Baustahl beim Massivhausbau und auch beim Fertighausbau nicht wegzudenken

Baustahl ist ein Standard-Stahl, der üblicherweise im Stahl- und Maschinenbau verwendet wird.

Baustahl ist nach DIN 17100 genormt. Üblicherweise ist Baustahl unlegiert oder niedrig legiert. Baustahl ist nur teilweise wärmebehandelt. Ein Baustahl wird mit "St" bezeichnet. Ein Baustahl hat einen bestimmten Kohlenstoffgehalt. Mit zunehmender Festigkeit wird auch der Kohlenstoffgehalt erhöht. Die Eigenschaften von Baustahl sind eher mäßig, dennoch wird er bevorzugt im Stahl- und Maschinenbau eingesetzt. Die Rohdichte von Baustahl beträgt 7.850 kg/m³, während das E-Modul bei 210 kN/mm² liegt. Baustahl erreicht eine Wärmeleitfähigkeit von 40 bis 60 W/mK. Die spezifische Wärmekapazität liegt bei 0,45 – 0,48 kJ/kgK. Baustahl kommt auf eine Mindestzugfestigkeit von 500 N/mm². Nach der DIN-Norm gelten alle Stähle aus Baustahl, die nicht unmittelbar als Werkzeugstahl Anwendung finden.

Der Allgemeine Baustahl wird als Formstahl, Stabstahl, Bandstahl, Grob-, Mittel- und Feinblech eingesetzt. Die typischen Einsatzbereiche sind im Maschinenbau, Fahrzeugbau, Schiffbau, im Stahlhochbau und Brückenbau. Zu den speziellen Einsatzbereichen gehören auch Profile für Eisenbahnoberbau- oder Eisenbahnunterbau. Im Eisenbetonbau wird Baustahl meist als Armierungsstahl eingesetzt.

Im kaltgezogenen oder kaltgewalzten Bereich wird der Baustahl zur Herstellung von Konservendosen, Metallwaren, Spannbändern, Kabelbändern, Felgenbänder, Drahterzeugnisse wie beispielsweise Drahtseile, Litzen, Geflechte, Zaundrähte, Stifte, Holzschrauben, Maschinenschrauben, Muttern, Bolzen, Nieten und Ketten verwendet.

Baustahl findet in unterschiedlicher Profilform Verwendung. Profilstahl beispielsweise ist in einer bestimmten Form gewalzter, gezogener und gepresster Stahl. Beispielsweise als I-Profil, H-Profil, U-Profil oder T-Profil.
Kennzeichen von Profilstahl ist, dass er über die gesamte Länge einen gleichen Querschnitt hat. Dabei werden die Profilstähle in zwei Typen unterschieden. Der erste Typ ist der Betonstahl (BSt), der früher auch Moniereisen genannt wurde. Sein Profil ist glatt, profiliert und gerippt. Seine Zugfestigkeit ist hoch. Sein typischer Einsatzbereich ist die Bewehrung von Stahlbetonbauten und Stahlbetonbauteilen. Die Tragfähigkeit kommt dadurch zustande, dass durch das Zusammenwirken von Beton und Stahl eine Verbundwirkung und Haftfestigkeit zustandekommt, die es fast unmöglich macht, dass zwischen diesen beiden Materialen eine Verschiebung stattfindet. Die Verbindung ist also absolut fest. Oder er wird für die Mattenfertigung für Stahlbetonbauten (Betonstahlmatten) eingesetzt. Der zweite Typ ist der Spannbetonstahl, der im Spannbetonbau eingesetzt wird. Sein Profil ist ebenfalls glatt, gerippt, profiliert. Dieser Stahl hat eine deutlich höhere Festigkeit als Betonstahl. Wenn Baustahl in Verbindung mit Beton verwendet wird, sollte der Baustahl sauber und von losem Rost befreit sein. Häufig wird Baustahl, wenn er in einem bestimmten Profil vorliegt, durch Tauch- oder Spritzverzinken oberflächenveredelt und dadurch gegen Korrosion geschützt.

Bei Baustahl ist darauf zu achten, dass möglichst keine Korrosion auftritt. Korrosion beginnt bei einer relativen Luftfeuchte von 40%. Bei zunehmender Luftfeuchtigkeit nimmt die Korrosion stark zu. Tritt Korrosion auf, entsteht eine Wertminderung. Dann ist der Baustahl erst nach aufwendiger Behandlung wieder verwendbar. Rost tritt vor allem dann auf, wenn der Baustahl beim Transport mit Seewasser, Regen oder Kondenswasser in Berührung kommt.