„Holzarten zur Verwendung in geschützten Holz-konstruktionen“ und „Holzarten für den Innen-ausbau als dekorative Sichtflächen fü

„Holzarten zur Verwendung in geschützten Holz-konstruktionen“ und „Holzarten für den Innen-ausbau als dekorative Sichtflächen für lamellierte Fensterkanteln“ /
Neue Merkblätter HO.06 Teil 2 und Teil 3 vom Verband der Fenster- und Fassadenhersteller

FRANKFURT, 19. APRIL 2006. Verbundkonstruktionen, bei denen das Holz durch eine außen liegende Schale, z.B. aus Metall, Kunststoff oder Glas vor direkter Bewitterung geschützt wird, werden immer beliebter. Ebenso bevorzugen Kunden auf der Innenseite von Fenstern die Optik hochwertiger Ausstattungshölzer, die ansonsten eher aus dem Innenausbau und der Möbelherstellung bekannt sind. Der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. hat nunmehr zwei Ergänzungen zur bekannten „Holzartenliste“ (VFF Merkblatt HO.06 „Holzarten für den Fensterbau – Eigenschaften, Holzartentabelle“) herausgegeben, welche sich mit diesen beiden Verbundkonstruktionen beschäftigen.

Die Entwicklung von geschützten Holzkonstruktionen ermöglicht auch den Einsatz von Holzarten, die sich aufgrund ihrer geringen natürlichen Dauerhaftigkeit grundsätzlich nicht als Vollholzprofil oder lamellierte Kantel im Außenbereich eignen. Ziel dieses als Teil 2 zu HO.06 herausgegebenen Merkblatts ist es daher, mögliche Holzarten für die Verwendung in geschützten Holzkonstruktionen aufzuzeigen, für die bisher im Fensterbau wenig Erfahrungen vorliegen.

Das Merkblatt HO.06-2 gliedert sich in einige Kapitel, in denen allgemeine Hinweise gegeben werden, z.B. zur Oberflächen­behandlung und zu den Konstruktionsprinzipien von geschützten Holzkonstruktionen und eine bereits aus dem Merkblatt HO.06 bekannte Holzartentabelle. Insbesondere in Hinsicht auf die mögliche Verwendung in geschützten Holzfassadenkonstruktionen werden in der Holzartentabelle die mittleren Festigkeitswerte (Biegefestigkeit, E-Modul) der aufgeführten Holzarten angegeben. Außerdem gibt die Tabelle an, bei welchen der aufgeführten Holzarten bereits Erfahrungen mit dem Einsatz in Holz-Metall-Verbundkonstruk­tionen vorliegen. Die Tabelle enthält derzeit 9 Holzarten, davon zwei Nadelhölzer, der Rest sind Laubhölzer. Darunter befinden sich u.a. Ahorn, Douglasie, Erle, Kirsche, Nussbaum und Roteiche. Die Entwicklung von Verbundsystemen aus verschiedenen Holzarten ermöglicht den Einsatz von „dekorativen“ Ausstattungs­hölzern für lamellierte Fensterkanteln, die sich aufgrund ihrer geringen natürlichen Dauerhaftigkeit grundsätzlich nicht für den Außenbereich eignen. Ziel dieses als Teil 3 zu HO.06 herausgegebenen Merkblatts (VFF Merkblatt HO.06-3) ist es, mögliche Holzarten für die Verwendung in kombinierten Holzkanteln auf der Innenseite aufzuzeigen, für die bisher im Fensterbau wenig Erfahrungen vorliegen. Dabei konnten Erkenntnisse aus einem kürzlich bei der Holzforschung Austria abgeschlossenen, einschlägigen Forschungsprojekt berücksichtigt werden.

Analog zu Merkblatt HO.06-2 gliedert sich auch HO.06-3 in allgemeine Hinweise, wobei hier stärker auf die Verklebung der kombinierten Holzkanteln eingegangen wird, und die Holzarten­tabelle. Diese enthält Hinweise darauf, mit welchen Holzarten sich die aufgeführten Holzarten verkleben lassen, sofern bekannt. In der Holzartentabelle sind derzeit 10 Laubhölzer aufgeführt, u.a. Birke, Buche, Esche, Edelkastanie und Wengé. Für die Buche bestehen einschlägige Erfahrungen in Kombination mit Weißeiche, allerdings nur in geschützten Konstruktionen.

Die VFF-Merkblätter HO.06-2 und HO.06-3, die der Verband in Zusammenarbeit mit dem Institut für Fenstertechnik in Rosenheim, dem Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, der Fachhochschule Eberswalde, dem Fraunhofer-Institut für Holzforschung (Wilhelm-Klauditz-Institut), dem Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V., der Holzforschung Austria, dem Institut für Holzbiologie und Holztechnologie der Georg-August-Universität, Göttingen und anderen kompetenten Fachleuten erstellt hat, sind als Leseprobe unter www.window.de in Auszügen einzusehen und können über vff@window.de bestellt werden. Die Schutzgebühr für jedes Merkblatt beträgt 6,00 Euro. Mitglieder des Verbandes erhalten je ein Exemplar kostenlos.

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Nähere Informationen:
Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V.,
Walter-Kolb-Straße 1-7, D-60594 Frankfurt / M.,
Tel.: 069-955054 0, Fax: 069-955054 11