Badezimmer Renovieren Sanieren

Sie sind den Anblick Ihrer alten Wandverfliesung im Bad schon lange leid?

Badezimmer Renovieren alte Fliesen Wandfliesen und Bodenfliesen sowie die Badewanne das WC ( Toilette ) Sanieren ErneuernDoch leider reicht das Geld in der Portokasse nicht für eine komplette Renovierung? Oder sie scheuen den ganzen Dreck und den Aufwand, der damit verbunden ist? Dann gibt es ein paar einfache Tricks, wie sie schnell und kostengünstig neuen Wind in ihr Bad bekommen!

Die einfachste Möglichkeit, alte, aus der Mode geratene Badezimmerbeläge in einem neuen Glanz erstrahlen zu lassen, ist das Streichen der alten Fliesen mit einem Fliesenlack. Diesen gibt es gebrauchsfertig in verschiedenen gängigen Farben oder Sie können sie auch im Fachhandel in der gewünschten Farbnuance anmischen lassen. Meistens handelt es sich bei diesen Produkten um Zwei-Komponenten-Systeme, die vor Gebrauch durch das Zusammenfügen zweier Produkte hergestellt werden müssen. Im Baumarkt finden Sie speziell zu diesem Zweck aufeinander abgestimmte Produkte (Grundierung und Lack) mit detaillierter Gebrauchsanweisung.

Bevor Sie mit dem Überstreichen der Fliesen beginnen, müssen diese gründlich gereinigt werden, so dass die Fläche frei von Rückständen wie Staub, Kalk oder Fett ist. Sollte der einfache Essigreiniger hier versagen, greifen Sie im Notfall auf einen speziellen Fliesenreiniger zurück. Auch Silikonreste müssen entfernt werden. Hierzu benutzen Sie am besten einen handelsüblichen Silikonentferner. Für ein optimales Ergebnis entfernen Sie auch alte Silikonvorkommen in den Abschlussfugen (grob mit einem Messer ausschaben und dann den Silikonentferner anwenden) und ziehen die Fugen nach dem Streichen mit neuem Silikon nach. Dadurch vermeiden Sie, dass Ihre Fliesen zwar am Ende wie neu aussehen, die Optik aber durch vermatschte und unansehnlich gewordenen Fugen getrübt wird.
Im Anschluss an die Reinigung rauen Sie die Fläche mit grobem Schmirgelpapier etwas an. Dies verbessert die Haftbarkeit der folgenden Anstriche.

Nun sollten Sie noch den zu behandelnden Bereich sorgfältig  von anderen abkleben, bevor Sie sich ans Werk geben. Dieser Schritt ist sehr wichtig, da das Material nur sehr schwer wieder zu entfernen ist.

Jetzt kann es also mit der eigentlichen Arbeit losgehen. Mischen Sie zuerst die Grundierung gemäß Verpackungsanleitung an.
Halten Sie sich hierbei bitte unbedingt an die Gebrauchsanweisung, da die Funktion des Materials sonst nicht gewährleistet werden kann und außerdem bei unsachgemäßem Gebrauch eine Gesundheitsgefährdung bestehen kann (wie bei fast allen Grundierungen und Lacken!)! Um ein Überstreichen auf die Umgebungsfläche zu verhindern, empfiehlt es sich die Eckbereiche, Fugen und Kanten dünn mit einem Pinsel vorzustreichen. Die übrige Fläche streicht man dann mit einer Rolle, so erhält man eine gleichmäßige Deckung.
Ist die Grundierung getrocknet, kann man zum eigentlichen Lackieren übergehen. In den meisten Fällen muss die Fläche zweimal mit dem Lack gestrichen werden. Der Arbeitsablauf beim Lackieren ist vom Prinzip her der gleiche wie bei der Grundierung. Zuerst werden die beiden Komponenten zum Endprodukt vermischt (bitte achten Sie auch hier wieder auf die genaue Gebrauchsanweisung um Gesundheitsschäden und Funktionsminderungen zu verhindern). Nachdem Sie die Fugen, Eckbereiche und andere unebene Bereiche mit dem Pinsel bearbeitet haben, tragen Sie den Lack mit einer Rolle diagonal auf die gesamte Fläche und verteilen ihn dann in Kreuzbewegungen gleichmäßig.
Nun heißt es erstmal warten für mindestens 12 Stunden, dann kann, wenn die erste Schicht komplett abgetrocknet ist, die zweite Schicht nach der gleichen Vorgehensweise aufgetragen werden. Noch einmal warten bis alles trocken ist – fertig!

