Neue Testsoftware von SOKA-BAU optimiert Baulohnprogramme
Wiesbaden, 19.07.05. SOKA-BAU (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft, Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes VVaG) hat eine neue Testsoftware zur Zulassung von Baulohnprogrammen für den elektronischen Datenaustausch entwickelt, die seit April 2005 im Einsatz ist.Ziel ist es, das bisherige Testverfahren zu optimieren, um damit die Qualität neuer bzw. aktualisierter Baulohnprogramme hinsichtlich des Datenaustauschs mit SOKA-BAU zu sichern. "Die Anforderungen an die neue Testsoftware waren sehr hoch, denn hier mussten alle wesentlichen Meldetatbestände abgebildet werden", erläutert Norbert Dobner, Abteilungsdirektor Marketing und Kommunikation bei SOKA-BAU. "Mit dieser Anwendung gibt es jetzt ein für alle EDV-Dienstleister einheitliches Testverfahren; damit ist ein allgemeiner Qualitätsstandard für das Zulassungsverfahren implementiert."
Hoher Bearbeitungsaufwand infolge fehlerhafter Datensätze
Monatlich gehen zwischen 600.000 und 900.000 elektronisch übermittelte Datensätze bei SOKA-BAU ein. Die Daten für rund 38.000 Baubetriebe kommen entweder von den Firmen direkt oder über deren Dienstleister und werden meist über das Internet, aber auch noch auf Disketten an SOKA-BAU übermittelt. Bei solch einem Massengeschäft führt selbst ein kleiner Prozentsatz fehlerhafter Datensätze zu einem hohen zusätzlichen Bearbeitungsaufwand für SOKA-BAU. Die Testsoftware soll dazu beitragen, die Quote fehlerhafter Datensätze gering zu halten, indem sie neue Baulohnprogramme mit Blick auf die Qualität des Datenaustauschs zwischen den Baubetrieben und SOKA-BAU genau unter die Lupe nimmt.
Zulassung neuer Baulohnprogramme nur bei erfolgreichem Testdurchlauf
Kommt ein neues Baulohnprogramm auf den Markt oder wird eine bestehende Version verändert, erteilt SOKA-BAU nur die Zulassung, wenn die Testsoftware erfolgreich durchlaufen wurde.
Den Testkandidaten wird ein Paket von Testaufgaben übermittelt, in denen die unterschiedlichsten Konstellationen von Meldetatbeständen abgebildet werden. Beim Aufbau neuer Testfälle werden Variablen genutzt und durch eine Art Compiler (Übersetzer) in konkrete Testaufgaben umgesetzt. Bei SOKA-BAU werden die Lösungen mittels der neuen Testsoftware mit den Musterlösungen abgeglichen. Über das Ergebnis werden die Testkandidaten umgehend unterrichtet. Abschließend erhält der Testkandidat eine Zulassungsbestätigung, mit der er am elektronischen Meldeverfahren teilnehmen kann.