Aufsparrendämmung Dach

Eine Aufsparrendämmung beim Dach wird vor allem bei der Sanierung von Häusern angewendet, die noch vor dem 2. Weltkrieg erbaut wurden. 

Alter Dachstuhl ohne Zwischensparrendämmung beim AltbauVor allem der Denkmalschutz hat es durchgesetzt, dass bei den alten Häusern noch die alte Art der Dachisolierung angebracht wird.

Aber auch bei vielen Bauernhäusern wurde noch diese alte, aber immerhin sehr bewährte Dachdeckung verwendet, selbst bei vielen Ställen kam dieses System zum Tragen. Aber auch bei bereits vor einigen Jahren ausgebauten Dachgeschossen wird in einigen Gegenden noch heute nachträglich diese besondere Art der Dachisolierung angewendet.

Eine solche Aufsparrendämmung am Dach besteht seit den Erkenntnissen, möglichst wenig Energie durchs Dach entweichen zu lassen, aus mehreren verschiedenen Schichten. Von innen nach außen gesehen kommt zunächst der luftdichte Wandabschluss mit den Anpresslatten, an die sich die Innenverkleidung anschließt. Danach kommt in Richtung der Dachpfannen die erste Wärmedämmung aus Mineralwolle, welche direkt unterhalb der normalen Lattung liegt. Die Dampfbremsfolie, welche für die Luftdichtheit zuständig ist, wird auf dieser Lattung angebracht.

AufsparrendämmungDarüber befinden sich die Querlatten in Form von Kanthölzern, auf denen die Dachdecker normalerweise hin und her laufen. Darauf werden die Sparren, die sonst die Dachziegel halten mussten, befestigt, um dem Dach noch zusätzliche Stabilität zu verleihen. Dazwischen wird die Vollsparrendämmung, welche aus Mineralwolle besteht, gepresst, um so wenig Zwischenstand wie nur möglich zu haben, damit so gut wie kaum Hohlräume entstehen können. Auf diese Dämmung wird eine diffusionsoffene Unterspannbahn gezogen, um das mögliche Schwitzwasser bedenkenlos entweichen zu lassen. Hierauf werden erneut Konterlatten befestigt, damit diese Unterspannbahn nicht unbeabsichtigt verrutschen kann. Nun kommen die eigentlichen Dachlatten, welche endgültig die Dachpfannen halten und im Normalfall gegen Verrutschen schützen.

Dämmstoffrollen vor dem EinbauWer seine sanierte Dachfläche auf diese Weise erneuert hat, kann sich zudem sicher sein, dass er trotz des alten Gebäudes einen besonderen Beitrag zum Umweltschutz geleistet hat. Bei den neueren Häusern werden solche besonderen Aufsparrendämmungen in der Regel nicht mehr verwendet, da es zudem auch noch andere Möglichkeiten des Umweltschutzes und der Energieersparnis gibt. Vor allem bei den Niedrigenergiehäusern und bei den Passivhäusern kann dieses System ebenfalls nicht angewendet werden, da bei solchen Häusern die Wärmerückgewinnung im Fokus der Energieeinsparung liegt.

Die Leute vom Denkmalschutz sind den Leuten, die eine solche Aufsparrendämmung auf dem Dach entwickelt haben, bereits mehrfach sehr dankbar gewesen, da eine solche Art der Dämmung und des Dachdeckens sowohl die alte und frühere Form des Dachabschlusses mit der einigermaßen leichten Art der Wärmedämmung vereint. Zudem steht diese Art der Dämmung voll im Einklang mit dem Denkmalschutz, da dieses Verfahren bei einem alten und sanierten Haus nicht vermutet wird.