Zufriedene Bewohner trotz höherer Miete
Drei Blöcke einer Hochhausanlage in Karlsruhe wurden im Rahmen eines Forschungsprojekts saniert. Die Wärmedämmung und die neuen Fenster entsprechen jetzt dem Niedrigenergiehausstandard. Der Primärenergiebedarf konnte um ca. drei Viertel reduziert werden: Mit einem verbesserten Wärmeschutz, einer modernisierten Lüftungs- und Heiztechnik und mit dem Einsatz eines Blockheizkraftwerkes. Sehr zufrieden mit der Sanierung zeigten sich die Bewohner - und das trotz höherer Mieten. Warum dies so ist, erläutert ein neues BINE-Projekt-Info. Ende der 1950er bzw. Anfang der 1960er Jahre wurden in den Randlagen der Städte verdichtete Wohnsiedlungen und auch völlig neue Stadtteile entwickelt. Mittlerweile ist eine grundlegende Sanierung dieser Wohnhochhäuser notwendig, um den Energieverbrauch zu senken und die Wohnqualität zu verbessern.
Das Projekt wurde im Rahmen des Förderkonzeptes "Energetische Verbesserung der Bausubstanz (EnSan)" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) gefördert. Mit dem Vorhaben sollten praktische Erfahrungen bei der ganzheitlichen Sanierung von Großwohnbauten gesammelt und im Detail dokumentiert werden. Untersucht wurde die energetische Wirkung einzelner Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, insbesondere von Einzelraumregelungen und bedarfsabhängiger Wohnraumbelüftung. Die Akzeptanz eines neuen Lüftungs- und Regelungssystems durch die Bewohner und der Einfluss des Nutzerverhaltens auf den Erfolg der Maßnahme waren ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen.
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