Pultdächer harmonieren wie selbstverständlich zu moderner Architektur
Höhenversetzte, geneigte Dachflächen thematisieren zeitgemäße Formensprache / Aus Einfamilien- und Wohnhausbau nicht mehr wegzudenken / Dachziegelpalette bietet die für Neigung und Struktur erforderlichen Modelle / Keramische Elemente für dauerhaft sicheren Pultdachabschluss / Interessante Dachraum-Innenarchitektur
Ohne Dach ist ein Haus kein Haus. Das Dach schützt vor Sonne, Schnee und Regen. Es bestimmt entscheidend Gestalt und Aussehen des Gebäudes, prägt gewachsene Landschafts- und Ortsbilder. Je nach vorherrschenden Wetterbedingungen haben sich in der Vergangenheit vielfältige landschaftstypische Dachformen entwickelt - Giebel- und Satteldach, Zelt- und Walmdach, Krüppelwalm- und Mansarddach und das Pultdach. In welchem Konzept auch immer, gedeckt mit Dachziegeln aus gebranntem Ton bietet das Dach seinen Bewohnern optische Schönheit und dauerhafte Sicherheit.
Neben dem Sattel- und Walmdach avancierte das Pultdach zu einer der beliebtesten Gestaltungsform des geneigten Daches. Seine Bezeichnung ergibt sich nach Informationen der Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach e.V., Bonn, aus der einseitigen, geneigten Dachfläche, ähnlich eines Schreib- oder Stehpultes, die unten durch die Traufe und oben durch den Pultabschluss begrenzt wird. Eigentlich ist das Pultdach eine uralte Bauform. Zunächst wurde es überwiegend in einfachen Bauten verwendet, später auch an Großbauten. In Verbindung mit der senkrecht aufragenden Hauswand kann gerade die einfache Pultdachform zu einer großartigen Architektur erwachsen, wie dies zahllose gebaute Beispiele beweisen.
Heute hat sich das Pultdach im Wohnungsbau, aber auch im Verwaltungs- und Schulbau durchgesetzt. Sehr oft werden bei der Dachgestaltung Pultdächer kombiniert, d.h. Pultdachflächen werden in Höhe und Seite versetzt angeordnet. Durch diese meist gestalterisch perfekte Lösung weist das Gebäude zwei eigenständige Schrägflächen auf. Höhenversatz, kontrastierende Wandflächen und breite Ortgänge tragen zusätzlich zur optischen Trennung der vollkeramischen Pultdächer bei. Doch auch das einfache, "echte" Pultdach und das versetzte Pultdach sind alternative Gestaltungsformen. Bei zusammengesetzten Dächern können Pultdachflächen auch an aufgehenden Bauteilen enden. Die Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach empfiehlt Pultdachneigungen von 20-45°.
Detailmäßig stellt nur der Pultabschluss eine Sonderlösung dar, während die Traufe wie bei anderen Dachformen auch auszuführen ist. Der Pultdachabschluss wird mit entsprechenden Pultdachelementen, die im Programm jedes Dachziegelherstellers enthalten sind, wirtschaftlich und dauerhaft funktionssicher ausgeführt. Zur Lüftung des Pultdaches muss der gesamte Luftstrom von Traufe zu First fließen. Damit der Luftstrom ungehindert bleibt, muss an beiden Öffnungen der gleiche Lüftungsquerschnitt vorgesehen werden - also mindestens 200 cm2/m oder 2 % der Dachfläche. Stößt das Pultdach an aufgehende Bauteile, so muss auch hier der Lüftungsquerschnitt vorhanden sein.
"Man braucht keine Argumente für das keramische Pultdach. Der Architekt plant diese Form, weil er sie gestalterisch will", betont die Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach. Gerade im modernen Einfamilien- und Wohnhausbau ist das Pultdach nicht mehr wegzudenken, thematisiert es optisch doch Parallelität und klare Linienführung der zeitgemäßen Architektur. Und: Das zur Verfügung stehende Produktprogramm der Dachziegelhersteller bietet die für die jeweilige Neigung und Struktur des Daches erforderlichen Ziegelmodelle. Auch für den Innenraum bringt ein Pultdach Vorteile: Es eröffnet Raumgewinn und zusätzliche Belichtungsmöglichkeiten, die Möblierung wird vereinfacht, durch Emporen sind moderne Innenraumlösungen möglich, die zu einem noch attraktiver gestalteten Wohnen im Dachgeschoss beitragen.
Informationen rund ums Dach aus Ziegeln:
Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach e.V., Schaumburg-Lippe-Straße 4, 53113 Bonn, Fax: 0228/9 14 93 30, E-Mail: info@ziegeldach.de oder im Internet: www.ziegeldach.de.