Wenn Sie doch ein wenig mehr Arbeit in Kauf nehmen wollen, können Sie aber auch ohne viel Dreck zu neuen Fliesen kommen. Sind die alten Fliesen noch in einem intakten Zustand können Sie ganz einfach über die alten drüber fliesen. Dazu reinigen Sie auch hier den alten Wandbelag gründlich, am besten mit einem Essigreiniger, so dass er staub- und fettfrei ist. Auch Rückstände von Aufklebern oder Anstriche müssen sorgfältig entfernt werden. Und prüfen Sie auch, ob alle alten Fliesen noch festsitzen. Hierzu klopfen Sie am besten mit einem Gummihammer die Fliesen ab. Sollten sich lose oder hohle Stellen bemerkbar machen, entfernen Sie die entsprechende Fliese und gleichen diese Stelle mit Spachtelmasse aus.
Ist diese Vorarbeit getan, kann es endlich losgehen: Tragen Sie auf die trockene Fläche Fliesenkleber auf. Bei kleineren Flächen bietet sich ein gebrauchsfertiges Produkt an oder Sie rühren den Kleber selber aus einer Trockenmischung an. Alle benötigten Produkte finden Sie in jedem gut sortierten Baumarkt. Wichtig ist, immer nur so viel Kleber aufzutragen, wie innerhalb der offenen Zeit (verarbeitbare Zeit des Klebers, genau Angaben finden Sie auf der Verpackung) verarbeitet werden kann. Das Auftragen lässt sich am einfachsten mit einer Zahnspachtel durchführen. Diese Spachtel hat auf einer Seite eine glatte Kante und auf der anderen eine gezahnte. Mit der glatten Seite verstreichen Sie den Kleber auf der Fläche und ziehen ihn dann mit der gezahnten Seite noch einmal durch. Halten Sie hierbei die Spachtel in einem 45-Grad Winkel, so erhalten Sie eine optimale Bedeckung der Fläche mit dem Kleber.
Nun setzen Sie jeweils an der linken und an der rechten Oberseite die erste Fliese an. Mit Fliesenlegerecken und einer Richtschnur können Sie die beiden Fliesen verbinden, das erleichtert die Anbringung der Fliesen in einer waagerechten Linie. Außerdem helfen Fliesenkreuze zusätzlich eine gleichmäßige Fugenstruktur zu erzielen. Diese müssen jedoch wieder entfernt werden, bevor der Fliesenkleber komplett abgebunden hat. Vervollständigen Sie nun die angefangene Reihe und beginnen Sie dann mit der nächsten darunter und so weiter, Reihe für Reihe, von oben nach unten. Haben Sie die komplette Fläche fertig gefliest und ist der Fliesenkleber abgetrocknet, können Sie mit dem Verfugen beginnen. Auch hierfür gibt es spezielle Produkte im Baumarkt, die einfach nur noch mit Wasser angerührt werden oder – bei kleinen Flächen geeignet – sogar schon gebrauchsfertig sind. Um allen Eventualitäten vorzubeugen greifen Sie am besten von vorneherein auf flexiblen Fugenmörtel zurück. Um eine gleichmäßige und optimale Füllung der Fugen mit dem Mörtel zu erreichen, tragen Sie den Mörtel mit einem Fugenbrett diagonal zum Fugenverlauf auf. Gehen Sie auch hier abschnittweise vor, da sie den Fliesenspiegel mit einem angefeuchteten Schwammbrett reinigen müssen, sobald der Mörtel in den Fugen leicht angetrocknet ist.
Zu guter Letzt werden die Eckfugen, Anschlussfugen and Dusche, Badewanne und Waschbecken, Dehnungsfugen und Trennfugen (bei Materialübergängen) mit einem speziellen elastischen Sanitär-Silikon versehen!
 
Ihre Fliesen entsprechen noch Ihrem Geschmack, aber die Fugen könnten eine optische Aufbesserung vertragen? Gerade im Duschbereich sehen Fugen mit der Zeit nicht mehr schön aus. Hier lässt sich mit einem Fugenauffrischer (z.B. „Fugenfrisch“ von Knauf) Abhilfe schaffen. Dazu reinigen Sie vorab den zu behandelnden Bereich. Dann tragen Sie einem Pinsel die Flüssigkeit auf die Fugen auf und lassen das Ganze trocknen. Zum Schluss reiben Sie überschüssiges Material mit einem rauen Schwamm nass ab.

Das absolute Highlight jedoch trägt eine ganz persönliche Note und könnte individueller nicht sein: die Foto-Fliese(n). Hierbei wird Ihr Lieblingsfoto, sei es aus dem Urlaub oder ein Schnappschuss Ihrer Liebsten (Kinder, Hunde, Partner..), in einem speziellen Verfahren auf die Fliese und dann an die Wand geb(r)annt.
Als Grundlage hierfür kommen ganz normale Fliesen aus dem Fliesenfachmarkt oder Baumarkt zum Einsatz. Das Angebot erstreckt sich von der Einzelfliese bis hin zu einem kompletten Fliesenbild. Nach der Bearbeitung verfügt die Fliese weiterhin über die gleichen Eigenschaften wie vorher (kratz- und wasserfest, hitzebeständig), sie wird sogar durch die zusätzliche Oberfläche noch robuster. Infos im Internet, Stichwort Cera-Pic