Stuttgarts Kleiner Schlossplatz in neuem Outfit
Stimmungsvolles Licht lädt zum Verweilen ein
Seit der Fertigstellung des neuen Kunstmuseums in Stuttgart erstrahlt auch der Kleine Schlossplatz in neuem Glanz. Er bildet durch seine Großzügigkeit und seine hochwertigen Oberflächen nicht nur den passenden Rahmen für den Museumsbau, sondern ist mehr denn je ein viel frequentierter Treffpunkt für Bewohner und Besucher der Landeshauptstadt. Um der Bedeutung dieses Ortes Rechnung zu tragen, sagten sich Stuttgarts Stadtplaner bei der Neugestaltung: Ein besonderer Platz braucht auch eine besondere Leuchte. Die Wahl fiel auf die Hess-Leuchte Faro, welche die hochgesteckten Erwartungen funktional und formal erfüllt.Im März dieses Jahres öffnete das Kunstmuseum im Herzen Stuttgarts seine Pforten. Auf 5000 m² beherbergt es zentrale Werke der städtischen Kunstsammlung und lädt jährlich zu drei großen Sonderausstellungen ein. Der spektakuläre Glaskubus erbaut vom Berliner Architekturbüro Hascher und Jehle ist jedoch nicht nur eine kulturelle Bereicherung der Stadt, sondern auch ein architektonisches Highlight. Die gläsernen Umgänge erlauben einen herrlichen Blick über die Stadt und die umliegenden Hänge; bei Nacht schwebt der Würfel als eindrucksvolle Lichtskulptur über dem Kleinen Schlossplatz.
Offene Platzgestaltung
Mit der Fertigstellung der Kunststätte erhielt Stuttgart auch einen seiner beliebtesten Plätze zurück. Im Zuge des Museumsbaus und weiterer unmittelbar angrenzender Neubauten wurde der Kleine Schlossplatz komplett neu gestaltet. Der Platz sollte so strukturiert werden, dass er offen ist für unterschiedlichste Veranstaltungen, erläutert Architekt und Stadtplaner Klaus Volkmer vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung die nutzungsorientierte Prämisse der Stadt. Sie traf sich mit den Vorstellungen des Architekturbüros Hascher und Jehle, die ihren minimalistischen Ansatz für das Kunstmuseum auf die Platzgestaltung übertrugen, um Innen und Außen miteinander zu verbinden.
Gelungene Verbindung zwischen Innen und Außen
Projektion des Kubus auf die Fläche
Vierecksformen und das Licht bestimmen darum auch den 7.000 m² großen Platz. In großzügigen Quadraten verlegter Mooser Muschelkalk bildet den hochwertigen Belag. Er schafft eine optische Verbindung zum Jura-Kalkstein der durch die Glaskonstruktion sichtbaren Kubus-Innenfassade. Das Thema Außen und Innen nimmt auch der auf das Kunstmuseum zulaufende Lichtkanal auf.
Er unterbricht den Muschelkalkbelag und leitet das Tageslicht
durch seine gläserne Oberfläche in die unter dem Platz liegenden Ausstellungsebenen. Die Außenbeleuchtung als weiteres zentrales Gestaltungselement umfasst die Platzbeleuchtung sowie die Handlaufbeleuchtung der auf den Platz führenden Treppen.
In die Stufen sind zusätzlich Orientierungsleuchten integriert.
Bei der Konzeption und Planung des Außenlichts, welche die Stadt Stuttgart in Zusammenarbeit mit der EnBW erstellte, galt es gestalterische, sicherheitstechnische und wirtschaftliche Aspekte unter einen Hut zu bringen, erklärt Ekkehardt Schäfer vom Tiefbauamt, Abteilung Straßen und Verkehr, aus Sicht des Betreibers.
Den Rahmen bildeten einschlägige Normen und Richtlinien. Aus der Vorgabe den Platz offen zu halten, leitete sich die Anforderung ab, die Grundausleuchtung mit möglichst wenig Leuchten zu bewerkstelligen. Überspannungsleuchten kamen wegen der Glasfassade des Kunstmuseums von vornherein nicht in Betracht.
