Fassadensanierung am Arbeitsamt München
12 km Fugenband illbruck illmod 600:
Fassadensanierung am Arbeitsamt München
Langlebig und pflegeleicht, aber reich gegliedert so wollte die Bundesanstalt für Arbeit (BA) die Fassade des Arbeitsamts in München. Die hinterlüftete Klinkerfassade mit Sichtbetonelementen ist in der Fläche auch nach 20 Jahren noch intakt. Massive Probleme hingegen gab es bei den Anschlussfugen: Die Ausblutung bituminöser Bestandteile und nahezu gänzliche Loslösung der Anfang der achtziger Jahre eingesetzten Bänder von den Fugenflanken war nicht nur unansehnlich, sondern gefährdete auch die Funktion der Fassade. Die damals eingesetzten Bänder aus PU-Weichschaumstoff und teerartigen Inhaltsstoffen hielten der Bewitterung und den Bauteilbewegungen besonders auf der Süd- und Westseite des Gebäudes nicht stand. Dadurch konnte Schlagregen in hohem Maße in den Fassadenzwischenraum eindringen und die Dämmung aus Mineralfaser durchnässen. Neben der Herabsetzung des aus heutiger Sicht ohnehin unzureichenden Wärmeschutzes wurden weitere Feuchtigkeitsschäden befürchtet. Darum entschloss sich die BA zur Sanierung der 20.000 m² Fassadenfläche mit einer gesamten Fugenlänge von 12.000 m und Fugenbreiten von 10 bis 50 mm. Die starke horizontale und vertikale Gliederung der Fassade sowie die Notwendigkeit von Bewegungsfugen, welche die thermische Ausdehnung der Klinkervormauerung auffangen, führt zu einer großen Fugenlänge im Verhältnis zur Gesamtfläche.
Zehn Jahre Gewährleistung gefordert Das Architekturbüro Jung + Splanemann in München übernahm die Bestandsanalyse und definierte die Sanierungsaufgabe: Die auf Beton- und Klinkerflächen deutlich sichtbaren, ölig-bituminösen Ausblutungen mussten beseitigt und die Fugenflanken gereinigt werden. Anschließend sollte eine neue, möglichst dauerhafte Fugenabdichtung erfolgen. Die BA stimmte zu, die Abdichtung mit vorkomprimierten Dichtungsbändern vorzunehmen, für die Architekt Ulrich Jung bereits in seiner ersten Stellungnahme eine Gewährleistungsdauer von zehn Jahren forderte. Dem öffentlichen Teilnahmewettbewerb folgte ein Vergabeverfahren mit eingeschränkter Teilnehmerzahl. Die beteiligten Unternehmen wurden aufgefordert, ihre Systeme vor Ort zu testen, um eine realistische Kalkulation vornehmen zu können. Wir gingen anfangs davon aus, einzelne Fassadenabschnitte an mehrere Bieter zu vergeben, erklärt Architekt Jung, um trotz der gewaltigen Dimension des Vorhabens eine überschaubare Bauzeit einhalten zu können.
Auf Dauer schlagregendicht Aber den Zuschlag bekam letztlich doch ein einzelner Bieter: Die Firma Bautenschutz Felber GmbH, Wegscheid und München, ist lizenzierter Verarbeiter der illbruck Abdichtungssysteme und konnte mit Hilfe der bautechnischen Fachberatung des Leverkusener Unternehmens eine überzeugende Sanierungslösung entwickeln. Diese sah eine Fugenabdichtung mit dem vorkomprimierten und imprägnierten Dichtungsband illmod 600 vor, für das illbruck die geforderte Funktionsgarantie von zehn Jahren gewährt. Zudem kann das verarbeitungsfreundliche, vorkomprimierte Schaumstoff-Dichtungsband mit einseitiger Selbstklebung schnell und witterungsunabhängig in die Fuge eingebracht werden. Die Abdichtung mit illbruck illmod 600 ist schlagregensicher bis 600 Pa (fremdüberwacht durch die MPA Bau Hannover seit 1995) und gleichzeitig dampfdiffusionsoffen. Schädliche Wechselwirkungen zwischen dem Band und den Fassadenbaustoffen Beton, Klinker oder Aluminium des Arbeitsamts kommen nicht vor. Vorteile gegenüber anderen Abdichtungen bot illbruck illmod 600, das in den Farben anthrazit und grau angeboten wird, auch aus gestalterischer Sicht: ein optisch sauberes Fugenbild sowie die Möglichkeit, die Bewegungsfugen klar von den Fugen innerhalb des Klinkerverbands abzuheben.
