Das Büro zu Hause: Stromeffizient arbeiten
Die Initiative EnergieEffizienz informiert: Durch richtiges Abschalten von Computer & Co können Verbraucher jährlich bis zu 38 Euro an Stromkosten sparen.
In vielen privaten Haushalten zählen Bürogeräte wie PC, Monitor und Scanner bereits zum Standardinventar. Immer mehr Verbraucher nutzen darüber hinaus DSL-Anschlüsse für schnelle Internetverbindungen. Die Initiative EnergieEffizienz gibt Tipps, wie sich unnötiger Stromverbrauch am Arbeitsplatz zu Hause vermeiden lässt. Die Zahl der Bürogeräte in deutschen Privathaushalten wächst: Drucker, Scanner, CD-Brenner und externe Modems sind immer häufiger in den privaten Arbeitszimmern vorzufinden. Laut Angabe des statistischen Bundesamtes besitzen bereits mehr als die Hälfte aller privaten Haushalte (60 Prozent) einen Computer.
Wird das Büro zu Hause nicht stromeffizient betrieben, kann dies Verbraucher teuer zu stehen kommen. Oft wird vergessen: Auch im Stand-by-Modus ziehen Elektrogeräte weiter Strom. Besonders externe Modems werden meist nicht bedacht. So ergab eine Befragung der Initiative EnergieEffizienz, dass 59 Prozent der befragten DSL-Kunden ihre Geräte nicht richtig ausschalten. Allein durch richtiges Abschalten des DSL-Modems können pro Jahr 8 Euro eingespart werden. Setzen Verbraucher zum Anschluss mehrerer Computer einen DSL-Router ein, erhöht sich das Einsparpotenzial sogar auf bis zu 20 Euro pro Jahr.*
Der richtige Schalter: Gerade die Installation eines DSL-Anschlusses können Verbraucher zum Anlass nehmen, nicht nur die DSL-Geräte wie DSL-Modems, DSL-Router oder Hubs, sondern auch den Computer und alle genutzten Zusatzgeräte wie Monitor, Lautsprecher und Scanner gemeinsam an eine schaltbare Steckdosenleiste anzuschließen. Mit einem Knopfdruck lassen sich so bequem alle Geräte vollständig vom Netz trennen. Die Initiative EnergieEffizienz empfiehlt: Nicht nur nach getaner Arbeit, sondern auch in längeren Arbeitspausen sollten Computer & Co. eine Ruhepause gegönnt werden. Das entlastet den Geldbeutel und schont die Umwelt. Wer Computer und Zusatzgeräte konsequent richtig abschaltet, kann jährlich rund 18 Euro einsparen.* Durch ein sinnvoll konfiguriertes Power Management (Energie-verwaltung) des PC ergeben sich weitere Einsparungen. Mehr dazu auf der Internetseite der Initiative EnergieEffizienz.
Wie viel Strom die eigenen Bürogeräte zu Hause tatsächlich verbrauchen, können Verbraucher selbst ermitteln: Mit einem Strommessgerät, das zwischen Netzstecker und Steckdose geschaltet wird, lässt sich der Stromverbrauch leicht messen. Diese Strommessgeräte sind in Elektro-Fachgeschäften und Baumärkten erhältlich oder können kostenlos bei den lokalen und regionalen Energieversorgern und Verbraucherzentralen ausgeliehen werden.
Weitere Tipps und mehr Informationen zum Thema Energieeffizienz sind unter www.initiative-energieeffizienz.de und über die kostenlose Energie-Hotline 0800 0736 734 erhältlich. Die Initiative EnergieEffizienz ist ein Bündnis für effiziente Stromnutzung in privaten Haushalten. Ziel ist, die CO2-Emissionen zu mindern und damit zum Klimaschutz beizutragen. Träger der Initiative sind die Verbände der Energiewirtschaft (VDEW, VRE, VKU) und die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena). Gefördert wir die Initiative von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA).
* Den Einsparpotenzialen liegt eine Beispielrechnung der Initiative EnergieEffizienz zugrunde.
Annahme Beispielrechnung: Computer, DSL- und Zusatzgeräte sind drei Stunden pro Tag in Betrieb und bleiben nach Herunterfahren des Computers im Stand-by-Modus. Angenommene Stromkosten 0,15 Euro pro Kilowattstunde (kWh).
a) DSL-Modem: 7 Watt x 21h x 365 Tage x 0,15 Euro/kWh = 8,05 Euro
b) DSL-Modem & Router: 17,5 Watt x 21h x 365 Tage x 0,15 Euro/kWh = 20,12 Euro
c) Computer & Zusatzgeräte: 15,5 Watt x 21h x 365 Tage x 0,15 Euro/kWh = 17,82 Euro
Dies ergibt bei einer Kombination von b) und c) einen unnötigen Stromverbrauch von ca. 38 Euro im Jahr. Durch richtiges Abschalten kann dieser Betrag gespart werden.
Inhaltliche Fragen beantwortet:
Annegret-Cl. Agricola
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
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