Elektro- und Elektronikgerätegesetz in Kraft

Elektro- und Elektronikgerätegesetz in Kraft

Das Prinzip der Produktverantwortung greift jetzt auch beim Elektroschrott: Das von der Bundesregierung auf der Basis zweier EU-Richtlinien entwickelte Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) verpflichtet die Hersteller in Deutschland, ab März 2006 ihre Geräte zurückzunehmen und nach dem Stand der Technik sicher zu entsorgen. Die IFAT 2005 ist die ideale Gelegenheit, um die richtigen Partner für die kommenden Entsorgungsaufgaben zu finden.

Der vom Elektro- und Elektronikgerätegesetz betroffene Markt ist gewaltig: So dürfte in Deutschland die zu entsorgende Menge an Altgeräten nach Schätzungen der Experten bei etwa 1,1 Millionen Tonnen im Jahr liegen. Gemäß dem im Februar 2005 verabschiedeten Elektro- und Elektronikgerätegesetz können Verbraucher ab März 2006 ihre ausrangierten Mobiltelefone, Radios, Computer, Kühlschränke etc. kostenlos bei den kommunalen Sammelstellen abgeben. Die Gerätehersteller müssen den Kommunen Behälter zur Verfügung stellen, in denen sie die gesammelten Altgeräte zur Entsorgung übernehmen.

Die Ausgestaltung der Erfassung bleibt den Kommunen überlassen. Sie können Sammelstellen vorsehen oder zusätzlich Abholungen anbieten. Wie solche Hol- und Bringsysteme kombiniert werden und wie viele Sammelstellen von einer Kommune einzurichten sind, ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und der Bevölkerungsdichte.

Die Abholung bei den Sammelstellen und die anschließende Entsorgung können die Hersteller selbst durchführen oder Entsorgungsunternehmen damit beauftragen. In beiden Fällen können sich mehrere Hersteller zusammenschließen.
Der Bund der deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) erwartet beispielsweise aus dem Gesetz neue Impulse für seine Mitgliedsunternehmen. Außerdem gehen die Entsorgungsunternehmen davon aus, dass sich auch die Zusammenarbeit mit den Kommunen verstärken wird. So wird erwartet, dass die Gemeinden bei der Einrichtung der Sammelstellen weitgehend von der Drittbeauftragung von privaten Entsorgern Gebrauch machen werden.

Wichtig ist, dass bei der Entsorgung der Altgeräte ein möglichst hoher Anteil wiederverwendet oder stofflich verwertet wird. Je nach Gerätetyp sieht das Gesetz hier Mindestquoten von 50 bis 80 Prozent vor. Vor dem Zerlegen der Altgeräte in den Behandlungsanlagen ist zu prüfen, ob sich das Gerät wiederverwenden lässt. Ist dies nicht der Fall, muss die Behandlung nach dem Stand der Technik erfolgen. So schreibt der Gesetzesentwurf vor, dass unter anderem Stoffe und Bauteile aus den Geräten entfernt werden, die Schadstoffe wie zum Beispiel FCKW, PCB-Kondensatoren, Quecksilber oder Flammhemmer enthalten.

Die deutsche Entsorgungswirtschaft hat sich frühzeitig auf das angekündigte ElektroG vorbereitet. Die Branche beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Recycling von Altgeräten und präsentiert auf der IFAT 2005 in München differenzierte Logistik- und Entsorgungskonzepte, die sich bereits in der Praxis etabliert haben und die auch bei der Umsetzung des ElektroG greifen werden. Die Sammlung und Verwertung der Altgeräte ist ein Schritt zur Eindämmung der Umweltfolgen. In Zukunft wird der Restmüll weniger gefährliche Stoffe enthalten.

Über die IFAT
Die IFAT ist die wichtigste Messeveranstaltung der Welt für Umwelt und Entsorgung: Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling. Mit 2.042 Ausstellern aus 39 Staaten sowie 97.245 Fachbesuchern aus 121 Ländern präsentierte sich die Veranstaltung im Jahr 2002 mit neuen Rekordzahlen. Die IFAT 2005, die vom 25. bis 29. April 2005 in München stattfindet, bietet ein attraktives Ausstellungsprogramm: Innovative Branchenlösungen und den neuesten Stand der Technik zur Umsetzung praxisorientierter, wirtschaftlicher Lösungen sowie ein breites Angebot an qualifizierten Dienstleistungen im Bereich der Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft mit zahlreichen attraktiven Informationsveranstaltungen. Aussteller- und Besucherzahlen der Messe IFAT sind von einem unabhängigem Wirtschaftsprüfer im Auftrag der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) geprüft.

Über die Über die Messe München International (MMI)
Die Messe München International (MMI) ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien eine der weltweit führenden Messegesellschaften. Über 30.000 Aussteller aus mehr als 100 Ländern und mehr als zwei Millionen Besucher aus über 200 Ländern nehmen jährlich an den Veranstaltungen in München teil. Darüber hinaus veranstaltet die MMI Fachmessen in Asien, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit vier Tochtergesellschaften im Ausland und 75 Auslandsvertretungen, die 96 Länder betreuen, verfügt die MMI über ein weltweites Netzwerk.

13/d/ProKomGB1/she

Weitere Informationen im Internet unter www.ifat.de

Ansprechpartner für die Presse:
Ebba Schiel, Pressereferat IFAT 2005
Tel. (+49 89) 9 49-2 06 60
Fax (+49 89) 9 49-2 06 69
schiel@messe-muenchen.de


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