THS und dena realisieren Modellprojekt für energetisches Sanieren:
90 Prozent weniger Energieverbrauch für Altbauten in Castrop-Rauxel
Castrop-Rauxel, 19. Mai 2005: In Castrop-Rauxel entsteht ein Musterbeispiel für energiesparendes und klimafreundliches Wohnen im Altbau. Die Treuhandstelle GmbH (THS) und die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) präsentieren heute gemeinsam mit Bürgermeister Johannes Beisenherz und Ministerialrat Joachim Seeger vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen vier Häuser in der Sachsenstr. 31/33 und Westerholtstr. 45/47, die derzeit mit innovativer Technik modernisiert werden. Das Sanierungsvorhaben ist Teil des bundesweiten dena-Modellprojekts Niedrigenergiehaus im Bestand. Nach Abschluss der Arbeiten, der für Herbst 2005 vorgesehen ist, wird der südliche Teil des Karree-Ensembles aus dem Jahr 1929 knapp 90 Prozent weniger Energie verbrauchen.
Prof. Karl-Heinz Petzinka, Geschäftsführungsvorsitzender der THS: Die THS-Unternehmensgruppe verfügt über vielfältige Erfahrungen im Bereich der energetischen Betrachtung und Analyse von Be-standsgebäuden und setzt diese bereits seit Jahren auch mit innovativen Ideen im haustechnischen Bereich um. Dieser Ansatz gehört zum ökologischen Gesamtverständnis der THS und ist einer der Gründe, warum wir das erste deutsche Wohnungsunternehmen sind, dessen Umweltmanagementsys-tem nach europäischer Norm zertifiziert wurde.
Bei der Sanierung setzt die THS auf eine so genannte Nahwärmelösung. Die vier Gebäude werden über einen gemeinsamen Gas-Brennwertkessel versorgt. Solarkollektoren liefern 75 Prozent der Energie für die Erwärmung des Wassers und 10 Prozent der Heizenergie. Hinzu kommen optimale Dämmstoffe, Dreischeibenverglasung und eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung, die die Energiebilanz weiter verbessern. Die THS-Tochterfirmen THS Consulting GmbH und Skibatron sind für die technische Realisierung und die messtechnische Begleitung verantwortlich.
Ute Czylwik, zuständige Projektleiterin der dena: Die sanierten Altbauten von Castrop-Rauxel stellen selbst Neubauten in den Schatten. Der Energiebedarf von 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt um 70 Prozent unter den zulässigen Höchstwerten für vergleichbare Neubauten. Dieser Erfolg soll Beispiel sein für die ganze Region. Denn zurzeit werden die Energiesparpotenziale bei Sanierungen zu wenig ausgeschöpft.
Im Anschluss an die Präsentation treffen sich Architekten, Planer, Handwerker sowie Vertreter von Fachbetrieben und Wohnungsbaugesellschaften aus der Region und diskutieren über die Erfahrungen aus dem Modellprojekt.
Um weitere vorbildliche Sanierungsvorhaben auf den Weg zu bringen, startete die dena Anfang Mai eine zweite Runde ihres Modellprojekts. Teilnehmen können alle Privateigentümer und Unternehmen, deren Gebäude vor 1979 fertig gestellt wurden. Die zugelassenen Projekte erhalten von der KfW Ban-kengruppe neben einer Basisförderung zusätzliche zinsgünstige Darlehen als Modellförderung in Höhe von 50 bis maximal 250 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
Weitere Informationen und Antragsunterlagen zum dena-Modellprojekt unter:
www.neh-im-bestand.de und www.zukunft-haus.info
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czylwik@dena.de
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