Eigenheim besticht durch außergewöhnliche Ziegelfassade
Harmonisches Zusammenspiel zwischen dem Jahrtausende alten Baustoff Backstein und moderner Architektur demonstriert einmal mehr das Generationenhaus der Bauherren-Familie Oberlack in Glienicke vor den Toren Berlins. Die Fassade aus gelb, blau-bunt geflammtem Objektziegel Spandau aus dem Sortiment der A·K·A Ziegelgruppe Peine steht dabei in optischem Einklang mit Formensprache und zeitgemäßem Satteldach aus Titanzink. Ein rundum ungewöhnliches Haus, so die Auffassung der stolzen Besitzer.
Bei der Objektplanung für die 6-köpfige Familie stand das Fassadenmaterial von vornherein fest. Als gebürtige Norddeutsche, erläutern Anette und Hans Oberlack, wissen wir um Wirtschaftlichkeit und dauerhaften Witterungsschutz eines zweischaligen Ziegelsichtmauerwerks. Auf diese Vorgabe und den Raumbedarf vor allem der vier Kinder wurde das Konzept des Hauses abgestimmt. An den Vorschlag des Berliner Architekten, Ascan Tesdorpf, das Satteldach mit Titanzink auszuführen, mussten wir uns allerdings gewöhnen. Doch nach eingehender Diskussion konnten wir uns seinem Argument, ein Metalldach sei ein auch zur Backsteinfassade durchaus passendes Bauelement, anschließen.
Was sich heute als gelungenes Gesamtensemble darstellt, hat jedoch enorme familieninterne Entscheidungsabläufe in Gang gesetzt. Wichtig für die Bauherren war die sorgfältige Auswahl des Backsteins sowohl in Textur als auch in Farbigkeit. Es wurden Kataloge aller Anbieter im Markt gewälzt, Ausstellungen besucht und Sortimente geprüft. Bei den Recherchen stießen die Bauherren auf den Backstein-Leporello von A·K·A , der in praktischer Form die gesamte Breite des Sortiments nebeneinander stellt. Am besten gefiel uns der Backstein Spandau mit dem warmbunten Farbspiel und der aus dem Wasserstrichverfahren resultierenden Oberfläche. Die gewünschte lebendige Ausstrahlung der Fassade war somit gewährleistet, so Oberlack. Doch auch das Format musste entschieden werden. Denn die jeweilige Ziegelgröße bestimmt im Kontext mit den Fugen die spezielle Wirkung in der Wand. Von dem zunächst favorisierten kleinen Dünnformat riet Architekt Tesdorpf wegen der Farbgebung ab. Bei einem zweistöckigen Haus mit hoher Wand bestehe die Gefahr, dass Backstein und Fugennetz zu unruhig wirkten. Ein größeres Normalformat mit weniger Fugenanteil stehe für mehr Ruhe und eine schönere Ausstrahlung.
Original-Musterziegel Spandau sowie die von A·K·A Außendienstberater Andreas Richter veranlasste Lieferung einer Musterpalette zu Rohbaubeginn mit anschließender Aufmauerung von zwei Probeflächen vertiefte die Sicherheit der Entscheidung. Dabei wurden die Musterflächen mit unterschiedlicher Fugenfarbe ausgeführt und ein anthrazitfarbener Fugmörtel bestimmt. Auf unserer Suche nach einem Ansichtsobjekt mit gleicher oder ähnlicher Fassade entdeckten wir im Berliner Stadtteil Frohnau ein Haus aus den 30er Jahren. Die reizvolle Optik des Farbenspiels bestärkte uns zusätzlich in der Richtigkeit unserer Auswahl, betont der Hausherr.
Der jetzt fertig gestellte Neubau im Konzept eines Generationenhauses mit ausgebautem Dachgeschoss und zwei Wohnebenen steht mitten in einem Wohngebiet. Der Gebäude-Riegel des L-förmigen Grundrisses reicht 4,50 Meter in den Garten hinein. Das zur Gartenseite auskragende Metalldach bietet geschützte, zusätzliche Spiel- und Lebensräume bei Balkon und Terrasse. Insgesamt besitzt das Gebäude zwei Gesichter: Zur Straßenseite wirkt die Fassade kompakt, dominiert von dem die Sonne reflektierenden Metalldach. Zum Süden hin öffnet sich das Haus zu dem mit alten Apfelbäumen bestandenen Garten und holt dank breiter Fensterfronten die Natur ins Haus. Auch bei der Gestaltung der Holzfenster hat die Bauherren-Familie auf Farbigkeit gesetzt: sie wählte einen blauen, weichen Pastellfarbton und gab dem Haus damit einen individuellen I-Punkt. Der in der Fassade sichtbar bleibende Backstein Spandau bestimmt nicht nur das Erscheinungsbild des Hauses. Die zweischalige Wandkonstruktion ist zudem widerstandsfähig und trägt maßgeblich zu dauerhaftem Witterungs-, Schall- und Wärmeschutz bei. Ein robustes und ehrliches, aber auch ein außergewöhnliches Haus, so die Bauherren abschließend