Neubau eines Förderzentrums für hirngeschädigte Kinder, Oberföhring
Lebensfrohe Farbtupfer
Bunte Fassade aus Glas / RPM Architekten gestalten Neubau
Mit dem zweigliedrigen Neubau des Schul-, Internats- und Förderzentrums für hirngeschädigte Kinder erhält München-Oberföhring jetzt einen besonderen Farbtupfer: Bunte Glaspaneele (StoVerotec Glas) an den Fassaden der beiden Solitäre erzeugen mit kräftigen Farben eine heitere Atmosphäre für die Schüler.
Das konduktive Förderzentrum in der Oberföhringer Straße leuchtet schon aus der Ferne. Grün und blau schimmern die lichtdurchlässigen Fassadenflächen; gelb, orange und rot die opaken Teile des Gebäudes. Um den begrünten Pausen- und Spielhof gruppieren sich im Sockelgeschoss Schul- und Förderräume sie sind untereinander und mit den Freiflächen niveaugleich (also barrierefrei) verbunden. Darüber erheben sich jeweils an den Enden zwei solitäre Baukörper, die das Ensemble in die angrenzende Villenarchitektur einbinden. Hier arbeitet die Verwaltung und liegt das Wohnheim für zwei Fördergruppen. Eine Terrasse und eine Rasenfläche auf dem Dach des Sockelgeschosses stellen den Bezug zur Natur her.
Leicht und sicher
Die leuchtende Glasfassade verbindet Ästhetik mit Wärmeschutz: Das vorgehängte hinterlüftete Fassadensystem StoVerotec Glas besteht aus leichten Blähglasgranulat-Trägerplatten und werkseitig appliziertem Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG). Damit auch bei Glasbruch keine Splitter herab fallen können, sind die Komponenten vollflächig verklebt. So ist das System auch in stoßgefährdeten Bereichen einsetzbar.
Das Glas der Paneele mit der Maximal-Größe von 1,25 x 2,60 Metern lässt sich verspiegeln, mit Siebdruck realisieren oder farbig gestalten. Montagefertig, d. h. auf Maß geschnitten, kommen sie auf die Baustelle und werden auf Agraffen in eine Aluminum-Unterkonstruktion eingehängt. Damit bleiben die Halterungen der Bauteile unsichtbar. So entsteht ein harmonisches Fassadenbild. Die durchgängige Glasoberfläche fasst die Pfosten-Riegel-Abschnitte mit Isolierverglasung und die geschlossenen Fassadenbereiche überzeugend zu einem Ganzen zusammen, erläutert Heinrich Maluche von der Architektengruppe RPM.
Bautafel
Objekt: Konduktives Förderzentrum, München-Oberföhring
Bauzeit: 2003 / 04
Bauherr: Stiftung Pfennigparade, München
Architekten: RPM Architekten, GmbH, München
Fassaden: Kombination von Pfosten-Riegel-Fassaden mit z.T. farbig folierter Isolierverglasung und farbigen StoVerotec Glas-Elementen auf den geschlossenen Flächen