Ausbau der A8 zwischen Augsburg und München
Schmid: "Stolpe gibt endlich grünes Licht für Betreibermodell"
Durch wiederholtes Nachhaken haben wir erreicht, dass Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe endlich grünes Licht zusätzlich auch für den Ausbau des Abschnitts Augsburg-München der A 8 nach dem Betreibermodell gegeben hat", freut sich Innenstaatssekretär Georg Schmid. Der verkehrlich höher belastete Abschnitt Augsburg-München kann somit noch vor dem Abschnitt Ulm-Augsburg sechsstreifig ausgebaut werden.
"Da wir voraussichtlich bereits im September dieses Jahres durchgehendes Baurecht für den Ausbau der A8 zwischen Augsburg und München haben, war die Zusage des Bundesverkehrsministers, auch den Abschnitt Augsburg-München als Betreibermodell vorzusehen, längst überfällig. Jetzt kann das Bundesverkehrsministerium endlich die Bauwirtschaft EU-weit über den sechsstreifigen Ausbau der A8 von Ulm bis München als Betreibermodell vorinformieren", erklärt Schmid. Die Vorinformation ist Voraussetzung dafür, dass die Autobahndirektion Südbayern mit dem Vergabeverfahren für den Abschnitt Augsburg-München beginnen kann.
Die Autobahndirektion Südbayern führt in einem ersten Schritt eine "Prä-Qualifikationsrunde" durch, in der interessierte Unternehmen ihre Qualifikation nachweisen können. Daran schließt sich das eigentliche Vergabeverfahren an. "Ausschreibung, Kalkulation und Auswertung der Angebote nehmen voraussichtlich das ganze nächste Jahr in Anspruch. Wir wollen den Auftrag aber möglichst noch 2005 erteilen", so Schmid. Voraussetzung für die Vergabe und den Ausbau ist, dass bis dahin die Lkw-Maut funktioniert und der Bund auch die sogenannte Anschubfinanzierung bereitstellt. Der sechsstreifige Ausbau zwischen Augsburg und München könnte dann, so Schmid, 2009 abgeschlossen sein. Der Abschnitt Ulm-Augsburg soll etwa ein Jahr später, also in 2006 beginnen und bis 2010 fertiggestellt sein. Dort wird das erforderliche Baurecht etwa Mitte nächsten Jahres vorliegen.
Bei dem vorgesehenen Betreibermodell als einer speziellen Form der Public Private Partnership soll anstelle des Staates ein privatwirtschaftliches Unternehmen einen Autobahnabschnitt sechsstreifig ausbauen und dann für dreißig Jahre den Betrieb und die Erhaltung übernehmen.


