Mit Zink individuelle Akzente setzen

Mit Zink individuelle Akzente setzen

Zink ist ein Material, mit dem ein Architekt Funktionalität und Kreativität in idealer Weise miteinander verbinden kann. Moderne Profiltechnik und handwerkliche Tradition ermöglichen nicht nur großflächige, sondern auch bauteilbezogen wirtschaftlich und gestalterisch gelungene Lösungen. Zink-Accessoires verleihen einem Gebäude die individuelle Note.

Architektonisch herausragende Bauwerke ziehen die Blicke von Passanten auf sich und ragen wohltuend aus dem oft gesichtslosen Einerlei zahlreicher Straßenzüge heraus. Gestaltete Gebäude besitzen zudem ihre eigene Persönlichkeit und bringen mit ihrem Aussehen sowie den eingesetzten Materialien die Lebensphilosophie ihrer Bauherren zum Ausdruck. Die Auswahl von Baustoffen erfolgt nach sehr unterschiedlichen Kriterien. Zwar spielen hierbei wirtschaftliche und technische Aspekte eine wesentliche Rolle, dennoch sind die emotionalen Gründe nicht zu unterschätzen. Mit Baumaterialien sind stets Wertigkeiten verbunden. Zu den assoziativ eher neutralen und wertfreien Werkstoffen zählt Zink. Dieses dünne, blaugrau patinierende Metall wird seit Jahrhunderten eingesetzt und heute mit Nüchternheit und Modernität verbunden. Darüber hinaus steht es für Leichtigkeit und vermittelt damit einen Hautcharakter, der sich durch Detaillierung noch unterstreichen lässt.

Auf Grund ihrer hohen Formbarkeit bieten sich Produkte aus Zink, genauer Titanzink, für ein breites Einsatzspektrum an. Sie können sowohl in Großserie industriell vorgefertigt als auch manuell in handwerklicher Tradition hergestellt werden. Eine nahezu unbegrenzte Gestaltungsvielfalt bietet die - wirtschaftlich interessante - Möglichkeit, industriell vorgefertigte Teile handwerklich zu verändern oder sie zu ergänzen. Hier sind der Phantasie und Kreativität fast keine Grenzen gesetzt.

Das Metall Zink, das bereits in der Antike als Legierungsbestandteil von Messing bekannt war, wurde ab dem 17. Jahrhundert als eigenständi-ger Werkstoff für das Bauwesen entdeckt. Die ohnehin guten Qualitäten des damaligen Bauzinks werden heute durch spezielle Legierungen verbessert. Als Basis verwendet die Rheinzink GmbH & Co. KG , Datteln, Elektrolyt-Feinzink mit einem Reinheitsgehalt von 99,995%, das mit exakt definierten Anteilen von Titan und Kupfer optimiert wird. Diese Zusammensetzung sowie die kontinuierliche Gieß-Walztechnik und eine permanente Qualitätssicherung charakterisieren das Titanzink der Marke RHEINZINK®, das sich durch seine metalltechnologischen Eigenschaften auszeichnet und für die materialtypische Patina sorgt. Dieser zu 100 Prozent recycelbare Baustoff weist eine außergewöhn-liche Langlebigkeit auf und bedarf dabei keinerlei Wartung. Verantwort-lich hierfür ist die sogenannte Patina, die sich mit ihrer blaugrauen Oberflächenwirkung durch die natürliche Bewitterung im Zeitverlauf entwickelt. Für Anwendungen in Bereichen, bei denen bereits von Beginn an das „fertige“ Bild der patinierten Zinkoberfläche gewünscht wird, entwickelte RHEINZINK die Technik der „Vorbewitterung“ mittels eines weltweit einmaligen Beizverfahrens: Farbe und Struktur der sogenannten Oberflächenqualität RHEINZINK® „vorbewittert pro“ gleichen der einer natürlich bewitterten Oberfläche. Da es sich bei dieser „Vorbewitterung“ nicht um eine Beschichtung handelt, werden auch in keiner Weise die elementaren Eigenschaften des Zinks beeinflusst. Gerade für die gestalterisch sichtbar konzepierten Gebäudebereiche empfiehlt sich die Verwendung der „vorbewitterten“ Oberflächenvariate des Werkstoffs RHEINZINK®.

