Bauarbeitsmarkt: Neue Arbeitsmarktstatistik ohne Auswirkung auf die Arbeits-losenzahlen im Bauhauptgewerbe!
Erstmals seit vier Jahren ist die Januararbeitslosigkeit am Bau wieder gesunken. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie heute in Berlin mitteilte, waren im Januar 2004 356.200 Arbeiter mit bauhauptgewerblichen Berufen ohne Arbeit; das waren 12.700, bzw. 3,4 % weniger als zu Beginn des letzten Jahres. Anders als in der Gesamtwirtschaft ist dieser Rückgang der Arbeitslosenzahlen jedoch nicht auf die Änderung der Arbeitsmarkstatistik zurückzuführen. Von den 80.000 Personen ohne Beschäftigung, die durch diese Reform aus der Statistik herausgefallen sind, entfielen lediglich 177 auf das Bauhaupt-gewerbe.Seit Anfang des Jahres werden Arbeitslose, die an Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen teilnehmen, nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik erfasst. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) begründet dies damit, dass diese Arbeitskräfte dem Arbeitsmarkt in dieser Zeit nicht zur Verfügung stünden. So hatte die BA im Januar 2004 für alle Wirtschaftsbereiche 4.597.400 Arbeitslose registriert, also 26.400 (- 0,6 %) weniger als im Januar 2003. Um den Effekt der Statistikreform bereinigt, wäre jedoch die Zahl der Arbeitslosen um 53.600 Arbeitslose (+ 1,2 %) auf 4.677.400 Personen gestiegen.