Chancen des Emissionshandels nutzen

Chancen des Emissionshandels nutzen

dena baut Klimaschutz-Projektpool in der Ukraine auf

Berlin, 23. November 2005. In der Ukraine kommt Bewegung in die Umsetzung des Kyoto-Protokolls. Die Verabschiedung der gesetzlichen Regelungen, mit denen die rechtlichen Grundlagen für Joint Implementation –Projekte (JI) geschaffen werden, soll beschleunigt werden. Die Ukraine bietet große und bislang noch nicht erschlossene Energieeffizienzpotenziale, die sich sehr gut für deutsch-ukrainische JI-Projekte eignen. Diesen interessanten Markt will die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) mit einem deutsch-ukrainischen Projektpool erschließen.

In Zeiten steigender Preise für CO2-Emissionsberechtigungen werden die im Kyoto-Protokoll vereinbarten Instrumente wie Joint Implementation (JI) immer attraktiver für deutsche Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen reduzieren müssen. Bislang aber fehlt es in der Ukraine noch an ausreichendem Know-how, potenziell erfolgreiche Projekte zu identifizieren, genehmigungsfähig aufzubereiten und mögliche Investoren zu akquirieren.

Ziel des neu entstehenden Projektpools ist es, deutsch-ukrainische Kooperationsstrukturen und einen Angebotsmarkt für entsprechende JI-Projekte aufzubauen. Deutsche Unternehmen sollen damit besser und einfacher wirtschaftlich rentable CO2-Zertifikate erwerben können, die sie für den EU-Emissionshandel nutzen können. JI-Maßnahmen, wie sie im dena-Projektpool gebündelt werden, können nicht nur die klimaschädlichen Treibhausgase reduzieren, sondern gleichzeitig einen Technologieschub in der Ukraine mit innovativer Technik "Made in Germany" initiieren.

In Kiew veranstaltete die dena Anfang November ein Auftakttreffen, das ukrainische Projekteigner und Behörden die Vorteile gemeinsamer JI-Projekte vorstellte. In einem ersten Schritt werden jetzt auf staatlicher Ebene die Genehmigungsverfahren bilateral aufeinander abgestimmt, damit klare Kriterien entstehen an denen sich zukünftige Projekteigner und Investoren orientieren können. Mindestens 10 Projekte aus den Bereichen Energieeffizienz und regenerative Energien sollen bis März 2006 gefunden, vorgeprüft und mit den entsprechenden Investoren in die Wege geleitet werden.

Die so genannten projektbasierten Mechanismen wie Joint Implementation ermöglichen es Unternehmen durch Investitionen in ausländische Klimaschutzprojekte Teile ihrer eigenen CO2-Reduktionsverpflichtungen zu erfüllen. Besonders in den mittel- und osteuropäischen Staaten können die Unternehmen ihre CO2-Emissionen viel kostengünstiger senken als in Deutschland.

Die Entwicklung des deutsch-ukrainischen JI-Projektpools wird durch das KfW Transform Programm gefördert.

Pressekontakt:

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Stella Matsoukas, Chausseestraße 128a, 10115 Berlin

Tel: +49 (0)30 72 61 65-657, Fax: +49 (0)30 72 61 65-699, E-Mail: matsoukas@dena.de, Internet: www.dena.de


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