Wenig hilft viel
Der Pflege und Modernisierung von Heizungsanlagen wird in Deutschland noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Und das, obwohl hier hinsichtlich Komfort und Energieeinsparung viel zu machen ist. Schon der Austausch alter Heizkörper samt Thermostatventile gegen neue kann die Heizkosten deutlich senken. Alle acht bis neun Jahre darf es hierzulande im Durchschnitt ein neues Auto sein; kaufentscheidend sind dabei oftmals nicht die Mängel des alten, sondern die Vorzüge des neuen Autos. Was die Heizung im eigenen Keller angeht, ist die Investitionsfreude der Deutschen deutlich geringer. So lange die Heizung für Wärme im ganzen Haus sorgt, wird ihr selten die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. Häufig wird erst dann investiert, wenn die Anlage Zeichen von Altersschwäche zeigt. Und das kann dauern: Die Lebenserwartung eines Kessels liegt in der Regel bei rund 20 Jahren, die von Heizflächen und Armaturen bei etwa 25 Jahren. Dabei ist die Heizung mit über 75 Prozent des Energieverbrauches in Privathaushalten der Bereich, wo sich veraltete Technik am stärksten auswirkt und wo bei laufenden Kosten am wirkungsvollsten gespart werden könnte. Die aktuell hohen Energiepreise haben zu einer Sensibilisierung bei Eigentümern und Bauherren geführt; das Interesse an Funktionsweise und Nutzen moderner Heiztechnik ist gestiegen. Häufig beschränkt sich dies jedoch auf den Wärmeerzeuger. Welches Potenzial die vergleichsweise günstigere Modernisierung von Heizflächen und Armaturen bietet, wird dabei vernachlässigt.
Die Kosten einzelner Modernisierungsmaßnahmen mit vergleichbarem Nutzen unterscheiden sich deutlich: Um ein Prozent Energie einzusparen, müssen zum Beispiel in einem Reiheneckhaus, Baujahr 1986, über 600 Euro für Wärmeschutzfenster eingesetzt werden; für die Modernisierung des Kessels läge die Summe für die gleiche Energieersparnis bei rund 150 Euro. Würden neue Niedertemperatur-Heizkörper mit modernen Thermostatventilen installiert, betrügen die Kosten etwa 100 Euro.
Die Regelung ist zwar die kleinste Komponente in diesem Zusammenspiel, ihr kommt jedoch wesentliche Bedeutung zu. Denn je feinfühliger der Thermostat arbeitet und je schneller er auf Temperaturveränderungen reagiert, desto effizienter und komfortabler ist das Gesamtsystem.
Der Vorzug neuer Thermostate, wie dem RAW von Danfoss, besteht vor allem in ihrer Voreinstellbarkeit. Das bedeutet: Sie legen von vornherein fest, wie viel Heizwasser nötig ist, um einen Raum bestimmter Größe auf Wunschtemperatur zu bringen. In einem Wohnzimmerheizkörper kann der Unterschied zwischen alten, nicht voreingestellten und neuen Thermostatventilen bis zu 150 Liter Heizwasser pro Stunde ausmachen. Da kommen schnell vergeudete Heizkosten von 20 bis 30 Euro pro Raum und Jahr zusammen. Die durch die Voreinstellung angepasste Durchflussmenge vermeidet außerdem lästige Durchflussgeräusche und erlaubt den Einsatz kleinerer, stromsparender Heizungspumpen.
Neue Thermostatventile mit Voreinstellung lassen sich jedoch nicht nur in Verbindung mit einem neuen Heizkörper installieren. Statt eines Komplettaustausches können ältere Danfoss-Ventilgehäuse mit voreinstellbaren Ventileinsätzen auch nachgerüstet werden - ganz ohne Demontage des Heizkörpers. Zum Abschluss werden neue Fühlerelemente in aktuellem Design angebracht. Sie bieten eine moderne Optik und sind gut handhabbar.
Neue Heizkörper bieten häufig nicht nur Zusatznutzen - zum Beispiel einen integrierten Spiegel -, sondern heizen auch besser und sparsamer. Kürzere Aufheizzeiten und eine effiziente Regelung machen es möglich. Moderne Thermostatventile tragen dazu maßgeblich bei. Foto: Danfoss
siehe auch: Danfoss GmbH