Solartechnik ermöglicht mehr Unabhängigkeit vom Ölpreis
Mehr Unabhängigkeit vom steigenden Ölpreis ist durch die intelligente Nutzung von Sonnenenergie möglich. Das erklärt der neu gegründete BUSO - Bund Solardach eG. Die ausgereifte Technik der Solarthermie hilft, bis zu zwei Drittel der Energie für Warmwasser und Heizung einzusparen.
Während die EU erhöhte Fördermengen der OPEC anstrebte, weil der Ölpreis im Frühjahr wochenlang auf dem hohen Niveau von rund 40 Dollar pro Barrel verharrte, prophezeien Wissenschaftler noch weit höhere Preise für Erdöl und damit für Heizöl und Benzin. Um sich vor den Auswirkungen auf den eigenen Geldbeutel zu schützen, kann jeder Hausbesitzer schon jetzt etwas tun: Modernste Solartechnik nutzen. Mit einem 20 bis 40 Quadratmeter großen solarthermischen Dach zur Gewinnung von Warmwasser und Heizwärme aus Sonnenkraft können in Altbauten schon heute bis zu einem Drittel, in Neubauten oder wärmegedämmten älteren Häusern bis zu zwei Drittel der Energie eingespart werden, informiert BUSO - Bund Solardach, ein Zusammenschluss von rund 100 Experten dieser Technik. Bei einer anstehenden Dach- oder Heizungssanierung sollte diese Möglichkeit unbedingt genutzt werden, denn noch fördert die Bundesregierung ein Solardach mit 110 Euro pro Quadratmeter Solarfläche. "Zu den niedrigen Erdölpreisen führt kein Weg zurück", sagt Jörg Buschbeck, Vorsitzender des Bundes Solardach. Darin ist er sich mit den meisten Rohstoffexperten einig, die ein baldiges Absinken der Fördermengen voraussagen. Gab es nach der Ölkrise in den 1970er Jahren noch neue Vorkommen wie das Nordseeöl zu erschließen, so sind die Prognosen in dieser Hinsicht für die Zukunft eher pessimistisch. Auch wenn die Krise im erdölreichen Irak irgendwann beendet sein sollte, bleibt die wachsende Nachfrage boomender Volkswirtschaften wie in Indien und China bestehen. Intelligente Energienutzung statt Abhängigkeit vom Ölpreis empfiehlt daher der Bund Solardach.