Altbausanierung schafft Tausende Arbeitsplätze
26 Millionen Altbauwohnungen energetisch nicht auf dem neuesten Stand / 200.000 neue Jobs möglich
Frankfurt. Bis zu 200.000 Arbeitsplätze können in Deutschland entstehen, wenn die
Altbausanierung noch gezielter gefördert würde, so der Geschäftsführer des Verbandes der
Fenster- und Fassadenhersteller (VFF) Dr. Thomas W. Büttner am Rande einer
Klimaschutzkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin. Neben der Wärmedämmung im
Wand- und Deckenbereich und sparsamen Heizungsanlagen könne das Energiebauteil
Fenster dazu beitragen, den Energieverbrauch in den 26 Millionen Altbauwohnungen kräftig
zu senken. Zusätzlich zu den bewährten Förderinstrumenten der KfW seien weitere
Anreizprogramme wünschenswert. Dabei sollte nach Meinung des Verbandes auch eine
modifizierte Eigenheimzulage für Energie einsparende Baumaßnahmen im Bestand erwogen
werden.Durch gezielte politische Förderung der Gebäudemodernisierung kann der Krise in der Bauwirtschaft sinnvoll begegnet und gleichzeitig der Klimaschutz vorangetrieben werden, so Büttner. Der VFF
bewertet die Konzepte, die im Rahmen der Klimaschutzkonferenz vorgestellt wurden, als äußerst positiv.
So sei die Absichtserklärung von Bündnis 90/Die Grünen, die Mittel für die Gebäudesanierung bis zum Jahr 2006 zu verdoppeln, ein Schritt in die richtige Richtung. Ziel ist die energetische Sanierung des
gesamten Gebäudebestandes in den nächsten 40 Jahren. Durch die arbeitsintensive energetische
Sanierung lassen sich Tausende Arbeitsplätze schaffen, das ist auch für den Fenstermarkt ein wichtiger
Impuls, erklärt Büttner. Langfristig werde die finanzielle Förderung der Gebäudemodernisierung dabei
zum volkswirtschaftlichen Selbstläufer die Ausgaben refinanzieren sich durch höhere Steuereinnahmen
und geringere Zuschüsse an die Bundesagentur für Arbeit.