Stadtwerke in Heilbad Heiligenstadt: Modernes Erscheinungsbild

Stadtwerke in Heilbad Heiligenstadt: Modernes Erscheinungsbild

Datum: 17.03.05
Kategorie: Presseinformation
Verfasser: CREATON AG

Ein Neubau kam für das Gebäude der Stadtwerke in Heilbad Heiligenstadt nicht in Frage. Deshalb sanierte man das bestehende Gebäude und baute einen neuen Eingangsbereich an. An der Fassade kam das keramische System „TONALITY“ von CREATON zum Einsatz.

DDR-typisches“ Gebäude

„Das Haus wurde seinerzeit als ‚DDR-typisches‘ Gebäude errichtet“, so Dipl.-Ing. Reinhard Brodmann vom Architektenbüro Aring aus Heilbad Heiligenstadt, „mit einem Mischmauerwerk aus Hohlblock-, Ziegel- und Betonsteinen.“ Die Planer entwickelten das Gebäude als Garagenkomplex, dicht an den Nach-bargebäuden. Genutzt wurde das Gebäude zu DDR-Zeiten als Lager und Garagenkomplex. Kurz nach der Wende zogen die Stadtwerke in die umfunktionierten Gebäude ein.

Vor drei Jahren fiel die Entscheidung, dass die Stadtwerke an dieser Stelle ihren endgültigen Sitz behalten sollen. Dies war zugleich der Startschuss für die Planung der Sanierung. Vom Konzept her sollte das Gebäude aufgewertet und funktional umgestaltet werden. Insbesondere wollte man natürlich auch das „DDR-typische“ Erscheinungsbild verändern. Auch in Sachen Wärmeschutz, Brandschutz und Schallschutz sollte das Gebäude auf den Stand der Technik gebracht werden.

Keramik passte ins Umfeld

Bei der Fassade entschieden sich Planer und Bauherr für einen Kombination aus Wellaluminium und Keramik. „Wir wollten dem Gebäude ein modernes Erscheinungsbild geben. Mit dieser Kombination ist uns dies sehr gut gelungen“, so Reinhard Brodmann. „Und mit der Keramikfassade passt sich das Gebäude nun besonders gut in das bauliche Umfeld ein, da in dieser Gegend Ziegel das typische Material sind und das Bild dominieren.“ Dass man mit „TONALITY“ ein keramisches Fassadensystem von CREATON wählte, liegt nicht nur an den guten Erfahrungen, die das Architekturbüro mit Produkten dieses Anbieters gemacht hat. „Uns war auch wichtig, einen Hersteller aus der Region ins Spiel zu bringen – und CREATON betreibt drei Werke in Thüringen, nämlich im nahen Großengottern.“

Gebäudehohe Hinterlüftung

Bei diesem Fassadensystem wird das Prinzip einer vorgehäng-ten, hinterlüfteten und wärmegedämmten Fassade angewandt. Sie sorgt dafür, dass die einzelnen Bauteilfunktionen der Außenwand konsequent getrennt werden. Die tragende Wand übernimmt die statischen Lasten, die Wärmedämmung liegt auf der Außenseite. Die Fassaden-Unterkonstruktion leitet das Eigengewicht der Fassade über die tragende Wand in den Gebäudesockel ab. Durch das Systemprofil entsteht ein Freiraum für die gebäudehohe Hinterlüftung zwischen Wärmedämmung und Ziegelfassade. So können aus dem Gebäude diffundierende Feuchtigkeit und Kondensat sicher abgeleitet werden. Wärmedämmung und Unterkonstruktion bleiben dadurch trocken und funktionsfähig.

Unempfindliches Material

Gebrannte Tonziegel haben sich seit Jahrhunderten bewährt. Ihr großer Pluspunkt: ihre Dauerhaftigkeit. Sie sind unempfindlich gegenüber aggressiven Umwelteinflüssen. Auch Verschmutzung und Bewitterung verändern die Außenansicht der Gebäude selbst nach vielen Jahrzehnten nicht. Selbst ohne besondere Maßnahmen behalten die Ziegelfassaden ihr Äußeres über Jahrzehnte hinweg. Dank Farbbeständigkeit und Selbstreinigungseffekt der Tonziegel entstehen nur geringe Wartungskosten. Das Material lässt sich zudem ohne schädliche Rückstände recyceln.

Fassadenziegel lassen sich einzeln ersetzen

Als „gestaltbare Außenhaut“ ist das System praxisgerecht auf moderne Architekturaufgaben zugeschnitten. Als Ziegelgröße wählte man 400 x 200 mm, als Farbe Toscana. Der Unterbau des Systems erfordert dank der Konstruktion und des geringen Eigengewichts nur wenige Haltepunkte. Das reduziert den Aufwand für die Auslassung und das Setzen der Bohrlöcher erheblich. Die „TONALITY“-Ziegel wurden auf den senkrechten Tragschienen ohne weitere Hilfskonstruktionen sicher eingehängt und nicht verschraubt. Dieser rationelle Systemaufbau sorgte für kurze Montagezeiten und einen schnellen Baufortschritt. „Uns war besonders wichtig, dass sich mechanisch beschädigte Ziegel einfach und schnell ersetzen lassen – und zwar einzeln“, betont der Architekt. „Dadurch bleibt die Fassade flexibel.“ Profile verhindern die Bewegung und damit das Klappern der Fassadenziegel.

Repräsentatives Gebäude

Das sanierte Gebäude der Stadtwerke Heiligenstadt GmbH unterstreicht, dass sich eine keramische Fassade sehr gut mit anderen Materialien – in diesem Fall mit Wellaluminium – kombinieren lässt. Zudem macht Keramik auch aus älteren, optisch unansehnlichen wieder repräsentative Gebäude.


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