Accessoires aus Zink unterstützen das architektonische Konzept

Typische Anwendungsgebiete von RHEINZINK® sind Fassaden und Dächer. Weniger Beachtung findet der Einsatz dieses Baumetalls, um bei der Gestaltung von Gebäuden wohl geplante Akzente zu setzen.

Hierbei kann es sich beispielsweise um Teile einer Fassadenfläche oder Giebelbekleidungen handeln, die durch horizontal, vertikal oder diagonal verlegte Systeme - z.B. mittels Steckfalzpaneel oder den variablen Stehfalztechniken - strukturiert werden und einem Haus eine optisch reizvolle Lebendigkeit verleihen. Auch können Elemente aus Titanzink eine Putzfassade effektvoll gliedern, die Ausstrahlung von Sichtmauerwerk unterstützen, bei Holzfassaden den nach Feng Shui notwendigen Ausgleich darstellen oder die kühle Sachlichkeit einer Glasfassade unterstreichen. Zu den Neuentwicklungen zählen Garagentore der Firma Belutec, die in unterschiedlichen Varianten mit RHEINZINK® „vorbewittert pro“ bekleidet werden können und das gestalterische Konzept ergänzen.

Balkone, ohnehin meist herausragende Elemente in einer Fassade, erhalten beispielsweise durch Bekleidungen mit den industriell vorge-fertigten RHEINZINK®-Systemen zusätzliche Plastizität. Licht- und Schatteneffekte verändern das Bauteil in Abhängigkeit vom Standort des Betrachters. Bei diesem Einsatzgebiet kommt zudem ein zweiter, sehr wichtiger Aspekt zum Tragen. Weil Abdeckungen oder Beklei-dungen aus Titanzink die konstruktiven Elemente sicher und dauerhaft vor schädigenden Witterungseinflüssen schützen, braucht der Bauherr keine teuren Instandhaltungsarbeiten zu fürchten.

Ein Material mit zwei Funktionen

Gleiches gilt für Dachgauben, Zwerchhäuser und Vordächer. Sowohl bei der Altbausanierung als auch bei neuen Gebäuden bieten Gauben die Möglichkeit, den Wohnraum unter dem Dach zu belichten und zu belüften. In gestalterischer Hinsicht setzen sie entweder die vertikale Gliederung der Fassade im Dach fort oder betonen die Gebäudeachse. Für welche der zahlreichen Gauben- oder Zwerchhausformen sich Planer und Bauherr entscheiden, hängt neben den Vorgaben des Bebauungsplanes in erster Linie von der Architektur des Hauses ab.

Ihre Planung und Ausführung stellt an Architekt und Handwerker beson-dere Anforderungen, denn hier geht es darum, eine Vielzahl von - teilweise sehr komplizierten - Anschlüssen sorgfältig zu planen und handwerklich akkurat auszuführen. Der Einsatz zusätzlicher Materialien schafft weitere Probleme. Für diesen speziellen Anwendungsfall eignet sich Titanzink besonders gut als Bekleidungsmaterial. Zum einen kann dieser Werkstoff hier das Gestaltungsziel des Architekten unterstützen, zum anderen ermöglicht er durch seine nahezu unbegrenzte Formbar-keit saubere und vor allem dichte Anschlüsse. Auch bei Vordächern kombinieren die seit Jahrzehnten bewährten Anwendungstechniken zuverlässige Abdichtung mit individueller Gestaltung - egal ob das Vordach als integrierter Bestandteil eines Neubaus oder bei einem Altbau nachträglich zum Schutz des Eingangsbereichs errichtet worden ist.

Edel wirken auch Dachblenden oder Ortgangbekleidungen aus „vorbewittertem“ RHEINZINK®. Mit ihnen kann ein ansonsten gestalterisch eher zurückhaltendes Gebäude einen ganz besonders eleganten Akzent erhalten. Moderne Profil- und Klempnertechniken ermöglichen es, das Erscheinungsbild eines Hauses individuell zu prägen, stilvoll abzurunden und dem Dach Struktur zu verleihen. Zu den jüngsten Innovationen in diesem Bereich zählt das Vematec-Profilsystem, das die Bekleidung von Dachüberständen mit der Befestigung von Dachrinnen kombiniert. Die Profile, mit denen sich unterschiedlichste architektonische Ideen realisieren lassen, bestehen aus RHEINZINK® „vorbewittert pro“, werden industriell vorgefertigt und ermöglichen eine stirn- und unterseitige Bekleidung ohne sichtbare Befestigung der Rinnenhalter. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie für eine einfache und sichere Montage der Dachrinnen sorgen, den Zeitaufwand erheblich reduzieren und wartungsfrei sind.

