Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen gegründet: Für Qualitätswettbewerb, gegen unseriöse und unqualifizierte Anbieter!
"Mit der Vereinsgründung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Einführung eines Präqualifikationssystems am deutschen Baumarkt getan. Damit wird nicht nur unseriösen und unqualifizierten Unternehmen den Kampf angesagt; damit wird letztlich auch im Interesse der Bauherren der Qualitätswettbewerb am deutschen Baumarkt wesentlich gefördert." Mit diesen Worten kommentierte heute in Berlin der Vizepräsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dipl.-Ing. Helmut Echterhoff, die Gründung des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen. Gründungsmitglieder sind u.a. das BMVBW, das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, die Bundesländer, die kommunalen Spitzenverbände, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, der Zentralverband des Deutschen Handwerks, der Zentralverband Sanitär Heizung Klima sowie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wählte die Gründungsversammlung unter Vorsitz von Staatssekretär Achim Großmann, Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, einstimmig Ministerialdirektor Michael Halstenberg, Abteilungsleiter im BMVBW.
Die Gründung des Vereins geht der geplanten Einführung eines Präqualifikations-Systems zum Ende des Jahres voraus. Die Präqualifikation wird den Unternehmern die Möglichkeit bieten, die Eignung ihres Betriebes für die Ausführung öffentlicher Bauaufträge auf freiwilliger Basis für ein Jahr prüfen zu lassen. Bisher musste bei jeder öffentlichen Bauvergabe die Eignung eines Bauunternehmers erneut geprüft werden. Im Rahmen dieses Präqualifikations-Systems hat der Verein die Aufgabe, die bundesweit einheitliche Liste aller präqualifizierten Bauunternehmen zu führen sowie über Beschwerden gegen Entscheidungen der Präqualifizierungsstellen zu entscheiden.
"Wir sehen in der Einführung des Präqualifikations-Systems eine deutliche Entlastung der Unternehmen sowie einen wichtigen Schritt zur Förderung eines fairen Leistungswettbewerbs zwischen den Unternehmen, da Anbieter, die ihre Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit nicht nachweisen können, bei der Bewerbung um öffentliche Aufträge keine Chance mehr haben dürften," so Echterhoff abschließend.