Präqualifikation im Baubereich
Seit kurzem haben Unternehmen bei der Vergabe öffentlicher Bauaufträge durch das Präqualifikationsverfahren die Möglichkeit, Kosten und Zeit beim Nachweis ihrer Eignung zu sparen.
Bei der Präqualifikation handelt es sich um eine vorgelagerte, auftragsunabhängige Prüfung der Eignungsnachweise durch ausgewählte Stellen (sog. Präqualifizierungsstellen). Als Vorläufer kann das beispielsweise in Berlin und Brandenburg bestehende Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis (ULV) bezeichnet werden. Die (insgesamt sechs) Präqualifizierungsstellen sind private, unabhängige und fachlich kompetente Stellen, die nach einer in einem wettbewerblichen Verfahren durchgeführten Auswahl durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung vom Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen beauftragt wurden. Die folgenden sechs Unternehmen haben alle Anforderungen des durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung durchgeführten Auswahlverfahrens vollständig erfüllt:
* BPI-Consult GmbH,
* BVQI Deutschland GmbH,
* DQB Deutsche Gesellschaft für Qualifizierung und Bewertung mbH,
* VMC Vergabe-Management-Consult GmbH
* Zertifizierung Bau e. V.,
* Zertifizierungsstelle DVGW.
Die DQB Deutsche Gesellschaft für Qualifizierung und Bewertung mbH (DQB) konnte als erste Präqualifizierungsstelle die erforderliche Benennung mit dem Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen vertraglich vereinbaren und im September 2005 ihre Arbeit aufnehmen. Auf der Homepage der DQB besteht die Möglichkeit der elektronischen Antragstellung. Die Gebührenordnung kann auf www.dqb.info.de eingesehen werden. Mit der Beauftragung der sechs Präqualifizierungsstellen hat die Arbeits- und Anwendungsphase der Präqualifikation begonnen. Nach ersten Informationen wird von der Möglichkeit eines Antrages auf Präqualifikation von vielen Unternehmen noch kein Gebrauch gemacht. Der Nachweis der Eignung über die Vorlage von Einzelnachweisen im Vergabeverfahren bleibt weiter möglich.
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