Die private Wohnimmobilie von morgen: Soziale Trends
bestimmen Preisentwicklung für das Eigenheim
Neue Anforderungen an Wohnraum durch sozialen und ökonomischen
Wandel / Deutscher Immobilienmarkt wieder im Aufwind / Sicherheit und
private Altersvorsorge Motive für ImmobilienerwerbDie eigenen vier Wände stehen mit 79 Prozent nach wie vor ganz oben auf der
Wunschliste der Deutschen und gelten traditionell als eine der beliebtesten
Anlageformen.
Aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus und der ständigen Diskussionen
um die Eigenheimzulage erscheint es sinnvoll, sich den Traum vom Eigenheim
schon heute zu erfüllen. Die derzeitige Baisse im Immobilienmarkt hat allerdings
dazu geführt, dass die Wohnimmobilie als Wertanlage gegenüber anderen
Anlageformen an Attraktivität verloren hat. Hinsichtlich demographischer und
gesellschaftlicher Veränderungen stellt sich für jeden privaten Immobilienbesitzer
-und solche, die es werden wollen- die zentrale Frage, wie sich der Bedarf sowie
die Preise weiter entwickeln werden.
Mit dem privaten Wohnimmobilienmarkt von morgen beschäftigt sich eine
volkswirtschaftliche Studie der Allianz Gruppe (Allianz Lebensversicherungs-AG,
Allianz Sachversicherungs-AG, Allianz Dresdner Bauspar AG, DEGI-Research
und Dresdner Bank AG).
Neue Lebensentwürfe verzögern Immobilienerwerb
Bislang besteht in Deutschland ein sehr traditionelles Verhältnis zum Eigenheim:
In jungen Jahren wird gespart, im mittleren Alter gebaut oder gekauft, den Rest
des Lebens mietfrei gewohnt und schließlich die Wertsteigerung vererbt.
Hauptmotive für Immobilienbesitz sind Sicherheit, z.B. vor Mietsteigerungen,
Rentabilität und die private Altersvorsorge.
Doch neue Lebensentwürfe sowie ökonomische Unsicherheiten führen zu
geänderte Anforderungen an Wohnraum und dämpfen die Bereitschaft zum Kauf
einer Immobilie. Beruflich wird heute ein tendenziell höherer Anspruch an
Flexibilität und Mobilität gestellt, erläutert Thomas Beyerle, Leiter DEGIResearch.
Zudem befindet sich auch das soziale und familiäre Umfeld im
Wandel: Spätere Familiengründung, ein steigender Anteil nicht-ehelicher
Gemeinschaften, mehr Single-Haushalte oder Patchwork-Familien brechen den
traditionellen Kreis des Eigenheimerwerbs auf.
Pressemitteilung 2
Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass bei jüngeren Haushalten (Altersgruppe 30-
40 Jahre) der Immobilienkauf stagniert. Ich kann gegenwärtig nicht
längerfristiger planen oder Eine eigene Immobilie stellt in meiner aktuellen
Situation einen Bremsklotz dar später gerne, jetzt noch nicht, so die gängige
Meinung der Befragten. Hingegen treten in den Altersklassen über 45 Jahren
und vor allem bei den über 60zig Jährigen überdurchschnittlich viele Käufer für
Wohneigentum auf. Zwar wird der demographische Wandel in der näheren
Zukunft nicht dazu führen, dass der Bedarf an Wohnraum absolut sinkt. Es wird
aber bereits in absehbarer Zeit deutlich mehr Haushalte mit Mitgliedern von über
65 Jahren geben, prognostiziert David Milleker, Volkswirt der Allianz Gruppe.
Die räumlichen Mobilitätsanforderungen an die jüngere Generation führen zu
einer höheren Fluktuation der Wohnimmobilien, insbesondere in den
Ballungszentren. Dies wird auch ein größeres Maß an Preisschwankungen nach
sich ziehen. Somit sind Lage und Bodenpreis zunehmend die entscheidenden
Kriterien für den Wiederverkaufswert, während die Ausstattung des Objekts an
Bedeutung verliert. Schon heute gilt, dass Wohneigentum in guten sowie
innerstädtischen Lagen weitgehend wertstabil ist.
Wohnimmobilien wieder im Aufwärtstrend
Ein weiterer Schwerpunkt der Allianz-Studie beschäftigt sich mit der
Preisentwicklung von Wohneigentum. Nach Meinung der Allianz-Volkswirte
resultiert die derzeitige deutsche Immobilienbaisse aus dem Vereinigungsboom.
