60 Milliarden Euro für neue Heizungen und bessere Hausisolation
Rund 2,5 Millionen oder 17 Prozent der privaten Eigentümer von Wohnhäusern und Eigentumswohnungen in Deutschland, die ihre Immobilie auch selbst bewohnen, wollen in den nächsten fünf Jahren ihre Heizung modernisieren. Mindestens 2.500 Euro wollen sie dafür jeweils ausgeben. Das hat eine neue repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts forsa zum Thema Energiesparen und Modernisieren ergeben, die die Bausparkasse Wüstenrot in Auftrag gegeben hat.Die überwiegende Mehrheit der Haushalte hat auch schon genauere Vorstellungen, wie viel sie ausgeben wollen. Danach liegt der Betrag für die neue Heizung meist bei mehr als 1,7 Millionen Haushalten zwischen 5.000 und 20.000 Euro. Für die absehbaren Investitionen ergibt sich laut Wüstenrot eine Gesamtsumme von fast 30 Milliarden Euro.
Bei der Wahl der Energieträger gewinnen feste Brennstoffe zu lasten von Gas und vor allem Öl wieder an Boden. Viele Investoren hatten sich zwar noch nicht endgültig entschieden, so dass Mehrfachnennungen zugelassen wurden. Immerhin überlegen jedoch fast 40 Prozent unter ihnen, zukünftig mit Holz, Presslingen (Pellets) und anderen letztlich eher traditionellen Energieträgern zu heizen. Bei den jüngeren Hausbesitzern liegt der Anteil noch deutlich höher.
Neben der Heizungsmodernisierung plant derselben Umfrage zufolge fast ein Fünftel der befragten Hausbesitzer das entspricht rund 3 Millionen Haushalten in den nächsten fünf Jahren zusätzlich andere Maßnahmen zum Energiesparen. Dazu zählen beispielsweise vor allem die Wärmedämmung, der Einbau einer Solaranlage oder neue Fenster. Dabei wurden auch Investitionssummen unter 2.500 Euro erfasst. Ausgaben von 5.000 bis 20.000 Euro erreichen hier einen Anteil von immer noch mehr als der Hälfte der entsprechenden Pläne. Hochgerechnet ergibt das eine weitere Investitionssumme von knapp 33 Milliarden Euro.
siehe auch: Wüstenrot