Holzfenster der Zukunft
Auftaktveranstaltung des ift Rosenheim
am 29. Mai 2001 im KUKO Rosenheim
Die Vorphase des Forschungsprojekts Holzfenster
der Zukunft Innovation für Industrie und Handwerk
im Bereich der Holzfensterproduktion, das heißt die
Analyse der Untersuchung der
branchenübergreifenden Innovations- und
Wertschöpfungspotenziale wurde im März 2001
durch das Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) genehmigt. Projektträger ist das
Forschungszentrum Jülich GmbH, BEO, in Berlin;
ausführende Forschungsstelle ist das ift
Rosenheim in Kooperation mit einer großen Zahl an
Projektpartnern aus Wirtschaft, Instituten,
Verbänden und aus der Forschung.Die Auftaktveranstaltung des ift Rosenheim fand
am 29. Mai 2001 im Kultur- und Kongresszentrum
Rosenheim statt. Bei der Veranstaltung setzten die
Projektteilnehmer in kleinen Arbeitsgruppen die
entscheidenden Akzente für das weitere Vorgehen.
Die Vorphase des Projektes hat eine Laufzeit von
12 Monaten und ein Projektvolumen von ca.
1,2 Millionen DM. Die Förderquote mit nahezu 80 %
spiegelt das hohe Interesse des Ministeriums wider,
der Holzfensterbranche mit ihren rund 80 000
Beschäftigten zu einer Renaissance zu verhelfen.
Holzfenster der Zukunft Auftaktveranstaltung des ift
Rosenheim am 29. Mai 2001 im KUKO Rosenheim
In den letzten 30 Jahren konnte sich in der BRD der
Fensterbedarf von 12 auf 24 Millionen Einheiten
erhöhen, der Anteil der Holzfenster verringerte sich
dagegen; es konnten nicht einmal die absoluten
Verkaufszahlen gehalten werden. Von ehemals gut
50 % Marktanteil im Jahr 1971 fiel dieser auf einen
Anteil von nur noch 24 % im Jahr 2000 mit Trend
zum weiteren relativen und absoluten Rückgang.
In dieser Vorphase wird eine fundamentale Analyse
aller am Holzfensterbau beteiligten Bereiche
durchgeführt. Als Untersuchungsschwerpunkte
wurden die folgenden Arbeitsfelder festgelegt:
Fabrikanalyse,
Werkzeug- und Maschinenbauanalyse,
Marktanalyse,
Wissensanalyse,
Prozessanalyse,
Analyse geeigneter Projektpartner für das
Hauptprojekt,
Projektierung, Umsetzung und
Gebäudeintegration.
Oberste Prämisse ist eine ganzheitliche
Betrachtung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Nur eine bezahlbare Lösung mit den benötigten und
gewünschten Eigenschaften verspricht im Markt
Erfolg. Diese Forderung wird ergänzt durch
mögliche und aktuelle Wertschöpfungs- und
Innovationspotenziale im Umfeld der einzelnen
Gebäudeaufgaben. Nicht das billige sondern das
seinen Preis werte qualitativ hochwertige
Holzfenster ist das Ziel.
Deshalb müssen Einsparpotenziale ermittelt aus
den Fabrik- und Prozessanalysen genauso
berücksichtigt werden wie die Potenziale beim
Einsatz neuer Konstruktionen und Materialien. Am
Ende der Vorphase des Forschungsvorhabens
steht eine Klassifizierungsmatrix, die allen
Projektbeteiligten ermöglicht, sich das auf ihre
Holzfenster der Zukunft Auftaktveranstaltung des ift
Rosenheim am 29. Mai 2001 im KUKO Rosenheim
individuellen Bedürfnisse abgestimmte Holzfenster
zusammenzustellen. Die Vorphase schafft hierfür
mit ihren breit angelegten Analysefeldern,
beispielsweise der alle Facetten umfassenden
Wissens- und der detaillierten Marktanalyse, den
Grundstock.
Diese elementare Aufgabe ist nur zu bewältigen,
wenn alle Kräfte aus Forschung, Wirtschaft und
Politik zum Nutzen des Holzfensters
zusammenarbeiten. Als institutionelle Projektpartner
sind bisher die folgenden Forschungseinrichtungen
beteiligt:
Wilhelm-Klauditz-Institut, Braunschweig (WKI),
Institut für Holztechnologie, Dresden (ihd),
Prof. Dr.-Ing. J. Milberg Institut für
Produktionstechnik, München (ifp),
Prof. H. Köster, Fachhochschule Rosenheim
(FHR),
Gesellschaft für Konsumforschung, Nürnberg
(GfK),
Holzforschung Austria, Wien (HFA).
Die Einbeziehung von weiteren Projektpartnern ist
jedoch, wenn es die Aufgabe erfordert, sowohl in
der Vorphase als auch im Hauptprojekt jederzeit
denkbar. Das Projekt wird von einer großen Zahl
von Interessensgruppen und Verbänden unterstützt.