Nebenkosten senken durch energiesparendes Sanieren:
Kölner Niedrigenergiehäuser als Vorbild für Nordrhein-Westfalen
Köln, 29. September 2005. Über 200 Vertreter der nordrhein-westfälischen Bau- und Wohnwirtschaft kommen heute in Köln-Zollstock zusammen, um über neue Wege beim energiesparenden Sanieren zu beraten. Im Mittelpunkt stehen zwei Gebäude der Wohnungsbaugenossenschaft Kölner Gartensiedlung, deren Bedarf an Primärenergie dank innovativer Technik um bis zu 96 Prozent gesenkt werden konnte. Außerdem werden Beispiele aus Castrop-Rauxel und Koblenz vorgestellt. Die Pilotprojekte sind Teil des Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Angesichts der derzeitigen Energiepreissteigerungen rückt das Thema energiesparende Sanierung immer mehr in den Mittelpunkt", sagt Felicitas Kraus, Bereichsleiterin bei der dena. "So sinken nicht nur die Heizkosten. Auch der Wert der Immobilie steigt und die Umwelt wird entlastet. Mit unserem Modellvorhaben wollen wir innovative Vorbilder für die Praxis liefern. Deshalb informieren wir vor allem Architekten, Unternehmer und Handwerker. Und wir laden Eigentümer dazu ein, den Beispielen zu folgen."
Die Kölner Gartensiedlung setzte mit Hilfe des Architekturbüros Gudrun Langmack auf optimale Dämmung, Wärmeschutzverglasung und eine Abluftanlage. Für Heizung und Warmwasser wurden Holzpelletkessel installiert. Solarzellen auf den Dächern und an den Fassaden liefern zusätzlichen Strom. Der Erfolg zeigt sich in den Energiepässen, die die Kölner Gartensiedlung heute für die sanierten Gebäude erhielt: In der Metternicher Straße 35 sank der Primärenergiebedarf um 83 Prozent auf jährlich 38 kWh pro Quadratmeter; in der Vorgebirgsstraße 342/344 um 96 Prozent auf jährlich 26 kWh pro Quadratmeter.
Thomas Meißner, Vorstand der Kölner Gartensiedlung: "Energiesparend sanieren zahlt sich aus. Unsere dreißig beziehungsweise fünfzig Jahre alten Gebäude haben sich in wahre Vorzeigeobjekte verwandelt. Und den Mietern bieten wir modernen Komfort mit deutlich geringeren Nebenkosten."
Um über 100 weitere vorbildliche Sanierungen auf den Weg zu bringen, startete die dena Anfang Mai eine zweite Phase des Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand". Teilnehmen können alle Gebäudeeigentümer, von der Wohnungsbaugesellschaft bis zum Einfamilienhausbesitzer, deren Gebäude vor 1979 errichtet wurden. Sie erhalten von der KfW Bankengruppe neben einer Basisförderung aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm zusätzliche zinsgünstige Darlehen als Modellförderung. Weitere Informationen und Antragsunterlagen zum dena-Modellvorhaben sind unter www.neh-im-bestand.de erhältlich. Für Fragen stehen regionale Partner zur Verfügung. In Nordrhein-Westfalen: Energieagentur NRW (www.ea-nrw.de).