Rathaus Lüneburg mit modernen Werkstoffen gestaltet
Die alte Salz- und Hansestadt Lüneburg, eine der schönsten Städte Norddeutschlands, ist um einen Glanzpunkt reicher. Das Rathaus, dessen städtebauliche Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückzuverfolgen sind, bereichert nach seiner Renovierung würdevoll die Innenstadt. Bei den unter Aufsicht des Denkmalschutzamtes ausgeführten Arbeiten sollte ein diffusionsoffener Anstrich mit mineralischem Charakter aufgebracht werden. Ursprünglich war geplant, den Altanstrich zu entfernen; doch aus Kostengründen wurde darauf verzichtet. Nach dem Säubern der Fassade folgte ein haftvermittelnder Grundanstrich mit Amphisilan-Grundierfarbe, der eine ideale Verbindung zwischen Untergrund und nachfolgendem Anstrich schafft. Als Renovierungsanstrich für festhaftende Silikatfarben- und matte Dispersions-Anstriche hat sich die Siliconharzfarbe Amphisilan bewährt. Dieses einen Langzeitschutz gegen Fassadenverschmutzung bewirkende Anstrichmittel rundete die Schönheitskur in einem hellen Oxydgelb ab. Ausgeführt wurden die Arbeiten vom Lüneburger Malerbetrieb Cramm, der sich zusammen mit Caparol-Fachmann Herbert Lühmann für den regenabweisenden, hoch wasserdampfdurchlässigen Werkstoff entschied.
Das historische Rathaus blickt auf eine lange Geschichte zurück: Auf der Stadtansicht von Daniel Frese aus dem Jahr 1611 ist die Rathausfassade in ihrer gotischen Gestaltung zu erkennen. Als 1703 nach einem Sturm der Einsturz der fünf Türme drohte, wurde die Fassade nach den Plänen von Stadtbaumeister Georg Schulz umgestaltet. Bei einer weiteren baulichen Veränderung in den Jahren 1868/69 durch Stadtbaumeister Eduard Maske entschied man sich, die Strenge aufzugeben und der Fassade ihr jetziges Aussehen zu verleihen.
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