Ausbildungspakt auf erfolgreichem Weg

Ausbildungspakt auf erfolgreichem Weg
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

(06.12.2004 11:02)

(Berlin) - Die Initiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft hat die Unternehmen dazu mobilisiert, mehr Ausbildungsangebote bereit zu stellen. Trotz der im Vergleich zum Vorjahr um rund 20.000 gestiegenen Zahl an Ausbildungssuchenden ist schon jetzt klar, dass angesichts der noch offenen Ausbildungsstellen, der Einstiegsqualifizierungen und der Aktivitäten der Bundesagentur für Arbeit bis zum Jahresende jeder der bisher noch unversorgten Jugendlichen ein Angebot erhalten kann.

Die Partner des Ausbildungspakts haben am 3. Dezember eine Zwischenbilanz gezogen: Bis Ende November konnte die Zahl der Jugendlichen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, um fast die Hälfte reduziert werden: Während Ende September noch rund 44.600 junge Männer und Frauen auf der Suche nach einer Lehrstelle waren, sind Ende November nur noch 23.500 Bewerber als unvermittelt gemeldet gewesen. Das ist der seit Jahren höchste Abbau in der so genannten Nachvermittlungsphase. Im Vorjahr betrug der Rückgang im selben Zeitraum 24,5 Prozent - ein Beweis für den Erfolg des Ausbildungspaktes.

Trendwende eingeleitet, weitere Verbesserung absehbar

"Der Ausbildungspakt hat eine Trendwende eingeleitet", bilanzierte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn. Insgesamt sind bis heute rund 570.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden: 13.000 mehr als im vorigen Jahr. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement sprach von einem "großen Angriff auf die Arbeitslosigkeit" und bezeichnete die Entwicklung als sehr ermutigend. "Das Zugesagte ist eingehalten worden", sagte Clement bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertretern der Wirtschaftsverbände.

Wegen der zeitlich versetzten statistischen Erfassung ist in den kommenden Wochen noch eine weitere Verbesserung zu erwarten. Denn der Ausbildungsmarkt birgt noch erhebliche Potenziale: So waren Ende Oktober noch 6.000 gemeldete Ausbildungsplätze unbesetzt. Hinzu kommen weitere 7.000 Plätze, die im Rahmen berufsvorbereitender Bildungsmaßnahmen noch verfügbar sind.

Mindestens 25.000 weitere Plätze stehen in dem neu eingeführten Angebot einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQJ) bereit. Diese Einstiegsqualifizierungen werden von den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern sowie den Verbänden bei ihren Mitgliedsunternehmen akquiriert und sind für Jugendlichen bestimmt, die trotz intensiver Vermittlungsbemühungen keinen betrieblichen Ausbildungsplatz erhalten haben. Bis Ende November haben die Betriebe bereits mit rund 5.500 Jugendlichen EQJ-Verträge abgeschlossen.

Jede und jeder kann vermittelt werden

Zur Verbesserung der Nachvermittlung haben die Partner des Ausbildungspaktes die Bewerber zu so genannten Kompetenzchecks eingeladen. Bis Ende November haben rund 16.600 Jugendliche an solchen Tests teilgenommen. 42 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde anschließend die vorrangige Vermittlung in eine betriebliche Ausbildung empfohlen, weiteren 38 Prozent wurde geraten, an einer Maßnahme zur Einstiegqualifizierung teilzunehmen. Bei 13 Prozent erschien eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme sinnvoll. Weitere 7 Prozent erhielten andere Integrationsempfehlungen, die nicht im Rahmen des Ausbildungspaktes umzusetzen sind. Auf Grundlage dieser Empfehlungen wird allen Jugendlichen ein Angebot gemacht. Allerdings nutzen nicht alle Bewerberinnen und Bewerber die Gelegenheit zur Nachvermittlung oder zum Kompetenzcheck. Wolfgang Clement appellierte noch einmal an die Jugendlichen, sich an die Kammern und an die Agenturen für Arbeit zu wenden. "Jede und jeder kann vermittelt werden", betonte Clement.

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