Gewusst wie: Intelligente Unabhängigkeit vom Ölpreis

Gewusst wie: Intelligente Unabhängigkeit vom Ölpreis
Ob „Katrina“, „Rita“ oder „Wilma“ – die Welt zittert bei Hurrikanen dieser Größenordnung regelmäßig auch um den Ölpreis. Hinzu kommen Kriege und Unruhen in manchen Ölförderstaaten und die begrenzte Verfügbarkeit der nicht nachwachsenden Ressource Öl. Kein Tag vergeht, an dem der Anstieg des Ölpreises nicht die Schlagzeilen füllt. Die Preissteigerungen lassen Autofahrer, Mieter und Vermieter gleichermaßen erschaudern. Denn nicht nur der Benzinpreis, sondern auch die Kosten für Heizöl sind vom Rohölpreis direkt betroffen. Dabei muss bei der Heizungstechnik die Abhängigkeit vom Ölpreis nicht sein. Es gibt inzwischen genügend Alternativen. Die Zukunft scheint dabei den Pellets als Energieträger zu gehören. Um mit dem nachwachsenden Rohstoff heizen zu können, bedarf es eines entsprechenden Kessels und eines zugelassenen Schornsteinsystems. Vor einigen Jahren wussten nur wenige, was sich hinter dem Begriff „Pellets“ verbirgt. Heute sind die Röllchen aus gepressten Holzspänen und Sägemehl in aller Munde. Das Ausgangsmaterial – unbehandeltes und trockenes Restholz – stammt aus Sägewerken und der Holz verarbeitenden Industrie. Es wird ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck geformt. Pellets sind zwischen zehn bis 30 Millimeter lang und haben einen Durchmesser von sechs bis acht Millimeter. Ihr Heizwert beträgt etwa 4,9 Kilowattstunden pro Kilogramm. Das entspricht ungefähr einem halben Liter Heizöl. Ihre Qualität wird durch die DIN-Norm 51731 gesichert. Neben der CO2-neutralen Verbrennung ist vor allem die Tatsache interessant, dass der Rohstoff Holz ein nachwachsendes Produkt in unseren Breitengraden ist. Diese einleuchtenden Argumente pro Pellets haben mittlerweile viele Bauherren und Hausbesitzer überzeugt. Der Pelletsmarkt in Deutschland erlebt daher seit Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Gerade erst wurde im Schwarzwald das größte Pelletswerk der Republik eingeweiht. Ein weiterer Grund: Im Gegensatz zum Öl- und Gasmarkt erwarten Fachleute bei Pellets mittel- und langfristig stabile Preise. Das Stuttgarter Biomasse-Informationszentrum (BIZ) geht davon aus, dass das Heizen mit Pellets zukünftig nur etwa 60 Prozent der Kosten für Erdgas und nur 78 Prozent der für Heizöl ausmacht.

Der Boom der Pelletsheizungen

Die Diskussion führt zu einem langsamen Umdenken auch in der Bevölkerung. Rund 7.000 Pelletsheizungen wurden 2004 neu installiert. Damit werden heute ungefähr 26.000 Feuerungsanlagen mit diesem Brennstoff beheizt. Nach einem von der Solar Promotion GmbH in Kooperation mit dem Deutschen Energie-Pellet-Verband durchgeführten Branchenreport erwarten die Händler in diesem Jahr einen weiteren Anstieg um 15 Prozent.

Immer mehr Hausbesitzer und Bauherren machen sich so vom unberechenbaren Ölpreis unabhängig. Doch statt Öl einfach nur Pellets in den Ofen geben – das funktioniert leider nicht. Bevor mit dem alternativen Rohstoff geheizt werden kann, bedarf es einer Investition in einen Pelletsofen. Zwar sind die Anschaffungskosten für Pelletskessel und -brenner zur Zeit noch höher als die Preise konventioneller Heizsysteme. Den Umstieg auf die umweltfreundlichen Pellets erleichtert jedoch die staatliche Förderung über das Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien. Pelletsheizungen, die an eine Zentralheizung angeschlossen sind werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit 55 Euro je Kilowatt errichteter installierter Nennwärmeleistung gefördert, mindestens jedoch mit 1.500 Euro bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von 90 Prozent. Zusätzlich gibt es zinsgünstige Kredite im Rahmen des CO2-Minderungsprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Alle Beobachter gehen davon aus, dass sich – unter Berücksichtigung der enormen Preisschwankungen bei Öl und Gas – die Investition in einen modernen Pelletskessel langfristig auszahlen wird.

Auf das richtige Schornsteinsystem kommt es an

Die Hersteller von Pelletsöfen schreiben aufgrund der Reduzierung der Abgastemperaturen bei Pelletsheizungen auf rund 50 bis 60 Grad einen feuchteunempfindlichen Schornstein vor. Das Problem dabei: Bisher gab es keine Schornsteine auf dem Markt, die dieses Kriterium erfüllt hätten. Die ERLUS AG ist der erste Hersteller, der jetzt – nach einem aufwendigen Prüfverfahren durch eine unabhängige Prüfstelle – für ein Edelkeramik-Schornsteinsystem die so genannte W3 Zulassung des Deutschen Instituts für Bauwirtschaft für alle Brennstoffe erhalten hat. Das „W“ steht für engl. „wet“ (nass) und die „3“ für feste, flüssige und gasförmige Brennstoffe.

Mit dem neuen W3 Schornsteinsystem werden Hausbesitzer und Bauherren nun endlich in die Lage versetzt, den zum Heizen benötigten Brennstoff je nach Marktsituation zu wechseln, ohne gleichzeitig das Schornsteinsystem erneuern zu müssen. Hersteller von Heizungen haben den Vorteil der Flexibilität hinsichtlich des Energieträgers bereits erkannt und das neue ERLUS Schornsteinsystem intern zertifiziert. Aus dem alternativen Energieträger Pellets, der entsprechenden Heizung und dem W3 Edelkeramikschornstein von ERLUS wird so ein intelligentes System, das die Unabhängigkeit vom Öl garantiert. http://www.erlus.com


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