Nach der deutschen Wiedervereinigung entstand ein erheblicher
Nachholbedarf an qualitativ hochwertigem Wohnraum, der durch neu aufgelegte
Wohnungsbauförderungsprogramme hohe Investitionen nach sich zog. Bezogen
auf Demographie und Kaufkraft, schoss die Bautätigkeit allerdings über das
erforderliche Maß hinaus und dämpft bis heute die Preise, erläutert David
Milleker die Baisse.
Inzwischen sind die Investitionen in den privaten Wohnungsbau seit einigen
Jahren rückläufig. Neben dieser allgemeinen Entwicklung, zeichnen sich
allerdings auch positive Phänomene ab: Wohneinheiten mit mehr als fünf
Zimmern befinden sich eindeutig im Aufwärtstrend. Weiterhin ist eine steigende
Wohnfläche pro Kopf zu verzeichnen. Darüber hinaus erhöhen anhaltend
steigende Mieten bei konstanten Verkaufswerten die Rentabilität von
Wohnobjekten in guten Lagen. Das nach wie vor steigende Mietniveau ist ein
Indikator für eine Knappheit an Wohnraum, der aus schwachen Bauaktivitäten
resultiert. Dieser Entwicklung werden sich auch die preislichen Perspektiven des
Eigenheims früher oder später anpassen. Denn steigende Mieten machen die
eigenen vier Wände wieder attraktiver.
Auch die allgemeine Befürchtung, dass Immobilienpreise auf Grund der
rückläufigen Bevölkerungszahl ins Trudeln geraten könnten, wird sich laut der
Studie nicht bestätigen. Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von zwei
Personen, wird sich die Zahl der Haushalte bis 2020 weiter erhöhen und erst ab
dem Jahr 2040 unter das heutige Niveau sinken.
Pressemitteilung 3
Dies spricht auch nachfrageseitig für eine Trendwende bei der preislichen
Bewertung von Wohnimmobilien. In Zukunft wird eher die Lage anstatt der
Ausstattung der Immobilie den Preis bestimmen.
Eigenheim wichtiger Baustein zur privaten Altersvorsorge
Grundsätzlich bewerten die Allianz-Volkswirte die zukünftige Entwicklung des
deutschen Immobilienmarktes positiv. Wohneigentum wird weiterhin eine
geeignete Anlageform bleiben, auch und gerade als Baustein für die private
Altersvorsorge, rät Thomas Beyerle. Potentiellen Häuslebauern empfehlen die
Allianz- und Dresdner Bank-Experten früh für Immobilien anzusparen. Weiterhin
besteht auch für Altbesitzer die Notwendigkeit, Rücklagen für Renovierungen
und wertsteigernde Erweiterungen zu bilden.
Allianz-Gruppe: Komplettanbieter für Immobilienkunden
Die Allianz-Gruppe sieht sich als Partner und Komplettanbieter für
Immobilienkunden, die sie über den gesamten Lebenszyklus begleitet. So wird
zum Beispiel der Kunde in der Ansparphase durch Produkte der Allianz
Lebensversicherungs-AG, der Allianz Dresdner Bauspar AG sowie des
Deutschen Investment Trusts (Dit) unterstützt. Das kürzlich etablierte
Internetportal Allianz-Immobilienwelt sowie der im Privatkundenportal der
Dresdner Bank installierte Dresdner ImmobilienService helfen, in der Suchphase
die geeignete und den persönlichen Bedürfnissen entsprechende Immobilie zu
finden. In der Finanzierungsphase können Kunden auf Baufinanzierungen der
Allianz Leben sowie der Dresdner Bank zurückgreifen. Schon mit Baubeginn
übernehmen schließlich Produkte der Allianz Versicherungs-AG die Absicherung
der eigenen vier Wände. Als Finanzpolster für zukünftige Renovierungs- und
Sanierungsarbeiten bietet sich in dieser Phase der Abschluss eines
Bausparvertrages als "Krankenschein fürs Haus" an. Darüber hinaus garantiert
der neue Allianz-Finanzierungsschutzbrief die Darlehensrückzahlung, wenn der
Verdiener aufgrund von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Tod ausfällt.
Wir bieten umfassende Kundenlösungen über alle Phasen der Planung und
Finanzierung einer privaten Immobilie bis hin zur Sachversicherung, dem Hausund
Wohnungsschutzbrief sowie dem Handwerkerservice., so Peter Haueisen,
Leiter Baufinanzierung der Allianz Lebensversicherungs-AG.
Ansprechpartner:
Dr. Thomas Beyerle David Milleker
DEGI Deutsche Gesellschaft für Allianz Group Economics
Immobilienfonds mbH, Research
069 / 263 51 295 069 / 263 11 348