesrepublik stehen beispielsweise an Rasthöfen lediglich 35.000 Lkw-Parkplätze für die über 1,2 Millionen Lkw zur Verfügung, die tagtäglich unterwegs sind. Mit MoTIS ausgerüstete Fahrzeuge können auf alternative Parkflächen ausweichen, was zeit- und kostenträchtige Wartezeiten reduziert.
Verbesserung der Sicherheit
Nicht zuletzt erhöht MoTIS auch die Sicherheit die des Fahrers ebenso wie die der Fracht. Mit den optimalen Erholungsphasen sinkt das Unfallrisiko aufgrund von Konzentrationsmangel durch Übermüdung. Gleichzeitig bleibt der Fahrer länger beim Fahrzeug, was die zunehmend wertvoller werdende Frachten des Fernverkehrs zusätzlich schützt. Aus Sicht der Transportunternehmen tragen beide Faktoren erheblich zur Wirtschaftlichkeit und Rentabilität des Fahrzeugs bei.
Grammer auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover:
Halle 11, Stand D 22.
Kurzportrait
Die Grammer AG, Amberg, ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Offroadfahrzeuge, Lkw, Busse und Bahnen. Grammer liefert in seinem umsatzstärksten Unternehmensbereich Automotive Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen sowie integrierte Kindersitze an namhafte Pkw-Hersteller und die Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Der zweite Unternehmensbereich Seating Systems umfasst die Segmente Fahrer- und Passagiersitze. Hier ist Grammer im Bereich Fahrersitze sowohl im Erstausrüster- als auch im Nachrüstgeschäft tätig und beliefert namhafte Hersteller von Lkw und Offroadfahrzeugen. Im Segment Passagiersitze bietet Grammer seine Produkte Erstausrüstern und Betreibern von Bahnen und Bussen an. Mit über 8.500 Mitarbeitern in 21 konsolidierten Gesellschaften ist Grammer in 17 Ländern weltweit tätig. Die Grammer Aktie ist im S-DAX vertreten und wird an den Börsen München und Frankfurt, über die elektronische Plattform Xetra sowie im Freiverkehr der Börsen Stuttgart, Berlin und Hamburg gehandelt.