Bauzeitverkürzung um rund vier Monate Besondere Herausforderung dieses Vorhabens war die rationelle Reinigung der zu großen Teilen ölig verschmierten Fassade. Nachdem das alte Fugenmaterial mit einem Antihaftmittel behandelt und mit Fugenschneidern per Hand herausgetrennt worden war, wurden die verschmutzten Bereiche mit einem modernen Hochdrucksystem gereinigt. Es verfügt über einen geschlossenen Wasserkreislauf und kann vom Gerüst aus bedient werden. Durch dieses schnelle und umweltfreundliche Verfahren entfiel das umständliche Handling der üblicherweise verwendeten Bürsten und Wasserauffangschalen. Nach der Reinigung und kleineren Reprofilierungsarbeiten konnte das Dichtungsband eingebracht werden. Damit dies weitgehend unabhängig von den jeweils herrschenden Temperaturen vonstatten gehen konnte, wurden die von illbruck auf die Baustelle gelieferten Bandrollen in einem klimatisierten Baucontainer bei circa 15 °C zwischengelagert der idealen Verarbeitungstemperatur für illbruck illmod 600. Außerdem begannen die Sanierungsarbeiten im zeitigen Frühjahr an der Südfassade, damit im Sommer an den weniger sonnenexponierten Flächen weiter gearbeitet werden konnte. Während der gesamten Bauphase begleitete ein illbruck Anwendungstechniker den Fortgang der Arbeiten und legte zusammen mit Architekt und Unternehmer die Details für den jeweils anstehenden Sanierungsabschnitt fest. So konnten in Drei-Tages-Schritten Fassadenabschnitte von 400 bis 800 m² saniert werden. Die gesamte Bauzeit wurde von geschätzten elf Monaten auf sieben reduziert.
Fazit Dank des schnellen, kostengünstigen Reinigungsverfahrens und der zügigen Einbringung von 12.000 m illbruck illmod 600 konnten 20.000 m² Fassadenfläche des Arbeitsamts in München innerhalb kürzester Zeit saniert werden. Die reinen Baukosten beliefen sich insgesamt auf 665.000 Euro brutto. Die Sanierung stellte die optische Wertigkeit und die Funktion der Klinker-Sichtbetonfassade wieder vollkommen her. Größte Sicherheit für alle Beteiligten des Bauvorhabens bedeutet die Gewährleistung von 10 Jahren, die illbruck auf die Abdichtung mit illmod 600 bei fachgerechter Ausführung durch einen lizenzierten Verarbeiter bietet. Auf Wunsch begleitet illbruck die Durchführung von Bauvorhaben von der Ausschreibungs- und Planungsphase bis zur Fertigstellung. Die Funktionsgarantie von zehn Jahren wird dem Bauherrn nach Abnahme ausgestellt.
Daten:
Bauherr: Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg
Nutzer: Arbeitsamt München
Planung und Bauleitung: j ung splanemann, Architekten + Ingenieure, München
Ausführender Betrieb: Felber Bautechnik GmbH, Wegscheid und München
Dichtungsband: illbruck illmod 600
Sanierte Fassadenfläche: 20.000 m²
Baukosten: 665.000 Euro brutto