Auch Gesims- und Fensterbankabdeckungen können aus Titanzink hergestellt und geformt werden. Ebenso eignet es sich sehr gut für die Bekleidung von Fensterlaibungen. Damit ist einerseits das Mauerwerk vor Witterungseinflüssen geschützt und andererseits lassen sich so weitere kleine, aber durchaus wirksame Akzente setzen.

Technische Einrichtungen als gestaltendes Element

Dachentwässerungen zählen zu den technisch notwendigen Bestandteilen eines jeden Hauses. Sie können entweder als schlichte Notwendigkeit angesehen und lediglich ihrer Funktion entsprechend eingebaut werden. Systeme aus Zink bieten aber auch die Chance, ihre Aufgabe zu erfüllen und gleichzeitig als Gestaltungsmittel eingesetzt zu werden. Generell kann man zwischen sichtbaren und unsichtbaren Lösungen wählen. Sowohl mit der klassischen vorgehängten Rinne als auch mit der Auf-Dach- bzw. Saumrinne können Gebäude und Bauteile horizontal gegliedert werden. Runde oder quadratische Fallrohre ermöglichen eine vertikale Linienführung. Neben dem allgemein bekannten Standardprogramm schaffen zahlreiche Sonderanfertigungen, wie besonders geformte Einlaufstutzen einschließlich dem notwendigen Zubehör kreative Freiräume.

Das gestalterische i-Tüpfelchen von Haus und Dach können mit RHEINZINK® bekleidete Kamine sowie Vorrichtungen für die Be- und Entlüftung sein. Für haustechnische Einrichtungen bietet sich ohnehin der Einsatz eines kühlen, technisch wirkenden Materials an. In Abhängigkeit des gewählten Bedachungsmaterials harmonieren die Zinkbekleidungen der Kamine bzw. die Lüftungsrohre hier entweder mit den Dachprofilen aus Zink oder sie bilden einen angenehmen Kontrast zu den Ziegeln beziehungsweise Dachsteinen. Soll nur der Schornsteinkopf geschützt und gleichzeitig gestaltet werden, dann bieten auch sie - wie Dachblenden oder Ortgangbekleidungen - die Möglichkeit, einer sonst eher zurückhaltenden Architektur eine besondere Note zu verleihen. Die Formbarkeit des Titanzinks erlaubt es auch in diesem Fall, nahezu jede noch so ausgefallene Idee in die Wirklichkeit umzusetzen - bei einem Neubau, aber auch bei einem Altbau.

Im Bereich der Denkmalpflege hat der Werkstoff RHEINZINK® auf Grund seiner Eigenschaften seit langem einen festen Platz einge-nommen. Zahlreiche gelungene Sanierungen belegen dies eindrucks-voll. Weil dieses Material jedoch eher zu den neutralen und wertfreien Werkstoffen zählt, eignet es sich auch für die Modernisierung von Altbauten. Ihre Balkone, Gesimse, Fensterbänke und -laibungen beispielsweise müssen in der Regel saniert werden. Auch hier erfüllen Produkte aus Titanzink zwei Aufgaben: Sie schützen die Bausubstanz und verleihen dem Gebäude ein modernes Aussehen.

Ornamente aus Zink

Nahezu in Vergessenheit geraten ist die Tatsache, dass Ornamente nicht nur aus Stein, sondern auch aus Metall hergestellt werden können. Im 19. Jahrhundert wurden diese Metallornamente zunächst als Einzelstücke oder in Kleinserien von Handwerksbetrieben angefertigt, später in Serie in Fabriken hergestellt. Auch heute noch werden Figuren, Turmspitzen oder Vasen aus Zink entweder als industrielles Produkt oder als individueller Auftrag gefertigt. Wenngleich Neubauten heute nicht mehr mit Vasen oder Figuren verziert werden, ein modernes Metallornament aus Zink kann einem Vordach oder einer Balkonbrüstung und damit dem Haus eine geschmackvolle, eigene Note verleihen.


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