Um dem besonderen Stellenwert des Platzes auch als abendlichen Treffpunkt gerecht zu werden, war die Stadt bereit, über das definierte Standardmastleuchtenprogramm hinaus zu gehen. Die Verantwortlichen vom Stadtplanungs- und Tiefbauamt sowie von der EnBW begaben sich auf die Suche nach einer Leuchte, die viel Licht auf den Platz bringt, in ihrer Tagwirkung mit der Architektur des Kunstmuseums korrespondiert und ein komfortables, möglichst blendfreies Licht abgibt.
Eigentlich wurden wir am etwa ein Kilometer entfernten Pariser Platz schon fündig, erinnert sich Thomas Ratzer, Teamleiter Straßenbeleuchtung und Signalanlagen bei der EnBW Regional AG.
An diesem von Gebäuden der Landesbank Baden-Württemberg eingesäumten Platz, nahe des Hauptbahnhofes, wurden mit Fertigstellung der Neubauten im vergangenen Jahr Sekundärreflektorleuchten von Hess installiert.
Besonderer Lichtkomfort
Die Spiegel-Werfer-Systeme mit Lichtpunktzerlegung erfüllten
alle Forderungen, die an eine lichtstarke Beleuchtung des Kleinen Schlossplatzes von den Platzrändern aus gestellt wurden. Sie vermeiden dank ihrer besonderen Facettentechnik, dass Passanten geblendet werden, und erzeugen in Kombination mit HIT-Lampen ein angenehmes, sehr natürlich wirkendes Licht, nennt Hans Mehrhof, Beleuchtungsplaner der EnBW Regional AG die wichtigsten Argumente. Auch die Tagwirkung entsprach den Vorstellungen des mit der Vorauswahl betrauten Projektteams. Dank des geradlinigen, zurückhaltenden Designs nicht zuletzt auch wegen des quadratischen Sekundärreflektorschirms, der
die direkte Verbindung zum Kubus schafft sei der Vorschlag,
die Leuchte vom Typ Faro einzusetzen, bei den Architekten sofort auf Zustimmung getroffen, führt das Planungsteam weiter aus.
Die endgültige Entscheidung fiel anlässlich eines eigens angesetzten Bemusterungstermins auf dem Kleinen Schlossplatz, bei dem Bürgermeister und Mitglieder des Gemeinderats sowie die Eigentümer der benachbarten Gebäude grünes Licht für Faro gaben.
Eindrucksvolles Lichtmuster
Neben einer äußerst komfortablen Grundausleuchtung bot Faro durch ihre quadratischen Lichtfelder zudem die Möglichkeit einer auf das Raster des Platzes zugeschnittenen Lichtgestaltung. Um eine Überlagerung von Licht- und Verlegemuster zu erreichen, wurden die Leuchten in den Fugenkreuzen der Platten platziert.
Aus einer Lichtpunkthöhe von 5 m lassen sie in den Abend- und
Nachtstunden helle Carrés entstehen, die ähnlich einem Schachbrett von gleich großen, dunkleren Flächen unterbrochen werden.
Unterbauter Platz erfordert Sonderlösung bei der Leuchtenmontage
Zur Installation der Leuchten entwickelten die EnBW und Hess eine individuelle Lösung, da der unterbaute Platz keine konventionelle Mastgründung zuließ. Hess versah die Leuchten werksseitig mit Sonderflanschplatten. Diese wurden auf 1,25 x 2,50 m große Stahlplatten aufgeschraubt, welche die betriebseigene Schlosserei der EnBW angefertigt hatte. Darüber liegen die Muschelkalkplatten, so dass die Konstruktion nicht sichtbar ist.
Die mit 150-W-CE-HIT-Lampen ausgerüsteten Faro-Leuchten auf dem Kleinen Schlossplatz sind in das Schaltprogramm der Stadt für die öffentliche Beleuchtung integriert. Sie gehen an, sobald das Tageslicht 70 Lux unterschreitet. Vor allem in den Sommermonaten herrscht allabendlich reges Treiben auf dem Platz und seinen Treppen. Die Beleuchtungsplaner werten dies auch als Anerkennung des guten Lichtes.
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