Fassadenbegrünung
Eine interessante Variante gerade für Altbauten ist, die Fassade zu begrünen. Dadurch erhält das Haus eine zweite Hülle, die Schutz vor Kälte, Hitze und Verwitterung bietet und optisch eine Bereicherung darstellen kann. Gras oder Pflanzen an der Fassade nehmen zehn bis 20 Prozent des Staubes un der Abgase aus der Luft auf, dämpfen den Lärm, kühlen im Sommer durch die ständige Verdunstung und produzieren Sauerstoff.
Selbstklimmende Pflanzen klettern direkt am Mauerwerk hoch, wie z.B. die Kletterhortensie, Trompetenwinde oder der bekannte Efeu. Dagegen brauchen Schlinger, Winder, Ranker und Spreizklimmer ein vorgesetztes Gerüst. Wichtig ist, dass Rankgerüst mindestens fünf Zentimer von der Wand entfernt zu montieren, um Metallteile vor Rost und Holzgerüste vor Verrottung zu schützen. Das geht ohne Holzschutzmittel, wenn das Holz nicht den Boden berührt. Rankgerüste sind nicht zu empfehlen, wenn die Fassade beschädigt oder mit Wärmedämmplatten beklebt ist, weil sonst die Triebe in Risse und Fugen zwischen den Platten einwachsen und Schäden verursachen können; außerdem kann die Pflanzenlast zu hoch werden.
Generell sind um die Fassade zu begrünen in erster Linie die Ansprüche der Pflanzen an Helligkeit, Boden und Klima zu beachten.
Die "Wetterseiten" des Hauses nach Norden und Osten sollten mit immergrünen Pflanzen, beispielsweise mit Efeu, bewachsen sein, die das ganze Jahr Schutz bieten. Süd- und Westseite sollten hingegen mit Pflanzen bewachsen sein, die im Winter die Blätter abwerfen und so eine Erwärmung durch die Wintersonne ermöglichen.
Im übrigen benötigt jede Art der Fassadenbegrünung Zeit und ein gewisses Maß an Pflege und Liebe für die Pflanzen.