Stralsund – liebenswertes „Venedig des Nordens

Stralsund – liebenswertes „Venedig des Nordens

Stralsund als „Venedig des Nordens“ gehört zu den schönsten Hansestädten an der deutschen Ostseeküste. Die fast rundum von Wasser umgebene und unter Denkmalschutz stehende Altstadt besitzt mit ihren drei mächtigen Backsteinkirchen, dem stolzen Rathaus, den Klöstern und unzähligen Wohn- sowie Kaufmannshäusern vom Mittelalter bis zum Klassizismus eine unglaubliche Fülle an historischen Bauten. Dieses wertvolle Stadtdenkmal zu erhalten, altstadtverträglich zu erneuern und mit neuem Leben zu erfüllen, haben sich die Stadtväter auf ihre Fahnen geschrieben. Dazu leistet auch die A·K·A Ziegelwerke GmbH & Co KG, Peine, einen wesentlichen Beitrag: Akzeptierte Kompetenz in Fragen des Denkmalschutzes und ein in Modell und Farbgebung auf die Erhaltung geschichtsträchtiger Gebäude ausgerichtetes Angebotsprogramm werden bei der Altstadterneuerung von Stralsund auf überzeugende Weise wirksam: eine Vielzahl von Objekten – vom reizvollen Giebelhaus bis zu Klosteranlagen und Hallenkirche – zeigt sich wieder unter neuen Dächern aus Peine. Ausschlaggebend für die originalgetreue Restaurierung sind nach Auffassung der Denkmalpflege stets „größtmögliche Authentizität bei der Materialentscheidung“. Das gilt vor allem für Dachumdeckungen, so dass auch neu verlegte Ziegel mit noch funktionierenden, jahrhundertealten, handgestrichenen Ziegelflächen hervorragend harmonieren können. Vorwiegend besteht die Dachlandschaft in Stralsund aus der typischen Hohlziegel-Deckung in naturrot. Deshalb wird auch zumeist der Hohlziegel – aber originalgetreu ohne Falz – für die Erneuerung eingefordert.

Auflagen, die A·K·A problemlos erfüllen kann. Denn als Marktführer im Bereich Hohlziegel bietet der Keramikspezialist mit den Hohlziegel-Modellen Typ Wittenberg und Typ Algermissen als Kurz- und Langschnitt speziell auf die jeweiligen Belange der Denkmalpflege abgestimmte Problemlösungen. Neben naturrot werden auch Farbspiele in altbrand-rot sowie werkseitige Sortierungen zur Restaurierung eingesetzt. Diese Oberflächen passen zum Erscheinungsbild der umgebenden Dachflächen und unterstützen die noch bessere Einbindung des neuen Daches in bestehende Flächen. So findet man in der Hansestadt Hunderte liebevoll restaurierte Häuser...

Beispielsweise das 1256 erstmals erwähnte Heilgeistkloster im Hafengebiet. Direkt an die dreischiffige gotische Hallenkirche schließt sich das ehemalige Spital an. Kleine Fachwerkhäuser und das lang gestreckte, ehemalige „Elendenhaus“ sind auf dem Klostergelände entlang einer kleinen Straße positioniert und bilden mit den Hauptgebäuden einen nahezu geschlossenen Komplex. Zur originalgetreuen Umdeckung des Spitals wurden in Abstimmung mit der Denkmalpflege altbrand-rote Hohlziegel eingesetzt. Die niedrigen Klosterhäuser erhielten eine Deckung aus naturroten Hohlziegeln. Im Zusammenwirken mit den teils kräftigen Putz- und Fachwerkfassaden ist ein optisch sehr reizvolles Ensemble entstanden.

Nicht minder gelungen zeigt sich die Renovierung des Klosters „St. Jürgen am Strande“ im Herzen von Stralsund. Der 3-geschossige Putzbau erhielt vor fast 200 Jahren seine heutige spätklassizistische Fassadengestaltung mit Putznutung, Gurtgesimsen und floraler Stuckornamentik unter den Obergeschoss-Fenstern. Diesem Kloster eingegliedert wurde schon damals das anschließende zweigeschossige Eckgebäude. Den Dreiecksgiebel auf der Schmalseite ziert ein Relief des Drachentöters St. Georg bzw. St. Jürgen. Das gut einsehbare, gestufte Satteldach besitzt fünf unsymmetrisch angeordnete Schleppgauben. Die Eindeckung aus naturroten Dachziegeln steht in reizvollem Kontrast zur hell geputzten Fassade.

Auf der anderen Straßenseite, direkt gegenüber, wirkt ein dreigeschossiges Giebelhaus im warmen Rostton wie ein attraktiver Blickfang in der Häuserzeile: Der geschwungene Giebel ist mit einem gesprengten Aufsatz bekrönt. Im Inneren des Hauses befindet sich nach Angaben der Denkmalpflege eine Stuckdecke aus der Zeit um 1700. Die Kellersubstanz datiert aus dem 13. Jhd. und belegt den mittelalterlichen Kern des Hauses. Die rund 320 m2 großen Dachflächen, die durch den schönen Giebel von der Straße her fast verdeckt werden, sind mit naturroten Hohlziegeln im Langschnitt eingedeckt.

Eine besondere Touristen-Attraktion ist das heutige Deutsche Meeresmuseum, installiert in der aus Backstein erbauten, dreischiffigen Hallenkirche des Dominikaner Klosters St. Katharinen. Gemäß der Museumspläne erfolgte bereits vor 30 Jahren die aufwändige Sanierung und Rekonstruktion der Hallenkirche sowie der Einbau der benötigten Stabwerkskonstruktion. Damit entstanden über 2000 m2 Ausstellungsfläche. Exponat-Ensembles und Einzelobjekte wurden einfühlsam in die frühgotische Hallenkirche eingefügt. Das umfangreiche Aquarium fand seinen Platz in den Kellerräumen und in Teilen des Außenbereichs. Das Meeresmuseum präsentiert sich als gelungene, einzigartige Verbindung moderner naturwissenschaftlicher Ausstellungen mit historischer Architektur. Zur Sanierungsmaßnahme zählte auch das Dach der Katharinenhalle, das mit naturroten Hohlziegeln eingedeckt wurde und sich heute wieder harmonisch in die umgebende Dachlandschaft einfügt.

Insgesamt stellt die Hansestadt Stralsund mit rund 500 Einzeldenkmalen allein in der Altstadt und dem heutigen Erhaltenszustand ein einzigartiges städtebauliches Denkmal der Hansezeit dar. Grund genug für die Unesco die Altstädte von Stralsund und Wismar zum Welterbe zu erheben. Neben den herausragenden Bauwerken und den Giebel- sowie Kaufmannshäusern überzeugte in Stralsund vor allem die zu großen Teilen über die Jahrhunderte erhaltene, mittelalterliche Parzellierung der Baublöcke. Mitverantwortlich für die Einhaltung der Grundrisse war nicht zuletzt das Lübische Baurecht mit seiner Baufluchtvorschrift. Diese wurde bereits damals hauptsächlich festgelegt, um „Behinderungen im Straßenverkehr zu vermeiden“. Schon älteste Überlieferungen schreiben vor, dass „wer sein Haus neu aufbauen will, zum Rathaus gehen soll, um sich dort Maß und Schnur zu holen. Diese soll er dann an die Straße anlegen und danach bauen.“ In dieser Rechtsordnung liegt wohl der wichtigste Faktor für die tradierte Unveränderlichkeit des mittelalterlichen Stadtbildes von Stralsund....


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