Interview: „Beton ist für Gebäude, Holz fürs Heim.“

Interview: „Beton ist für Gebäude, Holz fürs Heim.“

Dr. Horst Knafl (41), Geschäftsführer der HONKA Blockhaus GmbH, im Gespräch

Frage: Herr Dr. Knafl, was hat Sie, als einen Maschinenbau-Ingenieur, Betriebswirt und Unternehmensberater dazu bewogen, im Frühjahr 2003 ausgerechnet die Leitung der deutschen Niederlassung sowie des Mitteleuropa-Teams des Holzhausherstellers HONKA zu übernehmen?Dr. Knafl: Als Kaufmann interessiert mich die ausgefeilte Produktionsökonomie und der Berater in mir freut sich, einen Weltmarktführer leiten zu dürfen. Der Mensch Horst Knafl hat überdies große Freude am Umgang mit dem Naturprodukt Holz.

Frage: Sind Häuser ein Produkt wie jedes andere?

Dr. Knafl: Vordergründig ja, da für massive Holzhäuser das Gleiche gilt wie für jedes andere hochwertige Produkt: Es muss von bester Qualität sein, der Preis und der Service müssen stimmen und die Marke muss mit Vertrauen ausgestattet sein und am Markt etabliert werden.

Aber bei genauerer Betrachtung ist gerade das Einfamilienhaus noch viel mehr als irgendein Produkt. Wir helfen Menschen dabei, ihren Lebenstraum vom eigenen Heim zu verwirklichen. Familien erwarten von ihrem Haus Haltbarkeit und Wertbeständigkeit über mehrere Generationen. Da tragen wir eine große Verantwortung.

Frage: In Skandinavien und auch in den USA gehören massive Holzhäuser ganz selbstverständlich zum Straßenbild. In Deutschland sind sie noch verhältnismäßig selten. Wird sich das in den kommenden Jahren ändern?

Dr. Knafl: Wir spüren eine deutlich verstärkte Nachfrage, aber da wir derzeit ja keinen ausgesprochenen Bauboom in Deutschland haben, wird sich das Straßenbild nicht binnen weniger Jahre entscheidend verändern. Skandinavien, die USA und Kanada, selbst Japan haben eine ganz andere Tradition im Hausbau. Wichtiger ist, dass in Deutschland eine Veränderung der Einstellung gegenüber dem massiven Holzhaus stattgefunden hat und viele Vorurteile beseitigt sind. Das wird sicher nicht in wenigen Jahren, aber doch in ein bis zwei Jahrzehnten im Stadtbild sichtbar werden.

Frage: Ist denn Holz wirklich ein moderner Baustoff?

Dr. Knafl: Unbedingt. So viele Eigenschaften von Holz erfüllen moderne Ansprüche: nachhaltige Gewinnung, energiesparende Verarbeitung, klimatische und antibakterielle, also gesundheitsfördernde Effekte. Gerade im Einfamilienhausbau sind das bedeutende Kriterien. Stahl und Beton erfüllen ihren Zweck, besonders bei Großbauten wie Brücken und Wolkenkratzern. Aber Holz erfüllt neben den Basisbedürfnissen von Schutz und Stabilität auch Sehnsüchte und emotionale Bedürfnisse. Beton ist für Gebäude, Holz ist fürs Heim.

Frage: Worin liegt der Vorteil der Fertigbauweise von HONKA-Häusern? Man kann sich sein massives Holzhaus doch auch vom örtlichen Zimmermannsbetrieb bauen lassen.

Dr. Knafl: Nichts gegen den Zimmermann vor Ort. Wir arbeiten mit vielen Zimmermannsbetrieben in allen Regionen erfolgreich zusammen. Doch bei der Produktion ganzer HONKA-Häuser haben wir mit der CAD-gestützten Planung und der maschinellen Fertigung großer Bauteile entscheidende Vorteile. So können wir das Holz gleich da verarbeiten, wo wir es schlagen. Es wird in Hallen weiterverarbeitet, unabhängig von Wettereinflüssen. Es wird mit teurer Präzisionstechnik gearbeitet und jedes Teil aufwendig kontrolliert. Da steckt viel Erfahrung drin. Das bestimmt eine gleich bleibend hohe Qualität und Terminsicherheit. Letztendlich bedeutet das alles natürlich auch einen günstigen Preis.

Frage: Sie meinen relativ günstig. Denn billig sind massive Holzhäuser ja nicht.

Dr. Knafl: Gutes Material und gute Arbeit haben ihren Preis. Das weiß der Kunde. Aber ein qualitativ gleichwertiges Einfamilienhaus ist auch nicht billiger. Außerdem kann der Bauherr durch Eigenleistung erheblich sparen.

Frage: Wie geht es weiter bei HONKA Deutschland?

Dr. Knafl: Wir werden unsere bewährten Konzepte stetig weiterentwickeln. Derzeit steht dabei ProEnergy, also die 3-Liter- und Passiv-Häuser ganz oben auf der Tagesordnung. In Deutschland besteht großes Interesse daran. Außerdem werden wir unser Musterhaus-Angebot konsequent ausbauen, damit das HONKA-Haus noch besser fühlbar wird.

Frage: Aufschwung also auch bei HONKA?

Dr. Knafl: Die Vorzeichen sind jedenfalls günstig für unsere Branche. Aufgeschobene Bauvorhaben werden sicher in den kommenden Jahren realisiert. Auch deshalb, weil die eigene Immobilie als Altersversorgung wieder an Bedeutung gewonnen hat. Wir bei HONKA sind zuversichtlich.

HONKA Blockhaus GmbH - Presseabteilung
Hohe Feldstraße 12
D-49696 Molbergen
Telefon: 04475/9490-0
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